Samstag, 4. Dezember 2010


Abt. Besetzt – heute: Wettsteinvilla


maps.google.ch

Weil sie die CMS an einen Privatinvestor verkaufen will und damit einmal mehr Freiräume bzw. ein halböffentlicher Raum der "sozialen Aufwertung" geopfert wird, haben BesetzerInnen die Wettsteinvilla heute in Beschlag genommen:

Von der Stadt und den Institutionen wünschen wir uns nichts – wir nehmen uns den Raum, den wir brauchen. Von nun an füllen wir die Räume mit unseren Ideen. Wir schaffen Raum für die Entstehung einer autonomen Schule, einen Ort für Diskussionen, Film, Konzerte, selbstbestimmten Wohnraum und Platz für «Niedrigkultur».
Dass die BesetzerInnen gebildet sind, zeigt sich an der Tatsache, dass ihr Pressecommuniqué drei Fussnoten hat. Mehr zur Besetzung unter www.wettsteinvilla.ch.vu.


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Abt. Qualitätsjournalismus – Heute: Meinungspluralismus


Es mag den einen oder die andere langweilen, dass hier einmal mehr die Voten breitgetreten werden, die der Chefredaktor und sein Kolumnist in der Samstagsausgabe der "Basler Zeitung" von sich geben. Kolumnist Max Frenkel hat offenbar aus einer Rede von Toni Brunner abgeschrieben, wenn er unter dem Titel "Angst vor dem Volk" schreibt:

"Doch das war nicht der Schluss, den die linkselnden Staatsrechtler, Soziologen und Journalisten aus dem Debakel zogen. Nein, wieder einmal wurde der Ruf laut, Initiativen müssten vor ihrer Lancierung von einer richterlichen Instanz auf die Vereinbarkeit mit dem Verfassungs- und vor allem mit dem Völkerrecht geprüft werden."
"Linkselnde Staatsrechtler"? Mit Verlaub: Das ist kein Meinungspluralismus mehr, das ist purer &%**/$£.

Und wenn wir schon bei &%**/$£ sind, blättern wir eine Seite weiter zu Markus Somms Leitartikel. Der handelt von Wikileaks-Gründer Julian Assange (Zum Titel "Robin Hood, Kindskopf oder Verbrecher" nur soviel: Robin Hood war vor dem Gesetz ein Verbrecher!):

"Er ist kein Held – und es ist zu hoffen, dass die Amerikaner ihn bald verhaften können. Selbstverständlich wünsche ich ihm nicht die Todesstrafe, weil ich grundsätzlich dagegen bin. Doch machen wir uns keine Illusionen: Hätte er chinesische oder russische Geheimnisse verraten, er wäre längst unter einer finsteren Brücke erschossen worden. Es spricht für die Amerikaner, dass er noch am Leben ist."
Was um Gottes Willen haben die Amerikaner, die die Todesstrafe nach wie vor kennen und fleissig vollziehen, damit zu tun, dass Assange noch am Leben ist?

Oder: Darf man unter dem Deckmantel Meinungsjournalismus das Denken an der Garderobe abgeben?


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Freitag, 3. Dezember 2010


Abt. Gerontokratische Weltenlenker


Nur gut, dass das Netz überhaupt noch steht, nach allem, was Julian angerichtet hat.

Lustig auch, wie die Schweiz unverhofft zum Hort wird, der politisch verfolgten "Cybernauten" Asyl gewährt, wir aber trotzdem nach Deutschland "surfen" müssen, um jene Kommentare über unsere eigenen aktuellen Tagesnachrichten lesen zu können, welche am ehesten dem entsprechen, was die Spatzen von den Dächern pfeifen.

Link: Financial Times Deutschland

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Abt. "Basler Zeitung" kündigt Kündigungen


Wir wissen, die Berufung von Markus Somm zum Chefredaktor und das inzwischen zumindest oberflächlich aufgelöste Beratermandat von Christoph Blochers Robinvest hat viele Abonnenten der "Basler Zeitung" dazu bewogen, ihr Abo zu kündigen. Die dadurch arg angeschlagene Zeitung, die sich ja so gerne an "mündige Leserinnen und Leser wendet", erklärt nun aber ihre abgesprungenen Abonnenten als unmündig:

"Ohne Ihren Gegenbericht, erlauben wir uns deshalb, Ihre Kündigung als gegenstandslos zu betrachten. Sollten Sie wider Erwarten, daran festhalten wollen, bitten wir Sie um eine kurze Benachrichtigung."
Die Kündigung als gegenstandslos betrachten! Eine vertrauensbildende Massnahme ist das nicht wirklich.


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Abt. Hallo Nachbar: Wikileaks zügelt in die Schweiz


Ob Assange selber schon am Claraplatz ist, muss ich gleich mal nachsehen, die Daten jedenfalls sind jetzt offiziell in der Schweiz, twittert Wikileaks.

