Sonntag, 27. Oktober 2013


Abt. tell it like it is! - Heute: TagesWoche


Unter dem Titel "Basels Sozialdemokraten leiden am Stockholm-Syndrom" steht dort:

Bei Geiselnahmen gilt für alle Staaten das eiserne Prinzip: Mit den Geiselnehmern wird nicht verhandelt. Wenn Firmen und Wirtschaftsvertreter mit Abwanderung oder ­Stellenabbau ­drohen, sobald das Volk und die Politik eine Änderung der Spielregeln wünschen, dann ist das eine Form von Erpressung. Und die sozialdemokratischen Regierungsräte Brutschin und Herzog kennen darauf keine andere Antwort, als ihr Folge zu leisten und ihre Wirtschaftspolitik danach zu richten.
Allerdings: Schon im Buch "Der Rhein - die Vergiftung geht weiter" von 1986 (!) (rororo aktuell) schrieb Toya Maissen auf S. 27:
Die Basler Mehrheitsklasse samt ihrer Regierung verhält sich gegenüber den wirklichen Machthabern aus den Chefetagen der Wirtschaft wie gutgeschultes Hauspersonal. Dabei ist feszuhalten: Diese Politiker sind keineswegs gekauft. Ihre überaus vornehme Art der Liebedienerei kommt von Herzen, das Erbringen von Leistungen, die gar niemand verlangt hat, basiert auf dem tiefen Glauben der Dreieinigkeit von Wirtschaft, Markt und Geld.
Offen bleibt allerdings: Wie spezifisch ist diese "Stockholm"-Situation für Basel? Wie sieht das Verhältnis von Regierung und Wirtschaft in anderen Zentren aus? Zürich, Bern, St. Gallen, Genf etc.: Ist es dort qualitativ anders???


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Abt. Das Zweitbadezimmer und der Daig


Markus Somm, Chefredakton der "Basler Zeitung", weiss mehr als wir. In einem Leitartikel zur (bzw. natürlich gegen die) 1:12-Initiative berichtet er:

"Und wessen Haus mehr als ein Badezimmer aufwies, stand unter dem Verdacht der Extravaganz. Heute stellt all das für die meisten Schweizer eine Selbstverständlichkeit dar."
Für die meisten Schweizer? Mehr als ein Badezimmer? Das wusste ich echt nicht.

Aber nicht in jedem Fall ist Somm so gut informiert. Zum Beispiel nicht, wenn es um den klassenlosen Schweizer Dialekt geht:

"Schweizerdeutsch war jene Sprache, die den Klassengegensatz mit krachenden Guttural-Lauten aufhob. Vor dem Chuchichäschtli waren alle gleich."
War es ganz besonders nämlich in Basel, wo Somm eine Redaktion leitet, nicht. Frau Merian aus dem Gellert drückte sich ganz anders aus als Herr Änishänsli vom Bläsiring. Und die gnädigen Herren in Bern klangen ebenfalls ziemlich anders als die einfachen Leute aus dem Mattequartier. Aber höret selbst.


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Abt. early follower strategy - heute: SRG


Davon

sbb infrarot laser scanner

und davon

P1040563

hatten's wir (und andere) vor einem Jahr. Und hat es nächsten Donnerstag "Einstein" vom Medienunternehmen mit der "early follower" Strategie. Allerdings - soweit erkennbar - mit einem leicht anderen Focus, den man - vielleicht etwas voreilig - mit "Fanperspektive" umschreiben könnte...


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Freitag, 25. Oktober 2013


Abt. Was bleibt? - heute: trotz Claraturm


Die bleiben:

Warteck Häuser

Das verschwindet (die Clarastrasse-Fassade des Dings wird so breit wie die Fassade der Beiz; und 96 Meter hoch):

Warteck Häuser

Die verschwinden:

Warteck Häuser

Die verschwinden:

Warteck Häuser

Die verschwinden:

Warteck Häuser

Das verschwindet:

Warteck Häuser

Das bleibt:

Warteck Häuser

Den "Marktwert" all der Häuser zusammen (exklusiv Riehenring 73, der nicht Warteck gehörte) weist der Jahresbericht 2010 der Warteck Invest aus mit CHF 30,9 Millionen. Wie viel darüber der Preis liegt, den der UBS-Immobilienfonds dafür bezahlte, ist nicht öffentlich. Waren es insgesamt 33, 35, 40, 50 oder noch mehr Millionen?

