Montag, 12. Januar 2009


Abt. Redensarten und woher sie kommen – heute: «Jemandem einen Bärendienst erweisen»


Nachdem euer treuer Fuzzy heute schon bei Herrn Löwenheck am Hasenberg war, ist der schöne Supra, seine Facebook-Freunde wissen es, gerade "auf dem Sprung zum Bär". Bevor er ging, wollte er noch wissen, woher denn eigentlich die Redensart "jemandem einen Bärendienst erweisen" komme. In Vertretung des leider nicht mehr zugegen seienden Ulspegels und unter Zuhilfenahme der Wikipedia hab ichs rausgefunden:

Die Redewendung „jemandem einen Bärendienst erweisen“ bedeutet, jemandem (ggf. guten Willens) einen Dienst zu leisten, dessen Resultat für den Empfänger arge Folgen hat.

Die Redensart dürfte eine ältere ost-, nord- und mitteleuropäische Metapher sein, weil der Bär bereits im Mittelalter als so unzähmbar und ungeschlacht galt, dass er als Arbeitstier untauglich schien.

Sonst hätte jetzt nämlich jeder von uns einen Bär zu Hause. Und wenn man am Morgen aus dem Haus ginge, würde man zu ihm sagen, "Bär, wenn ich heimkomm, hast du die Stube gesaugt und das Buffet abgestaubt". Da der Bär aber zu ungeschlacht ist, würde er ständig die Likörgläser aus dem Regal reissen. Und deshalb hat man ihn (fast) ausgerottet, den tollpatschigen Petz.


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Abt. Klimaschutz – heute: weniger googeln


Ein Harvard-Physiker will ausgerechnet haben, dass zweimal googeln gleichviel Kohlendioxid-Ausstoss verursacht wie einen 1 Liter Wasser zum Kochen bringen. Google streitet das natürlich ab und sagt, um gleich viel CO2 zu produzieren wie ein Auto auf einem Kilometer Fahrt, müsse man 1000 Suchabfragen starten, wobei man für diesen Vergleichswert (200g/km) wohl einen SUV gewählt hat. Wahrscheinlich liegt die Wahrheit in der Mitte, also ungefähr wenn ich 1x so richtig tief durchatme. Tipp für Klimabewusste: Die wichtigen Sachen könnt ihr auch mit einer Suchabfrage bei infamy rausfinden. Da bei uns keiner Auto fährt, ist die infamy-Suche gleichsam CO2-kompensiert.


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Abt. People you may know


Wie kommt mein Fuzzbook denn auf sowas?

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Abt. Gut Schein will keine Weile haben


Die beste aller Basler Tageszeitungen weiss, was sich gehört, weiss, dass sie die Leserinnen und vor allem Abonnentinnen, die sie noch hat, hegen und pflegen muss. Unter anderem mit exklusiven Vergünstigungen, die so exklusiv sind, dass es sie zum Teil gar nicht gibt, wie aus dem BaZplus-Gutscheinheftli hervorgeht: So zum Beispiel die oben abgebildete Reise per Cisalpino nach Mailand oder aber ein Gutschein für den Büchersupermarkt Thalia, der für alles gilt nur nicht für Bücher.


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Abt. bazille des Tages


Dienstag in einer Woche wird die beste aller Basler Tageszeitungen voraussichtlich voll sein von Vorschauberichten auf den Kleinbasler Festtag der drei Ehrengesellschaften, auch als Vogel Gryff bekannt. Heute ist Bärentag im Kleinbasel: Der Bär und die Bärengesellschaft stehen für das Miteinander und die Integration aller Bevölkerungsgruppen im Kleinbasel. Vielleicht sind da weniger LeserInnen der besten aller ... drunter als bei den Gewerbetreibenden, die sich am Vogel-Gryff-Tag bes .... Aber einen kleinen Hinweis im redaktionellen Teil, vielleicht etwas mehr als die bezahlten Zeilen in der Rubrik baz.agenda hätte es doch schon noch sein dürfen. Oder?


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Sonntag, 11. Januar 2009


Abt. It's not my fault!


a Gestern wurde die Wochenschau von den Hamashackern "überarbeitet". Zwar wurde nichts gelöscht, aber schreiende arabische Stimmen und dieses Bild wurden ganz prominent plaziert. Hoppla Schorsch.