468: Wikileaks zügelt Daten in die Schweiz. // Wikileaks.org von US-Domainverwalter everydns abgeschaltet. // Boykottaufrufe gg Amazon wg dem Abstellen der Server.

here we go -> wikileaks.ch


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Donnerstag, 2. Dezember 2010


Abt. Asyl für Assange


Vielleicht wäre er in Ecuador angesichts unserer Ausländergesetze sicherer, aber anstandshalber sollte man dem Wikileaks-Mann doch Asyl anbieten, nachdem Interpol eine Fatwa gegen ihn ausgerufen hat. Oder?


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Abt. BaZ-Verkauf: Was (vielleicht) wirklich geschah


Wir erinnern uns: Ganz böse Mobber haben vor ein paar Tagen die Auslieferung der "Basler Zeitung" sabotiert. Viele Abonnenten fanden dann im Briefkasten keine Zeitung. Dazu gehörte auch das Ehepaar Suter in der Augustinergasse, das zu den treuesten "Abonnementen" zählt.

Frau Suter: "Du Moritz, hast du die BaZ schon aus dem Briefkasten genommen? Es ist keine da.

Moritz: "Nein Schatz, ich hab sie nicht."

Frau Suter: "Dann müssen wir uns eine kaufen. Moritz, könntest du die BaZ kaufen gehen? Ich habe nasse Haare."

Moritz: "Wie meinst du das? Gleich kaufen"?

Frau Suter: "Jetzt tu doch nicht so geizig, du kaufst doch sonst so gerne ein."

Moritz: "Wenn du meinst."

Moritz Suter stieg ins Auto, fuhr über irgendeinen Pass ins Tessin und kaufte die BaZ.

Wir bedanken uns bei Ärndscht B. für die Insiderinfos


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Mittwoch, 1. Dezember 2010


Abt. BaZ-Verkauf - heute: die Rolle von BastA!


Was hat Tettamanti schliesslich dazu bewogen, den Bettel hinzuschmeissen? Vielleicht war es BastA! und ihre geplante Störaktion? Denn: Vorschriftsgemäss und pflichtbewusst hatte die Partei die Polizei vermutlich am Donnerstag, dem 18.11., spätestens am 19.11., über ihre geplante Begleitmusik zu Herrn Tettamantis Vortrag orientiert. Die Ordnungshüter wussten, was sie zu tun hatten und meldeten die Neuigkeit, vermutlich am Freitagmorgen, brühwarm dem Präsidenten der statistisch-volkswirtschaftlichen Gesellschaft, Rolf Schäuble, VR-Präsident der Baloise. Die Polizei schilderte ihm sicher in den wildesten Farben, was seiner Veranstaltung drohe. Kaum hatte Schäuble das Gespräch mit dem Ordnungshüter beendet, befand er, leicht erbleicht, so ein Aufruhr sei für Redner und Publikum unzumutbar. Und entschied, die Veranstaltung abzublasen. Also griff Schäuble zum Telefon und rief umgehend Tettamanti an, um ihm seinen Entschluss mitzuteilen. Die beiden vereinbaren, dass die Oeffentlichkeit erst am Montag über die Absage informiert wird.

Richtigstellung 17:55 Offenbar ist die Angabe auf der Site der Baloise über Schäuble veraltet. Präsident der Gesellschaft ist laut Regionaljournal von SR DRS Ulrich Vischer. Und er sagte im Regionaljournal vom 26.11., er habe am Freitag mit Tettamanti geredet. Er habe ihm die "Risikolage dargelegt". Und er, Vischer, habe sich entschieden, abzusagen. In der Aula ein "Radau", das wolle er einem Gast nicht zumuten.

Und vielleicht war es dieses Telefonat, das beim tessiner Financier das Fass zum Überlaufen brachte. Eine Stadt, die weit über 15'000 Leute retten wollen, wenn Blocher vor der Tür steht. Eine Stadt, in der hunderte ihr Zeitungsabo aus demselben Grund künden. Und schliesslich eine Stadt, in der die vornehm verschwiegene und gutbürgerliche statistisch-volkswirtschaftliche Gesellschaft einen Rückzieher macht, wenn die Linke mit Trillerpfeiffen droht: "Das ist kein Pflaster für mich", hat sich Tettamanti vielleicht gedacht. Und weil Leute wie er "keine Gefangenen" machen (Tettamanti über seinesgleichen im Tagi-Interview am 27.11.: "Das heisst, wir sind hart, aber wir vermeiden persönliche Gefühle. Denn wer heute mein Feind ist, kann morgen mein Partner sein. Sobald persönliche Gefühle ins Spiel kommen, macht man schlechte Geschäfte."), beschloss Tettamanti die Basler Übung so rasch als möglich abzubrechen. Da der Name Moritz Suter schon nach dem Kauf der BZM in seinem Kopf rumspukte als möglicher Verwaltungsrat, wählte er jetzt, es ist Freitag, 19.11., früher Nachmittag, dessen Telefonnummer. Den Rest der Geschichte kennen wir - einigermassen.

