Montag, 7. März 2011


Abt. Wo Basel am schönsten ist II: die ganze Region


Die ganze Region im Fasnachtsfieber! Die ganze Region? Nun ja, der katholische Teil, um etwas genauer zu sein. Ausserhalb der Stadt Basel, die ja – das hat etwas – nicht mehr so richtig zur Region zählt. Aber dafür ist praktisch der gesamte Regionalteil der einen der beiden besten aller Baselbieter Zeitungen voller Fasnacht. Sechseinhalb Seiten. Zum Glück hat der FCB geschuttet, so wird zumindest im Sportteil noch über etwas anderes aus Basel berichtet.

Aber zur Fasnacht. Wir erfahren also Folgendes:

Oberwil. Schnägge waren toll in Form

Therwil. Das letzte Jahr zog vorbei

Ettingen. Gugger lassen Dampf ab

Ok. Ihr habt ja recht. Das ist wieder einmal diese vermaledeite städtische Arroganz, durch die ich mich leiten liess. Und was wären denn die Basler Fasnacht ohne die "Basler Zeitung" und vor allem ohne die vielen Baselbieter, die kommen werden, und in den Basler Beizen zum Ausgleich für die abgelehnten Theatersubventionen ihr Geld liegen lassen.


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Abt. Wo Basel am schönsten ist - heute: Stadtplan


Ein Whistleblower bei Basel Tourismus hat uns soeben das neue, vom vereinfachten Pariser Quartierplan inspirierte Infoblatt zugespielt, das Neuzuzüglingen an den entsprechenden Infoveranstaltungen im Rathaus ausgehändigt werden soll ab 1. April 2011. Das Vorbild: Die Basler Kopie (demnächst auch bei Wikipedia, den aktuellen Quartierplan dort ersetzend): Hier geht's zur HD-Version. Ganz Web 2.0 mässig will angeblich Basel Tourismus die einzelnen Bezeichnungen noch anpassen, falls gute Alternativen aus dem Publikum eingehen. Vorschläge können ja schon mal hier in den Komentaren deponiert werden...


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Sonntag, 6. März 2011


Abt. vorher / nachher - heute: Lonza


Der Seite 53 der SonntagsZeitung entnehmen wir u.a. wie der, laut Berner Zeitung vom 12.2.11, "Politberater" "in der Schweiz", "aber auch in Afrika und Asien" und im Nebenerwerb oberste Basler Stadtentwickler Thomas Kessler reagierte, als Victor Weber ihm eröffnete, dass Rolf Soiron ein zweites Hochhaus brauche:

Das sind ja tolle Nachrichten. Uns würde es extrem freuen, wenn ein zweites Hochhaus mit Wohnungen in den oberen Etagen gebaut würde.
Vorher: Nachher vielleicht so: Lonza-Soiron hat SoZ-Weber zudem gesteckt, eine "internationale Hotelkette des gehobenen Preissegments" habe sich als mögliche Partnerin eingebracht. Im bestehenden Hochhaus arbeiteten rund 300 Personen. En passant erfahren wir dabei auch, wer sonst noch bei Soiron geklingelt habe mit Begehrlichkeiten bezüglich des freien Platzes neben dem Hochhaus: die Universität Basel und das Naturhistorische Museum.


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Samstag, 5. März 2011


Abt. Mikropolitik - heute: "Nachhaltigkeit" my ass


Die sich inzwischen als Fehlprognose erwiesen habende Studie des Immobilienbüros Wüest & Partner von 2005 gibt den Takt vor in Sachen Grünflächenvernichtung. Der nie demokratisch legitimierte kantonale Richtplan von 2009 macht explizit daraus eine für die Verwaltung verbindliche Leitlinie. Ein paar Tausend Menschen wehren sich mit Petition und Initiative gegen deren ihre Lebensqualität unmittelbar einschränkende blinde Umsetzung. In zähen Verhandlungen ringt ihr Komitee dem Parlament und der Regierung, die mit fadenscheinigen Argumenten verbissen am Buchstaben des Richtplans - fundamentalistisch? - festhalten, einige Konzessionen ab. Diese sollen schliesslich, um den klassischen Interessenkonflikt zwischen Regierung und Regierten beizulegen, an der Urne bestätigt werden. Das - "in a nutshell" - die Kurzfassung der Auseinandersetzung um die Familiengärten in Basel-Stadt bis dato. Was ist die Folge dieses halbwegs normalen politischen Vorganges mit, fast, einem Happy End? Die üblichen Verdächtigen in Handelskammer, Gewerbeverband, bürgerlichen Parteien und ihre zugewandten Orte bei u.a. SP und GLP laufen Amok! Anders ist das "2 X Nein"-Komitee "für eine nachhaltige Stadtentwicklung", seine Zusammensetzung (inkl. SP-Strahlemann und Geschäftsleiter des Rockfördervereins Tobit Schäfer) und dessen Argumentation nicht zu erklären. Dazu fällt einem nur ein:


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Abt. Käfighaltung - heute: im Newsroom


Bei Südostschweiz-Chefredaktor David Sieber lesen wir in erfrischender Offenheit über die Arbeitsbedingungen im neuen Newsroom seines Blattes:

Dazu ist die Luft schlecht und es ist viel zu warm. Denn Aussenfenster fehlen völlig. Kopfschmerzen und eine gewisse Mattigkeit sind die Folgen.
Wer genehmigt solches Zeugs? Warum stehen die Verantwortlichen nicht schon lange auf der Strasse? Das ist so offensichtlicher Blödsinn, dass er Normalbegabten schon in der Planungsphase als solcher auffallen sollte. In einem Raum mit sehr ähnlichen Charakteristika und Folgen entstehen übrigens auch seit ein paar Jahren im Studio Bern die DRS Radionachrichten, die Mittagsinfosendung Rendez-Vous und das Echo der Zeit. Als Arbeitsort (nicht meiner, zum Glück): Die Hölle! Aber sogar Käfighühner legen ja noch Eier.


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Freitag, 4. März 2011


Abt. Mode geht mit der Zeit


Der neue PKZ-Katalog beweist, dass Mode durchaus mit der Zeit geht. Nur im richtigen (Military-)Look hinterlässt man in den Flüchtlingsströmen in der libyschen Wüste im "spannenden Wüstenabenteuer" einen guten Eindruck.


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Donnerstag, 3. März 2011


Abt. Wumbaba – heute: Kürbisersatz


Beim Abendbrot. 11-Jähriger: "Kann man Butter steinhart machen?" Puff Daddy: "Klar." 11-Jähriger: "Dann wäre es ja wie ein Mineral. Ich nenne es das Butternuss-Mineral." Puff Daddy: "Butternuss ist aber ein Kürbis." 11-Jähriger: "Hä?" Puff Daddy: "Butternuss ist ein Kürbis. Du weisst, was ein Kürbis ist?" 11-jähriger: "Klar weiss ich, was ein Kürbis ist, aber Butternuss tö..." 6-Jähriger: "Wenn man beim Tschutten so mit der Schulter den anderen anrempelt, nennt man das Kürbisersatz!"


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Abt. Draussen vor der Tür


Wohin ich auch zieh, ich nehm den Presslufthammer mit mir.


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Abt. Wo Basel am schönsten ist - heute: Bahnhof SBB


Denn hier kann man ab und zu Castor schauen. Wie grad vorhin, als 3 Behälter mit - dem Vernehmen nach - mittelradioaktivem Abfall - durch den Bahnhof fuhren auf ihrem Weg nach Würenlingen: Castor Transport im Bahnhof SBB @ Basel Die gelbe Thermosflasche, die links unten im Bild im Gras liegt, ist eigentlich ein Gerät, um Gammastrahlen zu messen. Der Operateur von Greenpeace war allerdings noch am Kalibrieren des Dings, als der Zug im Laufschritttempo vorbeituckerte. Ergo: Hier fanden keine Messungen statt... UPDATE: Jetzt auch im Bewegtbild:


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Abt. Alle Journalisten sind linksgrün


Die "Weltwoche" möchte durch eine Umfrage bei den SRG-JournalistInnen ihre These belegen, dass Radio und Fernsehen rettungslos links-grün unterwandert sind. Grund für die "Umfrage" ist die Nationalratskandidatur von Tagesschau-Redaktor Matthias Aebischer auf der SP-Liste. Gegen diese Aktion haben die Mediengewerkschaften ssm, syndicom und der Berufsverband impressum Protest eingelegt:

Die Weltwoche greift damit in die Privatsphäre und die verfassungsmässig garantierten Freiheitsrechte der Journalisten ein. Sie macht die falsche Gleichung, dass jeder Journalist seine professionelle Arbeit nach seinen persönlichen politischen Präferenzen ausrichtet.

