Sonntag, 18. September 2011


Abt. Kunst schaffen - heute: Lichtfeld 2011


Merci Fredy Hadorn!


... link (no comments)   ... comment


Samstag, 17. September 2011


Abt. tell it like it is - heute: Gregor Gysi


Quelle @ Bundestag

... link (no comments)   ... comment


Freitag, 16. September 2011


Abt. synthetic equity - heute: à la infamy


Wir verkaufen, was uns nicht gehört. So wie die UBS. Und zwar zu Spottpreisen. Um das noch zu toppen: Am liebsten Dinge, die es (noch) gar nicht gibt. Zum Beispiel den Roche-Turm. Bei uns kostet eine Option auf 1m2 im obersten Stock des Roche-Turms läppische CHF 10'000.-. Und ihr dürft auch gerne die Optionen dann untereinander handeln. Nachdem ihr uns das Geld überwiesen habt. Solches und Ähnliches zu verbieten, hält die NZZ für "sinnlos". Denn wer Leerverkäufe verbietet, der verbrennt auch Bücher oder ist Kommunist. Wirr? Sicher. Aber nicht auf meinem Mist gewachsen.

Der ehemalige amerikanische Finanzminister Henry Paulson vergleicht in seinem Buch* zur Finanzkrise 2008 das Verbot des Leerverkaufs von Aktien mit dem Verbrennen von Büchern. (...) Wer Leerverkäufe verbietet, untergräbt den Preisfindungsmechanismus am Aktienmarkt und bringt so eine wichtige Säule der freien Marktwirtschaft zu Fall. Ohne den freien Markt für Vermögenswerte verlieren auch der Begriff des Privateigentums und die Preisfindung anderer Vermögenswerte an Substanz.
Steht so bei der NZZ. Und sagen - ungefähr - auch hiesige Oekonomie-Professoren on the record im Video: "Leerverkäufe sind nicht des Teufels!".


... link (one comment)   ... comment



Abt. Wozu Twitter gut ist – heute: NZZ


Auf ein besonders schönes Lehrstück für die journalistische Nutzung von Twitter stiess TagesWoche-Experte David Bauer bei der NZZ. Deren Rechercheure nutzten den Kurznachrichtendienst, um den mutmasslichen 2-Milliarden-UBS-Betrüger K. A. zu durchleuchten. Und stiessen auf sensationelle Insider-News (siehe oben). Verdankenswerterweise hat die Alte Tante den Spam in der Mailbox des Wertschriftenhändlers ins Deutsche übersetzt. Der Autor merkte es nicht einmal, als er seinen Bericht mit der Zeile schloss: «Unter seinen Vorlieben finden sich auch Hinweise zu seiner Heimat Ghana.»


... link (2 comments)   ... comment



Abt. Was macht eigentlich... - heute: Marco Meier?


Der ehemalige Leiter von DRS2 ist neu am Collegium Helveticum anzutreffen, wie dieser Mitteilung zu entnehmen ist.


... link (no comments)   ... comment



Abt. Weltuntergangsdramatik II


Genialischer Spot oder billige "Angstmacherei à la SVP, aber von links"? Die Jury ist noch zu keinem abschliessenden Entscheid gelangt. Was meinst Du?

Aus der Reizflut-Küche von Hauenstein und Ribler.

... link (one comment)   ... comment



Abt. It's not my fault! - heute: Micro$oft Web Word


Sympathisch: Auch auf die gewohnten Abstürze müssen die Anwender von Microsofts Web Word nicht verzichten. Zumindest wenn sie auf Safari sind.

... link (no comments)   ... comment



Abt. Weltuntergangsdramatik


Am Schluss liegt der kühl-hyperästhetische Steintempel in Schutt und Asche. Und nicht nur dieser, denn der britische Theaterautor Dennis Kelly lässt in seinem neusten Stück "Die Götter weinen" gleich die ganze Welt untergehen. Nun fast die Ganze, denn ein alter Mann und eine alte Frau haben überlebt, und es sich in der Neu-Steinzeit nach anfänglichen Schwierigkeiten ganz ordentlich eigerichtet.

