Freitag, 18. Dezember 2009


Abt. Jööö, Schnüffi!™


telegraph.co.uk

Fast wär ich drauf reingefallen. Aber sind ja gar nicht zwei, sondern drei Schnüffis im Bild.


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Abt. On the road again - heute: Google Street View


Dem Netzwoche-Ticker entnehmen wir, dass Google Street View wieder unterwegs ist. Allerdings darf Google die Bilder gemäss Vereinbarung mit Datenschützer Thür vorläufig nicht aufschalten. Ausserdem muss Google die Aufnahmen im Voraus ankündigen. Damit wir uns rechtzeitig um-, ver- oder entkleiden können.


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Abt. Schlapphutpropaganda - heute: Drohnen Hacker


Die NZZ und viele andere unbedarfte copy/paster, fallen auf die Wall Street Journal Geschichte rein, die behauptet, Aufständische in Irak hätten US-Drohnen gehackt. Sie haben die Drohnen etwa so gehackt, wie Du die Telefonleitung Deiner Nachbarn hackst, wenn Du durch die Wand jedes Wort hörst, wenn sie am Telefonieren sind. Warum? Offenbar gibt's eine Software namens SkyGrabber aus Russland, die verkauft wird als Werkzeug, um den Internetdatenverkehr vom Himmel, von den Satelliten, mitzuschreiben. Internet per Satellit ist nicht sehr verbreitet, aber es existiert. Die Satelliten sind sowas wie Datenduschen. Sie senden von ganz weit oben einen Datenstrom zur Erde auf ein Gebiet, das sich über tausende von Quadratkilometer erstreckt. Wenn Du so dein Internet beziehst, sind in dem dicken Strahl, der die grosse Fläche trifft, ein paar wenige Tröpfchen drin für Dich: die an Dich adressierten Bits und Bytes. Deine Empfangsanlage schluckt den ganzen Datenstrom und filtert daraus die an Dich adressierten raus. Der Rest, die Bits, die Dich eigentlich nichts angehen, verschwindet im Müll. Nicht so mit SkyGrabber. Das Programm behauptet, es könne auch aus all den Bits und Bytes, die NICHT für Dich sind, die Inhalte extrahieren, die darin transportiert werden. Filme, Audios, Bilder, Texte: Alles, was all jene am Downloaden sind, die dieselbe Satelliten-Datendusche benutzen wie Du:

SkyGrabber is offline satellite internet downloader. It intercepts satellite data( movie, music, pictures ) that downloading [sic!] by other users and saves information in your hard disk. So, you'll get new movie, best music and funny pictures for free. You don't have to keep an online internet connection. Just customize your satellite dish to selected satellite provider and start grabbing. SkyGrabber has simple and attractive GUI, powerful filter system and flexible settings. If you want to have newest software for free, SkyGrabber is your choice.
Nehmen wir mal an, das funktioniere grundsätzlich, wie es auch vor 5 Jahren schon bei heise stand, Bezug nehmend auf Arbeiten an der Ruhr Uni Bochum. Was heisst das jetzt für die Drohnengeschichte? Das WSJ behauptet, mit diesem Tool namens SkyGrabber sei es möglich, das Videosignal von Predator Drohnen zu empfangen, weil das Signal von der Drohne zum Boden nicht verschlüsselt werde:
The potential drone vulnerability lies in an unencrypted downlink between the unmanned craft and ground control. The U.S. government has known about the flaw since the U.S. campaign in Bosnia in the 1990s, current and former officials said. But the Pentagon assumed local adversaries wouldn't know how to exploit it, the officials said.
Ist das US Militär so grobfahrlässig? Schickt es tatsächlich einfach unverschlüsselte Videostreams in TCP/IP-Päckchen von der Drohne zum Boden? Nicht nur John Biggs hat da seine Zweifel. Und wer jemanden, der ein 30 Franken teures Tool, zu kaufen an jeder Internetecke, einsetzt, um unverschlüsselte Daten passiv mit zu protokollieren, einen "Hacker" nennt (oder Agenturmeldungen, die das tun, weiterverbreitet), hat a) nichts begriffen und betreibt b) Panikmache, die letztlich trotzdem gerade jenen nützt, die in dieser Geschichte für einen kurzen Moment als die Dummen dastehen, langfristig aber von der provozierten Angst profitieren.