A ist die Grundfläche des Turms, B wird 5-stöckig, C ist ebenerdig und wird teilweise begrünt. Die schraffierten Häuser bleiben:

Bebauungsplan Claraturm

So steht’s im Bebauungsplan (.pdf), über den wir am 24.11. abstimmen.

Planauflage Campus St. Johann


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Abt. Platzverschwendungsförderung - heute: Claraturm


Der verschwenderische Umgang mit Wohnraum ist in Basel offizielle Politik und wird aktiv gefördert. Das ist ein Fakt. Die Regierung berechnet den angeblichen "Entwicklungsbedarf" auf verantwortungsloser, unökologischer, rein kapitalinteressengetriebener Grundlage! Wir rechnen’s euch, aus aktuellem Anlass, gerne nochmal vor.

Das ist eine Grafik aus dem Ratschlag mit dem so genannten "Wohnraumfördergesetz" (Seite 51, Abbildung 15), das eine Mehrheit der Stimmenden unlängst angenommen hat:

Sie belegt unzweideutig, dass die Regierung mehr als die Hälfte des behaupteten "Entwicklungsbedarfs" bis 2030 herbeimanipuliert mit der Fortschreibung einer angenommenen "Zunahme der Wohnfläche pro Person"! Mehr als die Hälfte stammt nicht aus realem Bedarf aufgrund des Bevölkerungswachstums. Mehr als die Hälfte ist rein wachstumsideologisch motivierte, verschwendungsbejahende Behauptung. Wenn 2030 tatsächlich 8’000 Menschen mehr in Basel leben, soll bis dahin nicht Wohnraum für 8’000 Menschen mehr entstehen, sondern, "on the record", für 17’400 Menschen, wenn es nach dem Willen der Regierung geht. 9'400 der 17'400 sind aber nur Gespenster. Nichts anderes besagt obige Grafik! Das ist antiökologisch, unnachhaltig und bedient, mit den daraus abgeleiteten, falschen, Argumenten lediglich die Interessen der Bauwirtschaft!

So sähe die Grafik, vom Kopf auf die Füsse gestellt aus, wenn wir die Wohnfläche pro Person konstant halten bei den aktuellen 42m2 pro Nase (vom Säugling bis zur Greisin!):

Das heisst nicht mehr und nicht weniger als:

Die Gebiete "laufende Planungen Stadtrandentwicklungen" (= z.B. geplante Wohnhochhäuser auf der Höhe des Kraftwerks Birsfelden auf der Kleinbasler Seite), die "Nutzung von Ausbaureserven im bestehenden Zonenplan", die "Umnutzung von Büro- und Gewerbeliegenschaften" und, last but not least, die "Eignungsräume für zusätzliche Verdichtungsplanungen in den Quartieren (Aufzonungen, kleine Arealentwicklungsprojekte, Hochhäuser)" der Baulobby zum Frass vorzuwerfen, ist schlicht und ergreifend unnötig! Es gibt dafür objektiv keinen Bedarf. Ausser, man will antiökologisches, unnachhaltiges Bauen und Wohnen fördern.

Die "Arealentwicklungen bereits planungsrechtlich gesichert" und die "laufende Planungen Transformationsgebiete" reichen so gut wie aus, um den zusätzlichen Wohnraumbedarf in Basel zu decken, auch wenn bis 2030 8’000 Menschen mehr in der Stadt wohnen. Alles andere ist pure und reine Verschwendung und ist nur sinnvoll, wenn man antiökologisches, unnachhaltiges Bauen und Wohnen fördern will...

But wait, there's one more thing!

Die gesamte "Wohnraumentwicklungsstrategie" der Regierung fusst, wie oben belegt, zu mehr als der Hälfte (siehe erste Grafik) auf der Behauptung, der "Flächenverbrauch" wachse weiter (Gegenvorschlag, S. 39).

Fakt ist aber: Seit 10 Jahren ist die Wohnfläche pro Person in Basel-Stadt nahezu konstant! Sie nimmt quasi NICHT zu! Nach neueren Methoden erfasst und berechnet, standen, laut Auskunft von Peter Laube, Vizechef des Statistischen Amtes Basel-Stadt, im Jahr 2000 jeder Person im Kanton 41 m2 zur Verfügung. 2011 waren es 42 m2. Die Wachstumsrate hat sich seit 1990 alle zehn Jahre halbiert. Sie betrug in den letzten 11 Jahren (41m2 -> 42m2) rund 2,5%.