Der alte Mann, das ist zu Beginn des fast dreistündigen Theaterabends, der grosse Wirtschaftsboss. Er teilt seinen Weltkonzern neu auf, was natürlich nicht gut geht. Denn der Weltuntergangs-Kapitalismus kennt keine Gnade; der Machtkampf weitet sich zum Krieg aus – mit den oben beschriebenen Folgen.

Kelly hat die vergangenen Jahre am Schauspielhaus Basel unter der Leitung von Elias Perrig massgeblich mitgeprägt. Seine Stücke, die hier zur deutschsprachigen Erstaufführung kamen, gehörten zu den besseren Theaterabenden.

Aber während Kelly früher eine grosse Fertigkeit im Sezieren des menschlichen Mikrokosmos an den Tag legte, bearbeitet er in seinem neusten Werk den Makrokosmos mit dem Holzhammer. Das führt letztlich dazu, dass nicht nur die Welt in Trümmern zerfällt, sondern auch der Theaterabend an und für sich. Regisseur Elias Perrig lässt den Abend unterkühlt und sehr distanziert beginnen, das Ganze steigert sich im zweiten Teil dann aber in ein überdrehtes Hysteriendrama und endet schliesslich im Post-Weltuntergangs-Kitsch. Ein bisschen Shakespearetragödie, angereichert mit Beckett'schen Endspielereien und etwas Zombie-Trash, aber leider leider gänzlich ohne Witz. So funktioniert diese Mischung nicht.

Und: In der Pause schon sagte mir ein Zuschauer, der den Kosmos der Weltkonzerne gut kennt, dass die wahren Zustände viel brutaler seien. Wahrscheinlich schon ...


... link (no comments)   ... comment


Donnerstag, 15. September 2011


Abt. wenn schon, denn schon - heute: Wasserstoffauto


Der F125 von Dingens: Wenn schon motorisierter Individualverkehr (die elfte der biblischen Plagen!), dann so:

Da ist u.a. eine Wasserstoff-Brennstoff-Zelle drin. Vielleicht kommt die ja sogar aus der Küche der Kooperation von Hayek selig seiner Belenos Clean Power (mit George Clooney im Verwaltungsrat) und dem Paul Scherrer Institut (Details dazu hier ab Position 14:05)?

... link (2 comments)   ... comment



Abt. tweet of the day - heute: "Sonntag"-Chefred


@patrik_mueller berichtet vom Medienkongress in Flims, wo der oberste Schweizer Militär soeben alle Journis in Kriegs- und Krisengebieten herzlich gegrüsst hat:

Armeechef Blattmann am Verlegerkongress: "Sicherheit ist Voraussetzung für Journalismus" #kdmetwa um 15:30 via Twitter for iPhone Favorite Retweet Reply


... link (one comment)   ... comment



Abt. hinkend oder nicht - heute: Kesslervergleich II


Sollen wir einer vergleichenden Modellrechnung der Abt. Stadtentwicklung, die das Stadtwohnen als Gewinnerin darstellt, blind vertrauen? Nein. Also: Die Bilanz der Modellrechnung, in der offiziellen Lesart (da steht, zu Kesslers Entlastung, schon der Mumpiz vom "CO2-Verbrauch" [sogar der VCS schwafelt solchen Unsinn]):

