Mittwoch, 27. Januar 2010


Abt. Opium fürs Volk


Zwar konnte der arme Hans Kaufmann/SVP/ZH mit seinem Boykottaufruf gegen deutsche Autos nicht so recht reüssieren, aber um ihr noch vom Minarett-Verbot so schön berauschtes Klientel weiterhin bei Laune zu halten, kredenzt unsere Volkspartei nun seinen anti-deutschen Cocktail mit neuer Rezeptur. Damit der vermeintliche Soft-Drink namens "Braune Fee" auch wirklich an jedem noch so schmuddeligen Stammtisch genossen werden kann, hier die Ingredienzen zum Selbermixen: Auf zwei Teile "Arbeitsplatzklau" geben wir je einen Teil "Identitätsklau" und einen Teil "Sozialschmarotzer". Damit dieser Gaumenschmeichler nicht zu bitter wird, süssen wir das ganze mit einer Prise "Dank" (fürs Schwarzgeld und Absatzmarkt der CH-Industrie). Am Schluss kommt noch ein ordentlicher Schlag "Selber Schuld" oben drauf. Serviert wird das feine Getränk am besten in einem Glas aus Schweizer Bergkristall. Im SVP-Shop gibt es übrigens die Gläser mit der Aufschrift "Schwob go Home" im praktischen 60er-Set. (120 CHF zzgl. Versand via Schweizerischer Post). Um dem Thema ordentlich Nachdruck zu verleihen, konnte die SVP eine Medienpartnerschaft eingehen. Künftig wird im dienstäglichen SVP-Stammtisch auf SF1 um 22.20 Uhr exemplarisch eine Sau durchs Dorf getrieben, die so blöd war und noch einen Deutschen u.a. in einer der folgenden Positionen angestellt hat: a) Professor b) Krankenpfleger c) Journalist d) Handwerker e) Manager f) Arzt g) Sekretärin Die Schweiz muss die Schweiz bleiben. Nächste Woche in der Weltwoche: Das Glas ist voll!


... link (2 comments)   ... comment



Abt. Kleinbasler Bräuche


Traditionellerweise ist der Basler Regierungspräsident Gast am Gryffemähli der drei E. Dieses Jahr indes ist der Regierungsrat offensichtlich nicht erwünscht. Warum keine Einladung erfolgte, weiss der Regierungsrat (bzw. der Regierungspräsident, der den Wild Ma bei seiner Ankunft beim Kleinen Klingental heute früh mit Willkommen hiess) nicht. Es könnte aber mit der Parkraumbewirtschaftung zusammenhängen, auf die das Kleinbasler Gewerbe ja besonders giftig reagierte.

Nein, das habe gar nichts zu bedeuten, beschwichtigte Regierungsrat Christoph Eymann heute Nachmittag. Schon früher habe es Gryffemähli ohne offizielle Regierungsbeteiligung gegeben, sagte er gegenüber infamy.

Und wir konstatieren, dass das Mähli nicht ganz ohne Regierungsbeteiligung ablief, denn Gesellschaftsbruder Christoph Eymann war zwar inoffiziell aber dennoch physisch vor Ort.


... link (no comments)   ... comment



Abt. Migranten-Chat


Roger Schawinski: Lieferte er Sat1 den Tipp, den Club einzukaufen?

Nach dem grossen Erfolg des gestrigen Zischtigsclubs über die Deutschen in der Schweiz wurde für die nächste Woche ein weiterer Migranten-Chat angekündigt. Diesmal geht es um die Türken in der Schweiz. Unter dem Titel "Kebab, Kopftuch und Kanaken - gibt es zu viele Türken in der Schweiz?" diskutieren: Ali Kebap, Plakat-Star der APG; Hans M., ehemaliger Wirt einer von Türken übernommenen Kleinbasler Quartierbeiz, Ali G., Autor des Türkisch-Schweizerisch-Dictionnaires "Nix verstehe?!" sowie ein noch zu benennender türkischstämmiger SP-Politiker aus Kleinbasel – und natürlich der unvermeidliche Christoph Mörgeli. Weil das Thema so brisant ist, hat Weltwoche-Chefredaktor Roger Köppel angekündigt, sich diesmal nicht durch einen Imitator vertreten zu lassen, sondern selbst zu kommen.