UPDATE: Laut Wired lässt sich für 26$ das Videosignal eines jeden Flugkörpers der US Armee mitverfolgen. Wenn das stimmt, sind die tatsächlich dümmer als die Militärpolizei erlaubt. Ob die helvetischen Drohnen auch so leicht anzapfbar sind? Dann schauen wir die nächste EM in der Schweiz durch deren Augen! Das ist ein Müsterchen davon, was sie sehen, aus dem offiziellen Demovideo:


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Donnerstag, 17. Dezember 2009


Abt. Der Turmbau zu Basel


Das alte Projekt einer 154 Meter hohen spiralförmigen Doppelhelix wurde erfolgreich gebodigt, jetzt kommt der Basler Pharmakonzern Roche mit einem neuen, noch höheren Turmprojekt. 175 Meter soll er hoch werden! Während die ganze Städtebauszene rätselt, wie denn der neue Turm aussehen könnte (Roche gibt Projektdetails erst ab 18 Uhr bekannt), kann infamy eine Fotomontage des Projekts veröffentlichen, die ihr zugespielt wurde. Allerdings könnten die Bauherren bei diesem, Projekt mit dem Volk in Konflikt kommen!


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Abt. Neulich am Klimagipfel


Kopenhagen wird nun doch nicht in Hopenhagen umbenannt, sondern in Kloppenhagen.

Update: Und hier noch der Korrespondentenbericht von meinem just nach Kopenhagen umgezogenen Ex-Nachbarn:

Actually, I was very close to it. But managed to get out in time. There has been lots of rioting, police and mass-arrest of people in Copenhagen. Police are everywhere. But yesterday it has started to snow and the whole city (in fact the whole country) is buried under snow. So it may cool things off a little. But yes it´s a jungle in here.


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Abt. Verhetzt und verherrlicht - heute: das Volk


Da wird sich Bischof Koch aber wundern, zwischen welche Headlines er als Co-Autor des Vatikan-Stücks auf dem Titelblatt der neuen Weltwoche eingequetscht ist. Über ihm geht es um gewalttätige Ausländer, die "Jagd auf Einheimische" machen. Unter ihm wird ein Stück von Roger K. himself angepriesen, der belegt, dass Hitler gar nicht vom deutschen Volk gewählt wurde. Vermisst haben wir eine medizinhistorische Abhandlung von Dr. Mörgeli über den Begriff "Volk" und den Beitrag der deutschen Wissenschaft zu seiner Definition als biologisch-genealogische Abstammungsgemeinschaft.

Lesen Sie in der nächsten Weltwoche: Wer wirklich in Polen einmarschierte.


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Mittwoch, 16. Dezember 2009


Abt. Jööö, Schnüffi!™


MagSafe macht Midinetten glücklich.


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Abt. Frage des Tages: Todesstrafe für Schwule?


guardian.co.uk

"Should homosexuals face execution?" wollte die BBC von ihren afrikanischen Hörern wissen. Und nicht etwa, weil ihr nichts Blöderes in den Sinn kam. In Uganda wird gerade ein Gesetz diskutiert, das gewisse homosexuelle Handlungen unter Todesstrafe stellen soll.


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Abt. One less - heute: SR DRS / SF