Zusammengefasst wird daraus: "blau" die feuchten Träume der Regierung, die sie im Basisratschlag zur Zonenplanrevision auf S. 24 und im Ratschlag zum WRFG auf S. 39 ventilierte (die sind objektiv veraltet, falsch und ev. absichtlich aufgeblasen!), "rot" die 2013 aktualisierten Zahlen des Statistischen Amtes, das (aus Loyalität zur Regierung?) in Zukunft eine weitere lineare Steigerung von 2,5% behauptet, "gelb" die umwelt- und stadtpolitisch erstrebenswerte Linie mit 42m2 pro Person als Grenze des Wachstums:

Aus der blauen, beruhend auf objektiv falschen, veralteten Wachstumszahlen, ergibt sich bis 2030 der in der obersten Grafik behauptete "Entwicklungsbedarf" (weil 46m2 / Person anno 2030). Aus der roten, korrigierten, aber immer noch wachstumsgetriebenen (44m2 / Person anno 2030), ergäbe sich bereits ein deutlich kleinerer. Mit der stadtpolitisch und ökologisch wünschbaren gelben (die aktuellen 42m2 / Person als Grenze des Wachstums) läge der "Entwicklungsbedarf" bei real 8'000, wenn 8'000 zuziehen (siehe zweitoberste Grafik).

Interessanterweise entspricht der 2013 vom Statistischen Amt im Prinzip erkannte, erfreuliche Trend zum Nullwachstum beim Flächenbedarf in Basel (den die Regierung z.B. in ihrer Argumentation pro "WRFG" bewusst nahezu vollständig ausblendete!) ziemlich exakt dem Trend und dem Wert in Zürich! Die Verhältnisse dort:

But wait, there's one more thing!

Das "Swiss Real Estate Institut" (Gründer: HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich, KV Schweiz und Schweizerischer Verband der Immobilienwirtschaft SVIT) schreibt übrigens im "Executive Summary" seiner im Dezember 2012 erschienenen Studie "Verdichtung der städtischen Wohnbevölkerung - Modellierung des Potenzials durch 1‐2 zusätzliche Wohngeschosse in attraktiven städtischen Quartieren":

In etwa fünf Jahren wird eine Verdichtung der Städte nur noch im Bestand möglich sein. Voraussetzung dafür wird sein, dass ein öffentliches Bewusstsein und die rechtliche Zulässigkeit für höheres Bauen in zentralen Wohnquartieren vorhanden sind sowie Anreize geschaffen werden, dass diese Potentiale auch genützt werden. Höher Bauen soll nicht etwa der Bau von Hochhäusern sein, sondern eher eine Aufstockung um wenige Geschosse, dafür über mehrere Liegenschaften verteilt. Die Städte müssen die planerischen Voraussetzungen dafür jetzt schaffen und neue Spielräume jedem einzelnen Eigentümer kommunizieren.
Für Basel-Stadt hiesse Letzteres z.B. eine Zonenplanrevision, die ihren Namen verdiente. Eine Zonenplanrevision (wann kommt die endlich ins Parlament?), die gleich lange Spiesse für alle schaffte, in dem sie den Vorschlag des "Swiss Real Estate Institut" aufnähme und in "attraktiven städtischen Quartieren" allen Playern die Möglichkeit zur Aufstockung um 1 bis 2 Geschosse ermöglichte. Das würde schlagartig den Extrawürsten und Sonderregelungen für Grossinvestoren à la UBS-Immobilienfonds den Garaus machen. Wer braucht ein 100 Meter hohes Wohnhochhaus mit politisch durchgeboxtem Sonderbebauungsplan als Renditeobjekt eines privaten, gewinnorientierten Immofonds, wenn viele kleinere lokale Immobilienbesitzer und Bauträger ihre Dächer umstandslos um bis zu 2 Stockwerke heben dürfen, wenn sie wollen?

Darum, mal ganz unter uns: Warum macht ihr euch freiwillig zu nützlichen Idioten dieses Profitcenters des 6,7 Milliarden schweren UBS-Immobilienfonds? Warum wollt ihr den Fondsmanagern ihre Probleme lösen auf Kosten der Stadt?

Das Projekt Claraturm gehört aus politischen, architektonischen und städteplanerischen Gründen so lange verzögert, bis es dem Immofonds aushängt, er die Häuser verkauft, und dort gemeinnütziger Wohnraum auf der Basis der bestehenden Bausubstanz entstehen kann!