Wie wir überdies aus verlässlicher Quelle erfahren haben, hat der deutsche Privatsender Sat1 die gestrige Club-Sendung gekauft und will sie in voller Länge ausstrahlen. Im Anschluss diskutieren der ehemalige deutsche Finanzminister Peer Steinbrück, der neue Aussenminister Guido Westerwelle und der Oberbefehlshaber der Bundeswehr über die Frage: "Nach dem Minarett-Verbot die Deutschen-Sperre: Braucht es jetzt doch noch einen Krieg gegen die Schweiz?"


... link (2 comments)   ... comment



Abt. Iistige / Usstiige - heute: unter Erwachsenen


Aus dem Handelsamtsblatt entnehmen wir per heute:

MFE, Medien für Erwachsene AG, in Basel, CH-270.3.013.927-4, Aktiengesellschaft (SHAB Nr. 118 vom 23.06.2009, S. 9, Publ. 5083360). Domizil neu: Jacob Burckhardt-Str. 88, 4052 Basel. Ausgeschiedene Personen und erloschene Unterschriften: Deutsch, Hans Jürg, von Itingen, in Greifensee, Mitglied, mit Kollektivunterschrift zu zweien; Widmer, Franz C., von Basel, in Riehen, Mitglied, mit Kollektivunterschrift zu zweien; Hoffmann, Christoph Sven, von Basel, in Riehen, Präsident, mit Kollektivunterschrift zu zweien. Eingetragene Personen neu oder mutierend: Kögel, Karlheinz, deutscher Staatsangehöriger, in Baden-Baden (DE), Mitglied des Verwaltungsrates, mit Einzelunterschrift; Heeb, Christian, von Sennwald, in Riehen, Präsident des Verwaltungsrates, mit Einzelunterschrift [bisher: Delegierter mit Kollektivunterschrift zu zweien].
Deutsch, Widmer und Hoffmann sind draussen. Heeb und Kögel regieren alleine. Oder? Bereits erste Krisensignale beim Sender für Entlassene? Interessant auch die Verschiebung der Ausrichtung im Zweckartikel der Firma. Seit der Gründung im Juli 2007:
Aufbau und Betrieb eines Centers für Dienstleistungen aller Art im Medien- und Kommunikationsbereich mit einem publizistisch hohen qualitativen Versorgungsanspruch gegenüber den erwachsenen Nutzern. Die Gesellschaft kann sich an anderen elektronischen Medien beteiligen oder diese ganz erwerben, sich an anderen Unternehmen beteiligen, gleichartige oder verwandte Unternehmen erwerben oder sich mit solchen zusammenschliessen sowie Grundstücke erwerben, halten oder veräussern. Sie kann sich an anderen Unternehmen irgendwelcher Art beteiligen, solche gründen, übernehmen und mit ihnen fusionieren.
Seit Juni 2009:
Aufbau und Betrieb eines Centers für Dienstleistungen aller Art im Medien- und Kommunikationsbereich mit einem publizistisch hohen qualitativen Versorgungsanspruch gegenüber den erwachsenen Nutzern. Die Gesellschaft kann sich daneben an anderen Unternehmen irgendwelcher Art beteiligen, solche gründen, übernehmen und mit ihnen fusionieren. Sie kann Liegenschaften und Immaterialgüterrechte im In- und Ausland erwerben, belasten und veräussern sowie Zweigniederlassungen und Agenturen im In- und Ausland errichten. Im Weiteren kann die Gesellschaft für ihre Aktionäre oder für andere Gruppengesellschaften Sicherheiten bestellen und Garantien abgeben sowie ihren Aktionären oder anderen Gruppengesellschaften Darlehen gewähren.


... link (no comments)   ... comment


Dienstag, 26. Januar 2010


Abt. Schluss mit Blämbel


Jaja, ich weiss, man soll keine Witze machen mit Namen. Und schon gar nicht über Verletzte. Aber egal, es muss gesagt werden: Tanja lässt uns in Frieden! Das heisst: Die Blämbel-Gewinnerin von Turin hängt ihr Snowboard an den Nagel.

Wir wünschen ihr gute Besserung und viel Erfolg auf ihrem weiterem Werdegang als irgendetwas.