So sieht ab 2011 das Organigramm des Medienhauses aus, das entsteht aus der heute beschlossenen Fusion von SR DRS und SF. Und das sind zwei Ausschnitte aus dem Communiqué (srg-d-konvergent (application/pdf, 38 KB) ):
Der nationale Verwaltungsrat SRG SSR idée suisse hat heute das publizistische und betriebliche Gesamtkonzept «Medienkonvergenz SRG.D» gutgeheissen. Damit hat er grünes Licht für die Konkretisierung der Zusammenlegung von Schweizer Radio DRS und Schweizer Fernsehen SF gegeben, welche im Juni 2010 entscheidungsreif und am 1.Januar 2011 vollzogen werden soll. Den Regionaldirektor oder die Regionaldirektorin wird der VR SRG SSR voraussichtlich im Juli 2010 auf Vorschlag des Regionalvorstandes der SRG Deutschschweiz (SRG.D) wählen. (...) Sechs Programmabteilungen Einen grossen Stellenwert hat die neue Abteilung Programme mit den reichweitenstarken Radioprogrammen DRS 1 und DRS 3 ebenso wie DRS Musikwelle, DRS Virus und Swiss Pop. Zur Abteilung gehören weiter die TV-Programmplanung und als vektorübergreifende Bereiche die Multimedia-Zentraldienste und die Gestaltung. Die Abteilung Programme wird damit den Auftritt der SRG.D im Publikumsmarkt wesentlich prägen. Für Radio und Fernsehen wird es zwei separate Informationsabteilungen geben. Im publizistischen Kernbereich ist eine Binnenkonkurrenz aus medienpolitischen Überlegungen erwünscht. Die Online-Redaktionen der beiden Informationsabteilungen werden eng zusammenarbeiten, teilweise auch zusammengelegt, und ihre Arbeit auf ein einziges, gemeinsames Angebot ausrichten. Hinzu kommen konvergente Redaktionen im Konsum- und Servicebereich. Die SFAbteilung Kultur und die SR DRS-Abteilung DRS2 werden in einer neuen Abteilung Kultur zusammengelegt. Fachredaktionen, die bisher doppelt geführt worden sind, werden zusammengeführt (z.B. Religion und Gesellschaft, Literatur oder Film). Sie verantworten sowohl Radio- als auch TV-Sendungen und liefern der Kulturplattform im Internet Inhalte zu. DRS2 wird innerhalb dieser Abteilung von einem Bereichsleiter am Standort Basel geführt. Die Kulturabteilung wird an zwei Standorten, Zürich und Basel, arbeiten. Der Abteilung Unterhaltung wird die Kinderredaktion zugeordnet, die für alle Vektoren aus dem Zürcher Radiostudio arbeitet. Die Sportredaktion des Radios, bisher ein Bereich der Abteilung Information von SR DRS in Bern, wird in die deutlich grössere SF-Abteilung Sport integriert und zieht nach Zürich um.
Zufällig ist unlägst grad das Resultat einer von der SRG initiierten Salärvergleichsstudie herausgekommen. Das wurde separat vor einigen Tagen kommuniziert:
Die SRG SSR hat kürzlich einen Salärvergleich in Auftrag gegeben, dessen Resultate jetzt vorliegen. Die Untersuchung ermöglicht Vergleiche innerhalb der Medienbranche und dokumentiert Veränderungen seit der letzten Studie von 2002. Während die Durchschnittslöhne in der gesamten Medienbranche von 2000 bis 2002 um 3 Prozent gestiegen waren, sind sie seit 2002 um 3,3 Prozent gesunken. Gründe dafür sind der erhöhte Kostendruck auf die Printmedien und die Verjüngung der Belegschaften – gerade bei den erfolgreichen Gratiszeitungen. Im Unterschied zur Branche hat sich bei SR DRS das Lohnniveau von 2002 bis 2009 im Schnitt um 4 Prozent erhöht. Die Studie zeigt auch, dass SR DRS innerhalb der SRG SSR die höchsten Durchschnittslöhne im journalistischen Bereich zahlt. (...)
Wenn Deine Arbeitgeberin einen Branchen-Lohnvergleich in Auftrag gibt, der rausfindet, dass sie die höchsten Saläre zahlt, und das Resultat Dir so mitteilt, dann weisst Du, was es geschlagen hat.

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Abt. Ohne Worte


Blick-Titel von heute.

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Dienstag, 15. Dezember 2009


Abt. Zwei Mal Weihnachten - heute: für Drogenbosse


Uebrigens schrieb The Observer am Sonntag, die Gewinne aus dem globalen Drogenhandel hätten eigentlich die Finanzwelt gerettet, sage der Chef der UN-Anti-Drogen-Behörde. Nur die Corleones der Welt seien vor einem Jahr noch liquide gewesen. Und woher kam die Evidenz?

Antonio Maria Costa, head of the UN Office on Drugs and Crime, said he has seen evidence that the proceeds of organised crime were "the only liquid investment capital" available to some banks on the brink of collapse last year. He said that a majority of the $352bn (£216bn) of drugs profits was absorbed into the economic system as a result. (...) It is understood that evidence that drug money has flowed into banks came from officials in Britain, Switzerland, Italy and the US.
Nun ja. In einem Interview mit Profil hat er die Geschichte schon vor fast einem Jahr erzählt. Da stand allerdings noch nichts drin von "evidence ... in Switzerland". Mal schauen, ob die Geschichte noch Kreise zieht...


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Abt. Zitat des Tages - heute: Schwule in der SVP



«Jeder soll im privaten Bereich leben, wie er es für richtig hält. Aber niemand soll sein Schwulsein in der Öffentlichkeit zelebrieren und es für politische Zwecke nutzen.» SVP-"Hardliner" Hans Fehr im Blick


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Abt. Schuss des Tages
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Abt. infamous Shooting
Foto: Fonzi Tromboni Gestern abend war grosses Fotoshooting im Studio zu Sankt...
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Abt. Keintunnel CH
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