Dienstag, 9. Dezember 2008


Abt. My fault!


Ich sei wohl nicht ganz à jour, sagte der erotiksichere Supra gerade eben zu mir, weil ich glaubte, Hugh Hefner habe soeben seinen Rücktritt bekanntgegeben. Tatsächlich ist es ja seine Tochter, die den Bettel hinschmeisst.


... link (no comments)   ... comment



Abt. Regierungsformen - heute: Die Schweiz


Die Schweiz ist eine Monarchie. Es herrscht mit harter Hand: Kaiser Fulvio. Er kannte gestern keine Parteien mehr. Nur noch Galeerenhäftlinge im Bauch seines Bootes. Denen verbot er kurzerhand den Mund, als sie alternative Antriebsmodelle diskutieren wollten. Gleichzeitig versprach er seinen Heerführern neuen Goldregen. Und strich die Almosen. So geht das!

Pelli Fulvio (FDP, TI): Parteiideologisch motivierte Diskussionen über Alternativmodelle sind für die Galerie und schüren nur Misstrauen. Doch zu Misstrauen gibt es keinen Anlass. Statt wie im Ausland über Ankündigungspolitik Verunsicherung zu schaffen, haben Bundesrat, Nationalbank und EBK gehandelt. Dafür gebührt ihnen Lob und keine populistische Kritik. Unsere Institutionen haben den Stresstest bestanden. (...) Drittens ist das Rüstungsprogramm 2008 zu verabschieden. Diese 900 Millionen Franken sind wirksamer als künstliche Konjunkturprogramme und sichern Tausende von Arbeitsplätzen über mehrere Jahre. Viertens: keine Geldverschwendung für Konjunkturprogramme! Dank der Finanzpolitik von Bundesrat Merz haben wir Munition gegen die Krise. Diese Munition darf aber nicht mit Konjunkturprogrammen wild verschossen werden. (...) Wir alle - Rechts und Links, Jung und Alt, Export und Binnenmarkt, Banken und Industrie -, sitzen im gleichen Boot.
more of that Jazz. So richtig wohl ist Pelli wohl nur in Myanmar.

P.S. <a href="zappadong.blogspot.com" target=_blank">Übrigens.


... link (no comments)   ... comment



Abt. Sparmassnahmen – heute: bei Axel Springer


Wie wir dem Klein Report entnehmen, verzichtet die Axel Springer AG im kommenden Jahr auf «alle Feiern, Empfänge und Galas im gesamten Konzern». Das gilt auch für den Schweizer Ableger. Der Fernsehpreis von «Tele» und «TV-Star» soll auf das erste Halbjahr 2010 verschoben werden. Der «Prix Courage» des «Beobachters» soll auch 2009 vergeben werden, die Galaveranstaltung wurde gestrichen. Die Überreichung, nehmen wir an, wird im familiären Rahmen stattfinden.


... link (no comments)   ... comment


Montag, 8. Dezember 2008


Abt. Geld verdienen im Internet – mit Links


Schon ein paar Tage alt, verdank dem Internet aber immer noch lesenswert und auch abrufbar ist der Artikel von Harald Staun in der FAZ:

Die Angst, dass das Internet selbst seriöse Politjournalisten zu quotengeilen Sensationsreportern macht, resultiert vor allem aus einem Missverständnis – leider aus einem, dem auch viele Chefredakteure der Online-Medien unterliegen. Noch immer gilt die Anzahl der Klicks, die ein Nutzer auf einer Seite abgibt, die „Page Impressions“, als inoffizielle Maßzahl für die Reichweite einer Seite. Der Versuch, die Klickzahlen immer weiter zu steigern, führt nicht nur zu einer unverkennbaren Boulevardisierung fast aller Online-Medien, sondern auch zur Neuerfindung ganzer journalistischer Genres wie der Bildergalerie.
Wo er recht hat … Ketzerischer-, aber natürlich sinnvollerweise empfiehlt Herr Staun, den Lesern einen Mehrwert zu bieten, indem man gute Links setzt, auch wenn sie von der eigenen Seite wegführen. Lustigerweise nennt er aber eine ganze Reihe interessanter Websites, deren Adressen man dann abtöggeln muss.


... link (no comments)   ... comment



Abt. Room with a view


Abendrot, keine Not!

... link (no comments)   ... comment


Sonntag, 7. Dezember 2008


Über die planke


... die eu will den somalischen piraten den krieg erklären. nach eigenem gutdünken piratenboote versenken, schiffe kapern und die dabei gefangenen somalier an das land ausliefern, aus dem das angegriffene schiff kommt.

weit weniger blut, blei und geld würde es kosten, wenn die eu die somalischen küstengewässer vor spanischen, japanischen, koreanischen, chilenischen und anderen industriefischern schützen würden, die den somalischen küstenbewohnern die fischgründe kaputtgemacht und ihnen damit die lebensgrundlage geraubt haben. übrigens dienten die ersten «piratenboote» tatsächlich der selbstverteidigung der küstenfischer gegen die schwimmenden fischfabriken. aber schnell haben die somalis gelernt, das piraterie den fischfang nicht nur ersetzen kann, sondern auch ungleich mehr abwirft.


