Montag, 21. Februar 2011


Abt. Wo Basel am schönsten ist - heute: Ponte Chiasso


Was in Basel die Schwarzwaldallee... P1000544 ... ist am genau entgegengesetzten Ende des Landes diese Brücke in Ponte Chiasso: Autobahnbrücke Ponte Chiasso / Como Beides sind Flaschenhälse, durch die ein riesiger Anteil des Nord-Süd-Autoverkehrs rollt. Und plötzlich fragte ich mich: "Wie lange hält wohl der italienische Billigstbeton dieser Brückenpfeiler noch?"


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Sonntag, 20. Februar 2011


Abt. eins, zwei, tausend - heute: Flüchtlinge


Grad eben in der Spätausgabe der Tagesschau von SF:

Der Strom von Menschen, die in der Hoffnung auf Arbeit und Unterkunft ihre Heimat verlassen, reisst nicht ab. Auch heute wieder strandeten Flüchtlinge in Lampedusa, jener kleinen italienischen Insel rund 130 Kilometer von der Küste Tunesiens entfernt.
Dann Schnitt auf ein kurzes Filmchen, wovon dies ein Screenshot ist: Text im Off dazu:
Die 12 Leute sassen in einem kleinen Boot, das für so lange Überfahrten mit so vielen Passagieren völlig ungeeignet ist. (...)
Und dann darf der Chef des Grenzwachkorps erklären, warum er seine Leute ("Dokumentenberater mit ihrem HighTech-Equipment und / oder Spezialisten für die Luftüberwachung") unbedingt der Frontex aufdrängen will für den Einsatz in Lampedusa. Und damit der seinen Sermon loswerden kann, muss natürlich aus einer Barkasse mit 12 Leuten drin ein a) völlig übertriebener und b) mal wieder eine Naturgewalt-Metapher bemühender "Strom von Menschen" werden. Auch die NZZ ist sich heute nicht zu schade, die Hetze mitzumachen, damit Herr Noth zu Wort kommen kann:
Tausende Menschen flüchten gegenwärtig aus Nordafrika nach Europa.
Für ein realistischeres Bild verweisen wir gerne auf das Interview mit Elias Bierdel drüben bei der ARD.

Gemäss der italienischen Nachrichtenagentur ANSA sind heute zwei Boote in Lampedusa angekommen. Eines mit 40 und eines mit 13 Flüchtlingen. In den Gewässern vor der Insel gesichtet sind weitere 2 mit 100 und 40 Personen an Bord. Aber Lukas Häuptli von der NZZ ist es natürlich unbenommen, weiter von "tausenden" zu delirieren...


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Abt. Lückenfüller


Unfall Schifflände Am gestrigen Samstagabend war die Tramverbindung Barfi -> Claraplatz über Stunden unterbrochen. Weil bislang - so das Resultat meiner Blitzrecherche - ausser bei Radio Basel keiner den Zwischenfall erwähnenswert findet, will ich für einmal aushelfen. Ein Weichendefekt an der Schifflände liess das arme Trämli entgleisen. Die Feuerwehr stand mehrere Stunden im Grosseinsatz und versuchte das Monstrum wieder auf Kurs zu bringen resp. auf die Geleise zu hieven. Alldieweil lief für die aufgeschmissenen Passagiere auf den Anzeigetafeln der BVB die Endlosschleife: Obige Tafel steht übrigens auf dem hier jüngst erwähnten "Obervoltaplatz".

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Abt. Was ist hier falsch?


Aus der Sonntagszeitung.

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Abt. Sonntagsmusik - heute: Rock el Casbah


Rachid Taha & Mick Jones!!!

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Samstag, 19. Februar 2011


Abt. BaZ hilft Not lindern


Was Baselland nicht wollte, will jetzt die "Basler Zeitung" nachholen: Das Theater Basel vor dem finanziellen Absturz retten. Nein, nicht aus dem eigenen Sack, denn der benötigt ja selber dringend Nachschub. Einen Spendenaufruf hat die beste aller Basler Tageszeitungen mit dem einfältigsten Samstagskolumnisten (darauf gehe ich heute nicht ein) lanciert.