UPDATE (weil ich Pfeiffe das voll verpasst habe!): Dieter Kohler vom Regi Basel hat am letzten Donnerstag schon von Tettamanti on the record die Aussage bekommen, dass die Absage für den Vortrag der Auslöser für den Ausstieg war! Auf Kohlers Frage, ob Tettamanti am Montagabend, wenn er seinen Vortrag gehalten hätte, nichts gesagt hätte von dem Verkauf, weicht Don Tetta übrigens wortreich aus! Vielleicht war doch alles gaaaaanz anders...

Fazit: Mehr Regi hören! In Basel auf 90,6 MHz!


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Abt. It's not my fault! - heute: sbb.ch down


Also ganz down ist die Site nicht. Aber eine Fahrplanauskunft ist bei sbb.ch derzeit nur mit sehr viel Geduld zu bekommen, wenn überhaupt:

Auf Anfrage des <a href="www.netzwoche.ch target="blank">Netztickers bestätigt SBB-Mediensprecher Christian Ginsig: "Ja, wir haben momentan ein Problem mit unserem Online-Fahrplan." So sei dieser am Freitag (von 17 bis 22 Uhr), gestern (von 16.45 bis 23.15 Uhr) und heute (seit rund 09.50 Uhr) zum Teil nicht oder nur schwer erreichbar gewesen.

Die Ursache für den Teilausfall sei noch nicht bekannt, so Ginsig, der von einem "Schwergang" der Website spricht. Spezialisten der SBB seien aber bereits daran, das Problem zu lokalisieren.

Ich hab auch manchmal "Schwergang", das geht vorbei!


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Abt. Spiel mit dem Feuer - heute: Eric Cantona Zitat


Würden viele Leute gleichzeitig ihr Geld von der Bank abheben wollen, krachte das System zusammen. Mehr sagt Eric Cantona nicht in dem Zeitungsinterview in mehreren Variationen. Soweit so banal. Das gilt es festzuhalten. Cantona sagt nicht: "Geht hin und holt alle gleichzeitig euer Geld!" Seine Aussagen, die NICHT dazu aufrufen, haben nun aber einige in ihren eigenen Kontext gestellt und daraus einen Aufruf für genau das gebastelt. Und den 7. Dezember als Stichtag festgelegt. Sie schreiben ganz am Schluss ihrer Seite:

Nous remercions le footballeur Eric Cantona de nous avoir insufflé cette idée. Nous l’avons pris au mot. Les dés sont jetés. L’avenir nous dira si nous avons eu raison.
Und prompt stürzt sich die Journaille drauf. Es fällt ihr nichts anderes ein als weit herum (ORF, guardian, 20min, sogar die "Qualitätsmarke" journal21 etc. pp.) zu titeln wie der "Nachrichtenkanal" n-tv:
Aufruf zur Kontenräumung - Cantona spielt Revolution
Oder, noch falscher, WELT online:
Eric Cantona plant Revolution am Bankautomaten
Halten wir fest: Wer immer hier sein politisches Süppchen kocht, indem er Cantonas banale Aussage für seine Zwecke nutzt, die entstellende Darstellung kommt von den makopeipu-Medien ("markieren, kopieren, einfügen, publish" = makopeipu). Cantona war's nicht!


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Abt. Besucherstatistik


28'164 Besucher, 63'683 Seitenaufrufe, Ø-Verweildauer 04:17 Minuten: So viel Traffic wie im vergangenen Monat (Google-Analytics als PDF) war nie seit Beginn der Messungen auf infamy. Runtergegangen ist nur die Zahl der direkten Zugriffe (40%), was aber in erster Linie auf verweisende Websites wie rettet-basel.ch zurückzuführen ist. Herzlichen Dank an dieser Stelle!

P.S. Und eben, wir täten auch Inserate nehmen. Sogar das geschäftsschädigende BastA!-Ad hätten wir abgedru… äh aufgeschaltet.


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Abt. BaZille des (gestrigen) Tages – Telebasel schuld!


Weil die Berichterstattung der einzigen Zeitung am Platz auch hier für einige Verwirrung gesorgt hat, bringen wir ihre Berichtigung ebenfalls: BaZ Gestützt auf Telebasel und ohne die Zahl irgendwo gegenzuchecken, ist man geneigt hinzuzufügen. Die Demo vom Sonntag hat – ungestützt auf infamy – nach wie vor nicht stattgefunden.


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infamous for 8582 Days
Sperrfrist: 14.04.25, 05:43

Kontakt:
infamy-Kollektiv
Basel
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