... link (one comment)   ... comment



Abt. Making of ... – heute: TSA-Kickoff-PK


War gar nicht so einfach, zum Medienzentrum des Bundeshauses vorzudringen. Denn die Zufahrt war aufgrund eines Besuches des chinesischen Ministerpräsidenten (oder war es der Vize?) offiziell gesperrt und erst noch von behelmten Polizisten gesäumt. Schlussendlich ging aber alles gut, und mit der Unterstützung von Herrn Bühler hatten der eine und der zweieinhalbte von Die Zwei schliesslich doch noch leichtes Spiel – und am Ende nicht einmal eine Parkbusse. Der Tagesschau von SF war der Aufwand allerdings nur 1:41 wert.


... link (2 comments)   ... comment



Abt. Vollkonvergenz - heute à la RTL 102,5


Wir schreiben den 1.1.11. Die Fusion von SF und Radio DRS zu SFRD ist vollzogen nach dem Prinzip "Jeder Rappen zählt - plus". SFRD startet in die vollkonvergente Zukunft. Es gibt nur noch ein Studio mit einen runden Tisch mit 3 fixen Kameras, unter denen alle 4 Sekunden ein Automat weiterschaltet. Zwischen den Wortstrecken laufen Musikvideos. Die Musikvideos sind das "plus" im Konvergenz-Prinzip. Das Personal besteht noch aus Urs Musfeld (Musikredaktion), Mona Vetsch & Sven Epiney (Moderation) und Franz Fischlin (alle Nachrichten). Die anderen 1'645 Stellen fielen dem Rotstift zum Opfer. Dabei wurde auch gleich der Name geändert in RTL 102.5 und der Studiostandort - aus Kostengründen - nach Mailand verlegt. Konzessionsgebühren sind abgeschafft. Alle sind zufrieden. Nur die SVP reklamiert. Sie fordert die sofortige Wiedereinführung der Arena. image So heftig, wie im Moment bei der SRG hinter den Kulissen die Karten unter dem Obertitel "Konvergenz" neu gemischt werden, würd ich nicht die Hand dafür ins Feuer legen, dass dieses Szenario NICHT realisiert wird. Bei RTL 102.5 geht's ja auch...


... link (2 comments)   ... comment



Abt. Hach, welch eine Überraschung!


Über 57 Prozent der Abstimmenden in der Schweiz haben bekanntlich für die Verankerung eines Minarettverbots in der Schweizerischen Bundesverfassung gestimmt. Das gfs-Forschungsinstitut hatte ein diametral anderes Resultat vorhergesagt, was nun das Institut für Politikwissenschaft der Uni Bern nicht davon abhielt, die Umfrage für die traditionelle Vox-Analyse eben durch dieses Institut durchführen zu lassen. Mit der Vox-Analyse will man jeweils die Beweggründe der Abstimmenden genauer ergründen. Die laut der besten aller Basler Tageszeitungen überraschenden Resultate:

Mit dem Ja zur Minarettverbots-Initiative wollten die Stimmbürger ein symbolisches Zeichen gegen die Verbreitung des Islams in der Schweiz setzen.
Hach, wie überraschend. Aber buddeln wir weiter in den Vox-Ergründungen ...
Das Stimmverhalten zur Minarettinitiative war stark vom Links-Rechts-Gegensatz geprägt: Die Linke lehnte sie mit über 80 Prozent Nein-Stimmen deutlich ab; die Rechte stimmte ihr fast ebenso klar zu. Entscheidend für den Ausgang der Volksabstimmung war deshalb das Verhalten der politischen Mitte.
... und wir können vor lauter Überraschung kaum mehr Luft holen. Bei einem Ja-Stimmen-Anteil von 57 Prozent sollen nicht nur die Rechten und Rechtsextremen den Ausschlag gegeben haben?