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Donnerstag, 24. Oktober 2013


Abt. "teile & herrsche" mal anders - heute: NSA


US-Offizielle haben dutzendweise die Telefonnummern von Regierungsleuten aus aller Herren Länder mit der NSA geteilt, meldet soeben der Guardian. Was die damit machte? Du darfst 1 Mal raten!


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Abt. "teile & herrsche" mal anders - heute: NSA


US-Offizielle haben der NSA dutzendweise die Telefonnummern von Regierungsleuten aus aller Herren Länder übergeben, meldet soeben der Guardian. Was die damit machte? Du darfst 1 Mal raten!


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Abt. Dekontextualisierung - heute: SVP


So wird ein Schuh draus:

(via)


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Dienstag, 22. Oktober 2013


Abt. fineprint - heute: Vertrag Uni, Geneguide, Amgen


Die Uni Basel meldet, Andreas Papassotiropoulos und Dominique de Quervain haben herausgefunden, dass ein "bekanntes Antiallergikum" (den Namen verraten sie im Communiqué natürlich nicht; im Paper steht dann, es sei der Wirkstoff Diphenhydramin), so wirkt:

Die einmalige Einnahme dieses Medikaments führte zu einer signifikanten Reduktion der Erinnerungsfähigkeit von zuvor gesehenen negativen Bildern, ohne dass dabei das Gedächtnis für neutrale oder positive Inhalte beeinflusst wurde.
Das ist die entsprechende Grafik im Paper:

Eine Anti-Bad-Memories-Pille? Die "Pille danach" bei schlechten Erlebnissen / traumatischen Erfahrungen?

Die Befunde könnten für die Behandlung der posttraumatischen Belastungsstörung von Bedeutung sein.
Na also! Das riecht nach Kohle! Oder?
Um den Entdeckungen ihrer Forschung zu konkreten klinischen Anwendungen zu verhelfen, haben de Quervain und Papassotiropulos dieses Jahr die Firma GeneGuide AG gegründet. Die Firma hat sich mit dem genombasierten Forschungsansatz auf die Entdeckung neuer Medikamente für neuropsychiatrische Erkrankungen spezialisiert.
Aber ganz alleine tut sie das sicher nicht!
Dieser neuartige Ansatz stösst auch bei der pharmazeutischen Industrie auf Interesse, da die Entwicklung von Medikamenten gegen neuropsychiatrische Erkrankungen, die vorwiegend auf Tiermodellen beruht, bisher enttäuschend verlaufen ist.
Da schau an! Und bei der Website von GenGuide finden wir tatsächlich, mit wem die Profs der Uni Basel ihre mit öffentlichen Mitteln gemachten Entdeckungen kommerzialisieren: Amgen.

Unter "Conflict of Interest Statement" lesen wir beim Paper:

Conflict of interest statement: The study was done in collaboration with and was partially funded by ACImmune SA, Lausanne, Switzerland. P.P., A. Muhs, and A. Pfeifer are employees of ACImmune. A. Papassotiropoulos is scientific consultant of ACImmune. ACImmune SA and University of Basel are coapplicants. A. Papassotiropoulos and D.J.-F.d.Q. are inventors of a patent related to the use of diphenhydramine as memory modulator.
Läuft das Ganze wieder gleich gemauschelt und einseitig und intransparent wie bei GMI-1070, Glycomimetics und Pfizer? Wenn wir es - wider Erwarten - je erfahren, dann vermutlich nicht aus der TagesWoche, denn der Autor des damaligen 1070-Artikels schreibt dort nicht mehr. Leider!

Im Kleingedruckten zu dem Paper, das die Uni Basel mit einem Communiqué feiert, erfährt man ausführlich, dass - damit's schneller geht

[To facilitate the selection of one drug for a proof-of-concept study, we studied which of the nine high priority genes are also linked to highly aversive (traumatic) memory in a population of 349 severely traumatized genocide survivors. After correction for multiple comparisons, one gene (HRH1) was found to be associated with traumatic memory. Therefore, compounds targeting the histamine 1 receptor (encoded by HRH1) were given highest priority for this proof- of-concept intervention study.]
- auch die Daten und Genproben von 349 schwer traumatisierten Überlebenden des Genozids in Ruanda hinhalten mussten:
Genetic Study in the Rwandan Sample.