Nun denn. Warum diese Umfrage, wenn für die Weltwöcheler und ihr nahestehende Medienjournalisten, wie etwa Ronnie Grob eh klar erwiesen ist, dass alle, oder sagen wir mal fast alle Journalisten linksgrün unterwandert sind. Solches schreibt dieser Ronnie Grob tatsächlich:

Angesichts der Tatsache, dass nahezu jeder Journalist aus den Schweizer Medien, den ich so kennenlerne, grundsätzlich linksgrün eingestellt ist, ...
... schreibt Grob auf seinem Blog. Und auf medienwoche.ch doppelt er nach:
"Journalisten wählen mehrheitlich links und grün, das ergeben Umfragen regelmässig."
Ich kenne diese regelmässigen Umfragen nicht. Und mir ist doch der eine oder andere Journalist bekannt, den man nur schwer in die linksgrüne Ecke stellen kann: Somm, Köppel, Frenkel, Baur, Hauswirth, Engeler, die NZZ-Redaktion und und und ...

... sogar in den Reihen der kommunistischen Staatsmediengesellschaft SRG gab es Journalisten, die – wie die oben genannten Mediengewerkschaften bemerken –, durchaus den Weg der Bürgerlichkeit oder gar Rechtsbürgerlichkeit eingeschlagen haben (was kann die FDP dafür, dass sie wegen des allgemeinen Rechtsrutsches in der CH-Politik ohne Absicht in die Mitte gerutscht ist):

Als einst Bundeshausredaktor Norbert Hochreutener für die CVP und Anton Schaller für den LDU in den Nationalrat wechselten, als der SF-Chefredaktor (!) Filippo Leutenegger für die FDP in den Nationalrat wechselte, gab es (zu Recht) keine Folgerungen und Diffamierungen, die Redaktionen der SRG seien einseitig bürgerlich ausgerichtet.
Ach ja. Und lasset uns doch im Sinne der Transparenz ebenfalls eine Umfrage starten:

Sehr geehrter Herr Köppel, sehr geehrter Herr Sutter,

wer, welche Interessenvertreter, Wirtschaftsverbände, welche Parteien finanzieren Ihr Medium?


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Abt. Nerdtalk - heute: Brieftauben & Gravitation


"Die Nase ist stereo!" und andere irritierend, faszinierende Einsichten in diesem Hintergrundgespräch mit Hans-Peter Lipp, dem Leiter der Abteilung "Neuroanatomie und Verhaltensforschung" des Anatomischen Institutes der Universität Zürich, über u.a. seine Beobachtung, dass die "Unebenheiten" des Schwerefeldes der Erde die Flugroute von Brieftauben zu beeinflussen scheinen. Lässt sich bestätigen, dass Vögel und andere Tiere eine Art biologisches Trägheitsnavigationssystem besitzen (wie es die Verkehrsflugzeuge nutzen, um sicher zum Ziel zu gelangen), wäre das eine mittlere Sensation, nahe an einem Paradigmenwechsel! Und eröffnete eventuell den Weg zu neuen Einsichten, wie Zugvögel, Fische, Wale usw. sich im Raum orientieren und ihre Wanderungswege bestimmen. Angeregt zu seinen Versuchen haben ihn die unkonventionellen Ideen des ukrainischen Physikers Valery Kanewsky. Disclaimer: Die ganze Sache ist noch unpubliziert, insofern handelt es sich hier um ein work in progress!


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Abt. Ischtiige - usschtige - heute: Präsident Künzle


Wie wir dem Tagi entnehmen, hängt "Redaktionspräsident" Patrick Künzle das Zepter an den Nagel. Ein Grund weniger, das Blatt zu lesen. Und schade, einen so guten Schreiber an den Äther zu verlieren. Viel Glück!

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