"Unterstützt das Theater Basel"
... heisst es in dicken Lettern auf Seite 1. Eine gute Sache. Denn jetzt soll genau das passieren, was die Gegner der Baselbieter Theatervorlage immer und immer wieder gesagt haben: Sollen doch die den Luxus Theater finanzieren, die ihn benötigen und ihn sich leisten können und wollen.

Weiter hinten im Blatt kommt dann der Minderheits-Financier Moritz Suter zu Wort, der diese Idee gehabt haben soll:

Moritz Suter lanciert die Aktion «BaZ unterstützt das theater» – Georges Delnon dankt
Und in einem Interview kann sich der Herausgeber als grosser Kulturfreund darstellen:
"Das Abstimmungsergebnis vom letzten Sonntag hat mich traurig gestimmt. Ich habe mich immer für die Kultur in Basel und der Region engagiert. Ich war Mitglied des Patronatskomitees des Kunstmuseums, ich bin Präsident der Freunde der AVO Session, ich bin Mitglied beim Jazz by Off Beat von Urs Blindenbacher, ich unterstütze auch verschiedene kleinere Institutionen im Kulturbereich."
Das ist doch noch etwas. Nun denn aber: Mit seiner Crossair hatte Moritz Suter das Basler Ballett bereits unterstützt, um dann als Gegenleistung Ballettunterricht für seine Stewardessen zu erhalten. Über die Stiftung Patronatskomitee Kunstmuseum lesen wir im Handelsregister:
" Die Stiftung ist gemäss Verfügung der Stiftungsaufsicht des Kantons Basel-Stadt vom 12.10.2009 bzw. 23.11.2009 aufgehoben."
Das dürfte u.a. eine Spätfolge des Eklats nach dem Austritt von den Mäzeninnen Esther Grether und Maja Oeri aus dem Patronatskomitee sein. Maja Oeri hatte sich daran gestossen, dass sich das Patronatskomitee vor allem für Imagebroschüren, für den Ausbau des Cafés und dergleichen, nicht aber für Ankäufe eingesetzt hatte.

Aber wir wollen ja nicht allzu negativ sein. Vielleicht wird die Spendenaktion zum Erfolg. Und nächstes Jahr wieder. Und übernächstes Jahr, überübernächstes Jahr, wenn es die "Basler Zeitung" dann überhaupt noch geben wird.


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Freitag, 18. Februar 2011


Abt. Gerüchteküche – BaZ vor neuem Kahlschlag!


Wie Onlinereports berichtet, hat Markus Somm einen für Montag geplanten Auftritt vor dem Swiss Bankers Club in der Saffre wegen einem "dringenden Termin" abgesagt. Mancher wird nun vielleicht hoffen, der Chefredaktor verkünde seinen Rücktritt. Wahrscheinlicher ist, dass Somm am Aeschenplatz den nächsten personellen Kahlschlag verkündet. Auf der Redaktion ist nichts in Erfahrung zu bringen. Schweigepflicht. Aber die Prophezeiung des infamy-Orakels war eindeutig.

Update: Ein paar Biere später streichen wir auf Anregung unseres bestens informierten Publikums das Fragezeichen im Titel. Und ersetzen es durch ein "!" Die Stimmung auf der Redaktion schwanke zwischen Nervosität, Fatalismus und zaghaftem Widerstand.


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Abt. Frau im Spiegel – heute: Glory Hazel


Der Spiegel hat Glory Hazel entdeckt.


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Abt. Zwenig Hirn: Steigt die BaZ bei TeleZüri ein?


Die Werbewoche spekuliert über die Zukunft von TeleZüri. Beziehungsweise darüber, wer als Käufer in Frage käme, falls sich Tamedia tatsächlich von dem Sender trennen will. Dass die SVP den Sender kaufen werde, wie der Blick unlängst <a href="www.blick.ch target="blank">insinuierte, hält Autor Ueli Custer für unwahrscheinlich. So direkt.