Wirklich Überraschendes lesen wir nun aber bei den Beweggründen, die zum generellen Verbot des Baus von Minaretten geführt haben sollen:

Konkrete Kritik an den in der Schweiz lebenden Muslimen gaben nur 15 Prozent der Ja-Stimmenden als Entscheidmotiv an. Die Zustimmung zum Minarettverbot kann damit nicht als generelle Ablehnung der in der Schweiz lebenden Muslime interpretiert werden.
Aha? Also waren es doch mehrheitlich ästhetische Bedenken, denn ...
Zudem erklärte sich eine Mehrheit von 64 Prozent aller Stimmenden voll oder ziemlich davon überzeugt, dass sich die schweizerische und die islamische Lebensweise gut vertragen. Auf das Stimmverhalten wirkte sich diese positive Einschätzung aber nicht aus. Auch diejenigen, welche von einer sehr guten Verträglichkeit ausgehen, stimmten dem Verbot des Baus neuer Minarette mit einem Ja-Anteil von 56 Prozent zu.
Also wenn eine grosse Mehrheit findet, dass sich die islamische und schweizerische Lebensweise gut vertragen würden, gegen was wollten diese denn gleichzeitig ein symbolisches Zeichen setzen?

Die Antwort auf diese Frage hätte uns doch vielleicht sogar wirklich überraschen können.


... link (one comment)   ... comment



Abt. Hormonaktive - heute: in der Haut


Weil ich hier schon länger nerve mit Mutmassungen über die Hormonaktivität von Inhaltsstoffen des Thermopapiers, erlaube ich mir kurz auf das Resultat der diesbezüglichen Recherchen zu verlinken. Immerhin habt ihr, die ihr Gebühren zahlt, die finanziert. Merci!


... link (one comment)   ... comment



Abt. Kleider machen Leute


Das Orchester der Gessler Zwillinge, die gegenwärtig durch die Schweiz touren, trägt Guayaberas von – na wem wohl? – Lacoba. Wenn ihr jetzt auch gleich welche bestellen wollt, seid gewarnt: Der Webshop ist ausser Betrieb. Die Restposten gibt's zum Sonderpreis, aber nur gegen persönliche Vorsprache.


... link (no comments)   ... comment


Montag, 25. Januar 2010


Abt. Fuzzynierende


Schon krank, aber irgendwie auch faszinierend, wozu Fans fähig sind: Aus Downtown Dometown erreicht mich das Bekenntnis, dass sich einer Fuzzy Peach ins Badewasser leere. Hoffentlich schmeichelt es ihm so wie mir!

... link (no comments)   ... comment



Abt. Tweet des Tages


Die alten Fürze von Wishbone Ash twittern nicht nur, sie rocken heute das Z-7. Wär eine Reise nach Pratteln wert, aber ich bin leider verhindert.

... link (6 comments)   ... comment


 
infamous for 8591 Days
Sperrfrist: 14.04.25, 05:43

Kontakt:
infamy-Kollektiv
Basel
E-Mail



status
Youre not logged in ... Login

menu
... infamy home
... such!
... topics
... 
... Home
... Tags

... antville home
... disclaimer


Februar 2026
So.Mo.Di.Mi.Do.Fr.Sa.
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
September




Für die Kaffeekasse:
Neuzugänge:
Abt. Keintunnel Nicht
vergessen, die Auto-Nerds wollen Milliarden in den Autobahnbau verlochen. Das ist sowas...
by bagger (02.09.24, 09:53)
Abt. Witz des Tages "Es
soll sogar prominente Klimakleber geben, die Flugreisen nicht grundsätzlich ablehnen,...
by bagger (15.06.24, 18:30)
Abt. Wohnschutz schützen Wenn die
Investoren husten, haben Basels Bürgerliche Grippe In einem beispiellosen Akt...
by bagger (15.06.24, 10:21)
Abt. Leckerschlecker The DEA
Northeast Laboratory (New York, New York) recently received a submission of...
by fuzzy (26.02.24, 12:06)
Abt. Wo-Wo-Wochenschau!
Männiglich fragte sich, was eigentlich Fonzis Leihkampffisch so macht. Die Antwort (oben) entnehmen...
by fuzzy (26.02.24, 12:04)
Abt. Schuss des Tages
by fuzzy (26.02.24, 12:02)
Abt. infamous Shooting
Foto: Fonzi Tromboni Gestern abend war grosses Fotoshooting im Studio zu Sankt...
by fuzzy (26.02.24, 11:55)
Abt. Keintunnel CH
Mehr Infos hier: https://www.umverkehr.ch/referendum
by bagger (23.09.23, 11:32)