We recruited 349 survivors of the Rwandan genocide (185 females and 164 males) living in the Nakivale refugee camp. Age was 34.9 ± 0.3 y (mean ± SE). As the Nakivale refugee camp has grown over the last decade and is spread over a large area, participants were sampled proportionally to the population size from each zone. To exclude genetic relatives in the samples, only one person per household was interviewed. Interviewers had been trained to detect current alcohol abuse and acute psychotic symptoms; candidates exhibiting these signs were excluded. All subjects had experienced highly aversive traumatic situations and were examined in 2006/2007 by trained experts using a structured interview based on the Posttraumatic Diagnostic Scale (PDS) (9) with the help of trained interpreters. Traumatic events were assessed with a checklist of 36 war- and non–war-related traumatic event types, e.g., injury by weapon, rape, accident (2, 10). Traumatic load was estimated by assessing the number of different traumatic event types expe- rienced or witnessed. This measure is considered more reliable than assessing the frequency of traumatic events (10). Depressive symptoms were assessed with the depression section of the Hopkins Symptom Checklist (HSCL-D). A subset of this sample has been analyzed in previous studies (2, 11). The procedures were approved by the Ethics Committees of the University of Konstanz, Germany, and the Mbarara University of Science and Technology (MUST), Mbarara, Uganda. The PDS and event list were completed in the form of a stan- dardized interview. Interviewers were first trained in a 6-wk course on principles of quantitative data collection and interviewing techniques. Instruments were translated into Kinyarwanda using several steps of translations, blind back-translations, and subsequent corrections by independent groups of translators (12). Following the translations, the psychometric properties of the translated scales were investigated in a validation study including a retest spanning a 2-wk period and a crossvalidation with expert rating (13). To avoid known ceiling effects (14), subjects were selected to have experienced no more than 16 traumatic event types. Saliva samples were obtained from each person using the Oragene DNA Self-Collection Kit (DNA Genothek). DNA was extracted from saliva using standard protocols. In this sample (as was the case in the Swiss sample) we performed array-based SNP genotyping (Affymetrix 6.0 genomewide human SNP array). QC procedures were identical between samples.

Ob die Genozidüberlebenden in Ruanda im Flüchtlingslager je auch nur 1 Cent sehen werden, falls Amgen und Geneguide dank u.a. ihrer Daten den grossen Reibach machen?

2002 bereits stand übrigens in Nature (11 Jahre vor Papassotiropoulos und Dominique de Quervain et al.):

We propose that endocannabinoids facilitate extinction of aversive memories through their selective inhibitory effects on local inhibitory networks in the amygdala.
Etwas verkürzt liesse sich daraus schliessen: Kiffen nach traumatischen Erlebnissen hilft, sie rascher zu vergessen. Da brauchts' keine neumodische "Pille danach" von GeneGuide & Amgen!

Eat this, Papassotiropoulos & de Quervain!


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Montag, 21. Oktober 2013


Abt. "coole Coolness" - heute: Flatterschafft


Vor fast genau 12 Monaten hatten wir das Vergnügen, in einem unserer beliebten "freiwilligen Immoinserate", hier erstmals auf die neue Zwischennutzung an der Solothurnerstrasse 4 hinzuweisen. Am vergangenen Wochenende war nun tatsächlich Eröffnung.

Wir gratulieren und wünschen viel Erfolg!

Und lasst euch von Onkel Bischoff nicht entmutigen. Wenn er in seiner Eröffnungsrede von "Coolness, die wirklich cool ist" und einem "wirklich urbanen Ort" spricht (laut TaWo), dann habt Nachsicht! Kulturfunktionäre reden halt so. Eigentlich meint er es - vermutlich - nicht böse.


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Sonntag, 20. Oktober 2013


Abt. Malen nach Zahlen - heute: Steuerstatistik


Die Steuerstatistik von Basel-Stadt verrät z.B.:

Lesebeispiel: Das Reineinkommen pro Veranlagung betrug 2007 im Durchschnitt Fr. 65'318.-. Der Median lag bei Fr. 49'530.-, d.h. die eine Hälfte der Veranlagungen lag bei dem Betrag und tiefer, die andere lag bei dem Betrag und höher. Oder, leicht verkürzt: Die eine Hälfte der Leute verdient netto weniger als das, die andere mehr.

