Abt. Quereinstieg - heute: Nestlé goes Pharma


Lesen wir dereinst solche Inserate?

Wollen Sie ihr Kind in ihrem Bauch schützen vor Umweltgiften, wie z.B: hormonaktiven Stoffen? Dann essen sie täglich ein Protecta-Yogurt! Es stärkt das Epigenom ihres Babys schon während der Schwangerschaft!
Warum? Vielleicht darum: 474'850.- CHF erhielt das NFP50 Projekt unter der Leitung von Michel L. Aubert, Endokrinologe am Kinderspital von Genf, für 30 Monate ab 1.1.2005. Es untersuchte, gemäss zusammenfassendem Schlussbericht, die Wirkung von Nikotin und BPA auf Mäuseembryos:

The effects of exposure during gestation to Nicotine and Bisphenol A were therefore studied in rodent models.
Eines seiner Ergebnisse: Veränderungen in der Hirnentwicklung des Nachwuchses, wenn die schwangere Mäusemutter Nikotin oder Bisphenol A ausgesetzt wurde:

it is interesting to see that both nicotine and Bisphenol A produced significant alteration of structural brain development in the offspring.
2009 veröffentlicht Aubert et al. den Artikel "Perinatal Exposure to Bisphenol A Alters Early Adipogenesis in the Rat" und kommt darin zum Schluss: Wenn die Mäusemutter BPA im Trinkwasser hat, werden ihre Mäusetöchter dicker!

Perinatal exposure to a low dose of BPA increased adipogenesis in females at weaning. Adult body weight may be programmed during early life, leading to changes dependent on the sex and the nutritional status. Although further studies are required to understand the mechanisms of BPA action in early life, these results are particularly important with regard to the increasing prevalence of childhood obesity and the context-dependent action of endocrine disruptors.
Die wissenschaftliche Publikation von u.a. Michel Aubert anno 2010 "Developmental and metabolic brain alterations in rats exposed to bisphenol A during gestation and lactation." hält fest: Wenn die Mäusemutter BPA im Trinkwasser hat, verändert sich die Hirnentwicklung ihres Nachwuchses:
In conclusion, exposure to low-dose BPA during gestation and lactation leads to significant changes in the Glu/Asp ratio in the hippocampus, which may reflect impaired mitochondrial function and also result in neuronal and glial developmental alterations.
In der Kürzestzusammenfassung der Ergebnisse im Rahmen des NFP50 schrieb Aubert bereits 2008 über die Perspektiven seiner Forschung, dass man mit Nestlé kooperiere, um Nahrungsmittel zu testen, die Foeten vor Schäden durch Chemikalen schützen, oder bereits eingetretene Schäden an ihnen reparieren könnten:
With the help of Nestlé-Nutrition, we will evaluate the benefit of nutritional interventions during the perinatal period meant to prevent or repair the damages encountered during foetal life due to exposure to EDC’s. Nutritional interventions may represent an acceptable mean to correct these damages.
Vier Jahre später, vorgestern am 2. November 2012, um 11:01 Uhr, twittert der Schweizer Gesundheitsminister:

Und als "Vision" nennt das von Berset eröffnete Nestlé-Institut, was Aubert 2008 anklingen liess:
We will perform and leverage fundamental biomedical research to find new routes to nutrition-based disease prevention and, possibly also medical disease treatment. (...) This translational approach is expected to result in nutritional strategies to help slow and even prevent the onset of chronic diseases in ways that may be as effective as, and more affordable than, drugs.
Man ahnt bereits die die künftigen Werbeslogans von Nestlé, wenn der Nahrungsmittel-Supertanker dereinst - wie 2010 angekündigt - mit u.a. seinem "Institute of Health Sciences" Kurs nimmt auf die traditionellen Fanggründe der Pharmariesen:
Wollen Sie ihr Kind in ihrem Bauch schützen vor schädigenden Umwelteinflüssen, wie hormonaktiven Stoffen? Dann essen sie täglich ein Protecta-Yogurt! Es stärkt ihr Baby schon während der Schwangerschaft!
Das bediente dann in etwa die Haltung: "Aus der Umwelt raus bekommen wir die Gifte sowieso nicht mehr, also schützen wir uns medikamentös gegen ihre Schadwirkung. Und wenn Nestlé Nahrungsmittel verkauft mit den dazu notwendigen pharmakologischen Wirkungen, dann ist das eine gute Sache. Denn LC1 war erst der Anfang!"



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