... link (one comment)   ... comment



Abt. Fehr verstehen - heute: Ökonomie = Theologie


In unserer lockeren Serie über den aktuellen Schweizermeister in Oekonomie, Ernst Fehr, bringen wir heute einen [kommentierten] Ausschnitt eines Interviews, das der Spitzensportler unlängst einem Fachblatt für kritische Nachfragen gewährte. Zur Einleitung sei kurz daran erinnert, dass Fehr sich seinen Titel hohlte unter anderem im intellektuellen Hochsprung mit der Spitzenleistung: "Während der Homo oeconomicus nach klassischer Auffassung auf die unmittelbare persönliche Gewinnmaximierung bedacht ist, weist der Preisträger in seinen Forschungsarbeiten sehr überzeugend nach, dass Individuen ein ausgeprägtes Gefühl für Fairness haben und die Zusammenarbeit fördern." Und nun zum Interviewausschnitt:

woz: Die Soziologie und die Ethnologie untersuchen soziales Verhalten seit Jahrzehnten. Man weiss schon lange, dass Menschen nicht nur rational und eigennützig handelten. [nice try, aber schief gezielt! Welche "Irrationalität" meint die woz? Mal schauen, wo Fehr anbeisst:]

Fehr: Ich glaube, dass diese Wissenschaften wichtigen und interessanten Fragen nachgehen. Aber viele der dabei verwendeten Methoden und Theorien überzeugen mich nicht.

woz: Wie bitte? [Nimm doch die Petersilie aus den Ohren!]

Fehr: Wenn wir in kulturübergreifenden Studien zeigen, dass es in verschiedenen Kulturen unterschiedliche Normen gibt, dann sagen viele Ethnologen oder Anthropologen: Das wissen wir doch schon lange. Aber das stimmt nicht! Sie glauben nur, dass sie es wissen. [SEG, SAG, SGS macht Platz, hier kommt Alex Ernst!] Denn sie haben keine Instrumente, um etwa den Altruismus zu messen [was sagt Dein Altru-O-Meter heute?]. Wenn wir exakter werden wollen, braucht es Experimente. Wenn ich wissen will, ob Angst das Verhalten beeinflusst, dann brauche ich zwei Gruppen, die ich vergleichen kann - eine ängstliche und eine nicht ängstliche. [Kennen Sie den? Sehen zwei Gruppen ein Splattermovie...]

woz: Die Wirtschaftswissenschaft ist doch keine exakte Wissenschaft.

Fehr: Wir werden immer exakter. (...)

woz: Das ist doch das Problem der Ökonomie: Mit allerlei mathematischen Modellen, auf die sich Analysten und Ökonomen dann stützen, gaukelt man eine Sicherheit und Exaktheit vor, die es gar nicht gibt.

Fehr: In meiner Studienzeit hatte ich manchmal den Eindruck, dass die Ökonomie mehr Theologie als Wissenschaft ist. Das hat sich in den letzten Jahren aber geändert. [Heute ist die Theologie mehr Ökonomie?] Vielleicht braucht es einen Generationenwechsel, die Leute sind heute viel offener für neue Ideen.

woz: Dennoch steckt noch immer viel Ideologie dahinter. [Die WoZ als Organ der Ideologie der Ideologiefreiheit? think twice!]

Fehr: Sicher. Die Wirtschaftswissenschaft muss sich öffnen. Ökonomie wird auf ­eine sehr sonderbare Art unterrichtet. In einem Mikroökonomielehrbuch findet man fast oder gar nichts Empirisches. In allen anderen Wissenschaften lernt man empirische Tatsachen, in der Wirtschaftswissenschaft ist alles nur Spe­kulation, keine Empirie. Das ist ein Skandal! Die ganze Grundausbildung ist empiriefrei. Es gibt kein Wechselspiel von Modellen und Empirie. Das ist das Problem: Die jungen Ökonomen lernen die Modelle und glauben, die stimmen.

So funktionieren wohl Religionen (Es gibt nur einen Index, das ist Dow Jones, und Reuters ist sein Prophet). Aber Wissenschaft? Was meint wohl Kloster St. Gallen zu Häretiker Fehr? Kann sich bitte mal jemand mit ausreichend Zeit und intellektuellem Polster an eine kritische Fehr-Lektüre machen? Freerk Huisken oder Peter Decker oder sonst jemand aus dem Umfeld des GegenStandpunkt, übernehmen Sie!