Bei den Vermögen sind die Zahlen massiv weiter auseinander. 2007 versteuerte die eine Hälfte der Veranlagten Fr. 11'398.- Reinvermögen oder weniger, die andere Hälfte so viel oder mehr. Oder, wieder leicht verkürzt: Die eine Hälfte der Leute hat weniger als 11'400.- netto-Reinvermögen, die andere mehr.

Zum gleichen Zeitpunkt lag das durchschnittliche Reinvermögen bei 390'326.-.


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Freitag, 18. Oktober 2013


Abt. vorher / nachher - heute: Kiesgruben @ Euroairport


Nachtrag: Linienführung des offiziell angedachen Trams Nr. 9 in Basel: siehe ganz unten.

Zur Orientierung: Bei der rechten oberen Bildecke beginnt der Euroairport, unter der Mitte des unteren Bildrandes käme gleich das Gartenbad Bachgraben. Ja, wir sind hier grossmehrheitlich auf französischem Boden.

Vorher:

vorher

Nachher:

Unbenannt

In den Kiesgruben formiert sich bereits der Widerstand:

Foto133 Foto140

Das (und noch viel mehr) ist an der IBA Basel Ausstellung im Nordstern die nächsten drei Wochen zu sehen.

Unbenannt

So soll bis 2040 aus der nutzlosen französischen Wildnis profitable Basler Suburbia mit Landschaftspark werden:

Unbenannt

Die AutorInnen der "Entwicklungsstudie" (courvoisier) sind da drüben daheim. Sie finden:

Der heute von Landwirtschaft, Familiengärten und Kiesabbau geprägte Landschaftsraum zwischen Basel, Saint-Louis, Hégenheim und Allschwil ist ein binationaler Raum mit grossem Potenzial.
Und ungenutztes Potenzial ist eine Todsünde! Drum:
Der Landschaftsraum wird künftig stärker urbanisiert sein. Gleichzeitig soll er im Kern landschaftlich (und auch landwirtschaftlich) geprägt bleiben. Der grossflächige Kiesabbau bietet die Chance, zum Motor der Landschaftstransformation zu werden.
A propos Motor. Man beachte die in weiten Kurven (und mit 2 Kreiseln!) quer durch das Gebiet führende, neue Verbindungsstrasse, die schliesslich den Hegenheimermattweg kreuzt und in die Allschwiler Parkallee mündet, ihrerseits eine Verlängerung der Basler Wanderstrasse:

Unbenannt 564044fe-50ce-4916-8310-4eaf1c3dec7c

An dieser Stelle kurz eine Durchsage der "Interessengemeinschaft Deponiesicherheit Regio Basel" (IG DRB):

Die Deponie Brugner liegt zwischen Bourgfelden (F) und Hegenheim (F).
Das wär dann ungefähr die un- und bebaute Fläche im oberen linken Quadranten des Bildes.
Bei der Deponie Brugner handelt es sich um eine so genannte Mischdeponie, in der sowohl Aushub und Bauschutt, als auch Industrie- und Chemieabfälle deponiert wurden. Das Gesamtvolumen der Deponie ist nicht genau bekannt. Gemäss der historischen Untersuchung wird die abgelagerte Menge an Chemieabfällen der Basler Chemischen Industrie auf ca. 400 Tonnen geschätzt.
Nur damit niemand nachher sagen kann, man habe das nicht gewusst.

NACHTRAG: Revolution Nr. 9 als Tram

Auf Seite 30 der Entwicklungsstudie...

Unbenannt

...erfahren wir einige Details über die verkehrstechnische Erschliessung des Areals:

Auf Schweizer Seite soll die Route des Carrières unterirdisch in Richtung Schweizer Autobahnnetz weiter geführt werden. Entsprechende Varianten wurden im Rahmen von ELBA erarbeitet. Vom Tunneleingang soll zudem eine Verbindungsstrasse an der Grenze entlang bis zur Autobahn A35 führen.

Neue öffentliche Verkehrsverbindungen werden für eine besser Anbindung des Sektors sorgen. In Richtung Hégenheim ist eine Erweiterung der Basler Tramline Nr. 9 geplant, die im Süden des Dorfes an die Busline Nr. 608 anschliessen wird.

Einmal nach "Tram 9" und Basel googlen bringt die äusserst aufschlussreiche Studie "Grenzverkehr im trinationalen Eurodistrict Basel" zu Tage. Auf S. 86ff erfahren wir dort Weiteres über eine offenbar recht weit angedachte neue Tramlinie:


Tramlinie 9 auf einer größeren Karte anzeigen

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