Familie Müller Basel und Familie Fischer Magden
Die finanzielle Bilanz ist ungefähr ausgeglichen, allfällig steigende Energiepreise nicht miteinberechnet. Familie Müller hat rund 150 Stunden pro Jahr mehr Freizeit als die Familie Fischer. Die Familie Fischer verbraucht rund 10 Mal mehr CO2 als die Familie Müller. Mit energiesaniertem Haus und 3-Liter-Auto verbraucht die Familie Fischer rund 3 x mehr CO2 als die Familie Müller.
Die tatsächlichen Zahlen: Die Landeier in Magden, wohnhaft in einem der gut 900 Einfamilienhäuser in der Gemeinde, verdienen im Modell netto gleich viel wie die Stadtindianer: 160'000.-. Damit gehört die Familie zu den Reichen in Magden. Denn das durchschnittliche Doppelverdienerpaar im Aargau versteuert "nur" rund 120'000. Aber nehmen wir halt an, der pendelnde Partner arbeite in Basel in der Pharma. Steuern zahlen die Magdener, laut Angaben des Kessler-Modells, 43'729.- für ihre 160'000.-. Als Quelle für die Zahl wird auf Comparis verwiesen. Also geben wir dort mal die Daten ein: verheiratet, 160'000 steuerbares Einkommen (brutto also noch deutlich höher) und nach Abzug der Hyposchuld spekulieren wir auf immer noch ein Vermögen von üppigen 500'000, dann kommt der Dienst, mit 2 Erwachsenen und 1 Kind unter 18, aber nur auf 32'079.-! Da mogelt Kessler schon mal 11'650.- Steuern mehr rein, die die Magdener gar nicht zahlen! Damit ist die finanzielle Bilanz alles andere als "ungefähr ausgeglichen", wie das Kessler-Modell behauptet! Statt Müller 59'349.- zu Fischer 61'987.- haben die Fischers 73'637.- zur Verfügung "nach Abzug Steuern, Krankenkassenprämien, Miete, Kosten Mobilität und Kosten Energie für Wohnen"! Also satte 24% mehr (fairerweise sei gesagt: Comparis gibt auch für Basel, mit denselben Parametern, einen tieferen Steuerbetrag an: 38'314.-, statt 49'737.-). Von dem Überschuss (egal wie hoch) können die Fischers sich nun beim Ablasshandel von myclimate für läppische 250.- ihren gesamten CO2-Ausstoss kompensieren lassen und dann auch wieder ruhig schlafen wegen der Klimaerwärmung. Sie sind fein raus, "CO2-Verbrauch"s-mässig sogar feiner als die Müllers!
Und die Zeit? Das Modell geht davon aus, dass nur 1 Person pro Familie täglich arbeiten geht. In Basel werden 5 Minuten budgetiert für einen Arbeitsweg von Müller in den Roche-Turm, in Magden 20 Minuten pro Weg. So ein Mumpiz! Wer im Publikum, wohnhaft in Basel, braucht zu Fuss, mit Velo oder öV nur 5 Minuten bis zur Arbeit? Eben. Kaum jemand. Alle brauchen länger! Bei mir zumindest dauert ein Weg schon länger als die für die Magdener budgetierten 20 Minuten. Der Zeitvergleich ("Familie Müller [Basel] hat rund 150 Stunden pro Jahr mehr Freizeit als die Familie Fischer [Magden].") ist völlig absurd und unbrauchbar! Vor allem, weil die ambitionierte Frau Müller im Roche-Turm garantiert immer Überstunden macht, die den kurzen Arbeitsweg x-fach auffressen! Und das war's dann mit dem schönen Schein, den Herr Kessler da aus seiner Abteilung kolportiert. Tschüss Müllers Vorteil! Die Fischers in Magden können sich ins Fäustchen lachen.

Merke: a) Misstraue allen Modellrechnungen der Stadtentwicklung, die das Stadtwohnen propagieren mit dem Argument des tieferen (augenrollend) "CO2-Verbrauchs", b) Landwohnen lohnt sich für Gutverdienende finanziell und c) die Stadtentwicklung braucht dringend validere Argumente!


... link (4 comments)   ... comment


Mittwoch, 14. September 2011


Abt. hinkend oder nicht - heute: Kesslervergleich


Wo steht hier ein "Minergie-Hochhaus"?