... link (no comments)   ... comment


Samstag, 6. Dezember 2008


Abt. Das Wetter


Vorbehältlich weiterer Beiträge beschliessen wir unser Programm mit der aktuellen iPhone-Wetterprognose von Yahoo bzw. Weather.com. Dass es keine weisse Weihnachten gibt, hat sich ja abgezeichnet. Aber ob ich morgen wirklich im T-Shirt rumrennen kann?


... link (3 comments)   ... comment



Abt. subprime-Journalismus - heute: Das Magazin


Das Magazin füllt seine aktuelle Ausgabe ("Die Welt 2009") nahezu vollständig mit Übersetzungen aus dem Economist. Ergänzt um ein paar Zeilen der Chefs von Nestlé und Deutsche Bank. Warum Ruedi Strahm sich als Feigenblatt für diese neoliberale Kampfschrift hergab, muss er mit sich selber ausmachen. Billig, phantasielos, uninspiriert sind noch die netteren Adjektive, die einem zu diesem Vorgehen des Magazins einfallen. Liegt's am Aktienkurs von tamedia? Oder traut sich das Blatt einfach noch nicht dazu zu stehen, dass es auf die ideologische Linie der Weltwoche eingeschwenkt ist?


... link (7 comments)   ... comment



Abt. enemy combatant - heute: according to Weltwoche


Wer sich fragte, wo die Weltwoche wohl die Aesthetik ihres jüngsten Titelblattes abgekupfert hat... ...dem / der kann geholfen werden: Was mag die Postille damit insinuieren, wenn sie die Mitglieder der "Gruppe 13" optisch parallelisiert mit den Mitglieder der RAF? Andreas "Baader" Gross übernehmen Sie!


... link (no comments)   ... comment



Abt. Geili Kääre - heute: Santas Schlitten


Um allfälligen Irrtümern vorzubeugen: Der Santiglaus fährt natürlich nicht Hummer. Sondern der Schmutzli, und das auch nur, weil die Karre von einem Sponsor gestellt wurde. Im Schwarzwald sei man mit dem Esel eindeutig besser unterwegs. All the fuzz.


... link (one comment)   ... comment


Freitag, 5. Dezember 2008


Abt. Wie entsteht - heute: das Abfallproblem


Schon zur Routine geworden, ist der Nachmittagessensche Besuch der Sanitären Anlagen. Verbinden tu ich solchigen meist mit der Lektüre von Köppels Hetzblatt. Diesmal jedoch flatterte mir "Beauty & Life" in die Hände. Wahllos aufgeschlagen sticht mir dieses Inserat in die Augen:

Schon den Titel ist etwas irreführend. Korrekter wäre da doch "Schleimhaut", oder Frau <a href=infam.antville.org" target="_blank">Roche?.

Dafür weiss ich jetzt, dass die Stöpsel aus 100 % Biobaumwolle sind. Aber nicht genug: Sie sind zudem noch aus natürlichen Materialeien hergestellt! Und "ausserdem entsteht durch ca. 45 Milliarden Hygieneartikeln etwa 90 % Plastikanteil aus Erdölderivaten ein erhebliches Abfallproblem."

Wie Supra zurecht fragt: Was les ich auch Tamponinserate...


... link (no comments)   ... comment


 
infamous for 8603 Days
Sperrfrist: 14.04.25, 05:43

Kontakt:
infamy-Kollektiv
Basel
E-Mail



status
Youre not logged in ... Login

menu
... infamy home
... such!
... topics
... 
... Home
... Tags

... antville home
... disclaimer


Februar 2026
So.Mo.Di.Mi.Do.Fr.Sa.
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
September




Für die Kaffeekasse:
Neuzugänge:
Abt. Keintunnel Nicht
vergessen, die Auto-Nerds wollen Milliarden in den Autobahnbau verlochen. Das ist sowas...
by bagger (02.09.24, 09:53)
Abt. Witz des Tages "Es
soll sogar prominente Klimakleber geben, die Flugreisen nicht grundsätzlich ablehnen,...
by bagger (15.06.24, 18:30)
Abt. Wohnschutz schützen Wenn die
Investoren husten, haben Basels Bürgerliche Grippe In einem beispiellosen Akt...
by bagger (15.06.24, 10:21)
Abt. Leckerschlecker The DEA
Northeast Laboratory (New York, New York) recently received a submission of...
by fuzzy (26.02.24, 12:06)
Abt. Wo-Wo-Wochenschau!
Männiglich fragte sich, was eigentlich Fonzis Leihkampffisch so macht. Die Antwort (oben) entnehmen...
by fuzzy (26.02.24, 12:04)
Abt. Schuss des Tages
by fuzzy (26.02.24, 12:02)
Abt. infamous Shooting
Foto: Fonzi Tromboni Gestern abend war grosses Fotoshooting im Studio zu Sankt...
by fuzzy (26.02.24, 11:55)
Abt. Keintunnel CH
Mehr Infos hier: https://www.umverkehr.ch/referendum
by bagger (23.09.23, 11:32)