Aber denkbar wäre ein Konsortium von Weltwoche (mit dem stramm rechtspolemischen Chefredaktor Roger Köppel), Basler Zeitung (mit dem Chefredaktor und selbst ernannten Statthalter Blochers Erwin Somm) und den Schaffhauser Nachrichten auf dessen Website Tele Blocher ausgestrahlt wird. Die Finanzierung würde aber vermutlich über finanzstarke Sympathisanten im Hintergrund nach dem Vorbild der Basler Zeitung laufen. Nach einer solchen Übernahme würde aus TeleZüri sicher ein Deutschschweizer Sender, in dem auch die schon viel zitierte «Gegen-Arena» eine Heimat haben könnte.
<a href="www.persoenlich.com tareget="blank">persoenlich.com berichtet derweil über die jüngste Episode des Güggelikampfs zwischen Verlegerpräsident HP Lebrument und TeleZüri-Erfinder Roger Schawinski. Nachdem Lebrument Schawinski zum wiederholten Mal <a href="www.persoenlich.com target="blank">unterstellt hat, Tamedia eine bankrotte Gesellschaft verkauft zu haben, und überdies seinen neuen Sender Radio 1 als "marode" disste, bleibt Schawinski laut eigenen Angaben "nichts anderes übrig, als Klage gegen ihn einzureichen, um diesem unerträglichen Tun endlich ein Ende zu setzen".


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Abt. Factchecking mangelhaft - heute: @ BaZ


Bevölkerungsrückgang in Basel? Liebe Karen N. Gerig, fragen Sie doch erst beim Statistischen Amt Basel-Stadt nach, bevor Sie falsches Zeugs nachbeten, wie z.B. in Ihrer Besprechung des gestern erschienenen, von Meister Ehret betreuten, Stadtbuches:

Man stellt sich Fragen zum Aussehen der Stadt: Sollen wir viele Hochhäuser bauen, oder doch eher den Akzent auf Grünflächen legen? Nicht alle Vorstellungen passen hier zusammen, das zeigen die mannigfaltigen Ansatzpunkte der Artikel. Einig ist man sich in einem Punkt: Die Stadt muss attraktiver werden, um den Bevölkerungsrückgang zu stoppen.
1. Seit 2008 ist die Bevölkerungszahl von 187'000 auf 191'011 gestiegen. 2. Von 2000 bis 2008 war die Bevölkerungszahl stabil bei 188'000. Das ist zwar weniger, als das statistische Amt lange verkündete aufgrund eines zugegebenen statistischen Fehlers, aber nix Rückgang. 3. Wenn Sie die Stadtflucht bremsen wollen, erhöhen Sie die Hypozinsen auf über 7%. Alles andere nützt kurzfristig nichts. Ausser die Personenfreizügigkeit. Denn nur die Immigration kompensiert die bei der ersten sich bietenden Gelegenheit aus Basel abhauenden Inhaber eines Schweizer Passes. Meine 5 Cents: Basel braucht ein radikales Facelifting jener in den Boomjahren (1930 - 1970) hingekotzten und seither vernachlässigten Bausubstanz (verschiedene Stiftungen arbeiten nach Kräften bereits in die Richtung). Nicht neue Renommierbauten auf der grünen Wiese à la Kessler, Herzog, Wessels & Co.

P.S. Liebe Christoph Merian Stiftung, WARUM in aller Welt behauptest Du, Deine "multimediale", künftig "vierteljährlich aktualisierte", zum Stadtbuch gehörende Stadtchronik sei "ein Service Public" von Dir? Warum reklamierst Du plötzlich den Kampfbegriff, um den u.a. die SVP und die SRG streiten, auch noch für Dich???


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Abt. Diagnose des Tages: Erhöhte Ermüdsamkeit


BaZ

Sekunden, bevor das Rennen losgeht, widmen wir uns den Aussichten des angeschlagenen Schweizer Trumpfs Carlo Janka: Herzrhythmusstörungen und "erhöhte Ermüdsamkeit", diagnostiziert Swiss-Ski-Teamarzt Dionys Glenz. Man möchte meinen, dass erhöhte Ermüdsamkeit ein recht weit verbreitetes Leiden ist. Und doch findet Google den Begriff im ganzen Internet nur ein einziges Mal:


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Abt. Alle Räder stehen still - heute: @ randstad


Bei Arbeitsunfällen kamen unlängst 2 Temporärarbeiter auf Baustellen zu Tode. Und ihre Versicherung war absolut ungenügend. Gegen diese Zustände protestierte die CGT am Mittwoch mit der Aktion bei randstad in Paris am Boulevard de Magenta ("Magenta"? Schon wieder?).

P.S. Der Soundtrack ist O-Ton. Er dröhnte aus den Lautsprechern auf dem Trottoir.

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