Nirgends. Noch nirgends. Erst wenn Roger Diener seinen "Stadtpark mit Wohninseln" (und Seebad) mit Platz für insgesamt 6'500 Leute da hinstellen gedurft haben wird: Aber Herr Kessler spekuliert schon mal drauf bei seinem Vergleich von zwei der seltenen Exemplare handelsüblicher Kleinfamilien namens "Familie Fischer" und "Familie Müller". Fischers wohnen in Magden in einem Häuschen im Grünen. Müllers wohnen in Diener-Town. Wer "verbraucht" wohl mehr CO2? Na? Richtig! Keine der beiden. Denn "verbrauchen" tun sie überhaupt keines. Ausser sie wären Bäume und lebten hauptsächlich von Photosynthese. Vermutlich schreibt Kessler "verbrauchen" ("Die Familie Müller verbraucht rund 10 Mal weniger CO2 für Wohnen und Mobilität als die Familie Fischer.") und meint "produzieren". Das war jetzt kleinlich von mir, zugegeben. Unter anderem mit Diener-Town (und Wohnraumstrategie und Zonenplanrevision) werde Basel "einen wichtigen Beitrag gegen die schweizweite Zersiedelung" leisten, schreibt Kessler. Etwas gar vollmundig. Wenn Basel-Stadt etwas leistete, dann einen winzig kleinen, aber dennoch sympathischen Beitrag, wenn im Kanton die pro Kopf bewohnte Fläche besteuert würde. Dann wär wohl bald mal Schluss mit den Pharma-"Dinks"-Haushalten, die - inklusive Garten - 300m2 pro Kopf belegen auf Stadtboden (you know who you are!). Und die working class heroes, die auf 80m2 zu viert wohnen, müssten nicht um ihren Schrebergarten fürchten, bei dessen Anblick Architekten und Stadtentwicklern immer das Wasser im Mund zusammenläuft. Aber nicht wegen der Tomaten, Kürbisse, Äpfel, Gurken, Kartoffeln und Beeren.

... link (one comment)   ... comment


 
infamous for 8576 Days
Sperrfrist: 14.04.25, 05:43

Kontakt:
infamy-Kollektiv
Basel
E-Mail



status
Youre not logged in ... Login

menu
... infamy home
... such!
... topics
... 
... Home
... Tags

... antville home
... disclaimer


Januar 2026
So.Mo.Di.Mi.Do.Fr.Sa.
123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031
September




Für die Kaffeekasse:
Neuzugänge:
Abt. Keintunnel Nicht
vergessen, die Auto-Nerds wollen Milliarden in den Autobahnbau verlochen. Das ist sowas...
by bagger (02.09.24, 09:53)
Abt. Witz des Tages "Es
soll sogar prominente Klimakleber geben, die Flugreisen nicht grundsätzlich ablehnen,...
by bagger (15.06.24, 18:30)
Abt. Wohnschutz schützen Wenn die
Investoren husten, haben Basels Bürgerliche Grippe In einem beispiellosen Akt...
by bagger (15.06.24, 10:21)
Abt. Leckerschlecker The DEA
Northeast Laboratory (New York, New York) recently received a submission of...
by fuzzy (26.02.24, 12:06)
Abt. Wo-Wo-Wochenschau!
Männiglich fragte sich, was eigentlich Fonzis Leihkampffisch so macht. Die Antwort (oben) entnehmen...
by fuzzy (26.02.24, 12:04)
Abt. Schuss des Tages
by fuzzy (26.02.24, 12:02)
Abt. infamous Shooting
Foto: Fonzi Tromboni Gestern abend war grosses Fotoshooting im Studio zu Sankt...
by fuzzy (26.02.24, 11:55)
Abt. Keintunnel CH
Mehr Infos hier: https://www.umverkehr.ch/referendum
by bagger (23.09.23, 11:32)