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spassiges demonstrieren


da die ideologische diskussion über den gaza-krieg zu ruhen scheint, ein verspäteter demobericht. denn ausser den sensationellen 7-10'000 teilnehmern gibt es auch skurriles zu berichten. so fürchteten die organisatoren den vorwurf des antisemitismus wie der teufel das weihwasser. drum redeten von den schweizer rednerInnen lediglich eine dame von der gsoa, joseph zysiadis (pda), der von mir verehrte basler islamistik-professor edward badeen und - man höre und staune - sp-nationalrat àndre daguet - äh - tacheles. die grünen und andere redner konnten es nicht lassen, zuerst mal die hamas anzupissen (lustigerweise wäre die gelegenheit dazu nächste woche an der pro-israel demo). dass ausgerechnet daguet so klar und deutlich darauf beharrte, dass das «hier eine solidaritätskundgebung mit palästina und nichts anderes» sei, ist um so erstaunlicher, als die sp-spitze sich recht uneinig sein soll, wen sie jetzt wie unterstützt. gerüchtehalber soll sie auch die israeldemo unterstützen. naja, der zionismus hatte immer schon einen starken labour-flügel. neben den gemässigten redebeiträgen (wobei ein deutsch referierender palästinenser jede zeile seines manuskripts einem zensor zeigen musste, bevor er sie laut aussprach), gab es eine liste mit verboten. unerwünscht waren (unter anderem): jede form von antisemitischen äusserungen, darstellungen etc. vergleiche von davidsstern und dem hakenkreuz oder israel und nazideutschland, allzu antiwestliche islamismem und hamas-flaggen. zumindest auf deutsch und französisch hielten sich (bis auf einen kleinen trupp autonomer) die meisten daran. lustigerweise reite sich die gps mit ihren fahnen ausgerechnet hinter der einzig sichtbaren hamas-flagge ein. die grüne farbe der flagge verleitete die gps wohl zu dem irrtum, sie folgten einer arabischen umweltorganisation.

na ja: sich als atheistischer demonstrant auf einmal in einer kleinen gasse von «allah u ackbar» brüllenden truppe eingeklemmt zu finden, ist zugegeben befremdlich. auch der kauf solidarischer devotionalien war nicht ganz unproblematisch. erstens gab's nur billige nastücher mit kefia-aufdruck und keine echten kefias (die ich wegen ihrer funktionalität sehr schätze). zweitens gab es allerlei tuchwaren mit arabischen schriftzügen, gekreuzten krummsäbeln und moscheen zu kaufen. wäre ich sicher gewesen, dass die tücher mit dem logo der al aksa brigaden (fatah), bedruckt waren, hätte ich wohl eins gekauft. aber vielleicht stand auch drauf, jagd die judenhunde ins meer. da die leute mit den tüchern nur französisch und arabisch konnten war eine klärung der frage nicht möglich. überhaupt war die demosprache französisch. und in der sprache kenn ich nur zwei sätze: «nic ta mere» (wahlweise nic la police) und «un pression silwu plä ». als ich ausnahmsweise auf den ruf «george bush» nicht mit assassin sonder mit «n.t.m.» antwortete, erntete ich böse blicke von sittenstrengen muslimInnen. er soll zwar in der hölle braten, aber seine mutter ficken, soll schorsch bush dann doch nicht. alles in allem ein seltsames demoerlebnis. früher, bei den beiden intifadas war der fall klar: linke und mindestens laizistische palästinenser, jede menge linke kurden und türken und linke schweizer. heute gesellen sich dazu erzkonservative muslime jedweder herkunft und ein heer von helvetischen humanistenweicheiern, die sich nicht getrauen, einen einzigen klaren satz zu formulieren. und wenns nicht so viele türken hätte, wär wohl auch noch der eine oder andere nazi aufgetaucht. solidarität ist kompliziert geworden.


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Samstag, 10. Januar 2009


Abt. Was macht eigentlich... - heute: Michael Stipe?


Er verkauft neuerdings Velos in Basel. 10.01.2009


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Abt. Pendlerglück


Pendlerglück powered by Wirtschaftsförderung Region Olten

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Freitag, 9. Januar 2009


Abt. Claracam – heute: The Sky's the Limit!


Schwindelfrei und todesverachtend ohne Netz und doppelten Boden hat unser Held das Gerüst an der Rückenfassade der Clarakirche hochgezogen. Als ich das Büro verliess, war er immer noch dran. Aber was er dort oben will, weiss keiner.


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wer noch ein herz hat ...


Demo gegen die Bombardierungen im Gaza-Streifen Datum: 10.1.2009 um 14:30

Stichworte: Nahost, Antikrieg

Schützenmatte, Bern Kontakt Email: bern@gsoa.ch

Nach dem schrecklichen Angriff Israels auf den Gaza-Streifen finden auf der ganzen Welt Protestaktionen und Demonstrationen statt. Auch in der Schweiz wurden das Entsetzen und die Verurteilung der Lage im Nahen Osten mit regionalen Protestaktionen auf die Strasse getragen.

... und morgen nichts dringendes zu tun, fährt nach bern: Gesamtschweizerische Demonstration gegen die Bombardierung des Gazastreifens

Besammlungsort ist die Berner <a href="map.search.ch."target="blank">Schützenmatte. Keine Ausrede für Langschläfer und Einkäufer: Besammlung ist erst am 14:30 Uhr. Der Demozug startet um 15 Uhr.


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Abt. Honni soit …


Im neuen Kupon Katalog von Multibus, dem "Marktführer in der Haushaltswerbung", gibt es Rabatt-Gutscheine für TV-Zeitschriften, Reiz- und Abschreck-Wäsche, Bequemschuhe, Verjüngungspillen, Schlankheitsserum, Panflöten-CDs, Porno-DVDs, Enthemmungstropfen, Spermaturbo- und Potenzpillen, Geistheilung und vieles mehr. Ah ja, und die Zeitschrift "Baby Butt".


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infamous for 8602 Days
Sperrfrist: 14.04.25, 05:43

Kontakt:
infamy-Kollektiv
Basel
E-Mail



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Abt. Keintunnel CH
Mehr Infos hier: https://www.umverkehr.ch/referendum
by bagger (23.09.23, 11:32)