Dienstag, 14. Januar 2003


Die sexuelle Frage I


Uns ist ein Exemplar von "Die sexuelle Frage", 17. Auflage 1941, Rascher Verlag Zürich, (1. Auflage 1904) des Sozialdarwinisten, Eugenikers, Antisemiten und Ameisenforschers August Forel (früher auf der Schweizer Tausendfrankennote zu sehen) in die Hände gekommen. Wir werden unserer geschätzten LeserInnenschaft in loser Folge einige aus dem Zusammenhang gerissene Zitate aus diesem Klassiker zur Belustigung vorlegen. Nun denn, hier folgt das erste:
"Gewisse sexuell verdorbene Weiber haben z.B. auch schon Schulknaben und ganze Schulklassen zum Beischlaf verleitet und auf diese Weise eine frühzeitige, ungesunde Erweckung des Geschlechtstriebes bei den Jungen zustande gebracht." S. 83, oben.


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Wir machen einen schwarzen Afghan


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Eine weitere Art der Verarbeitung der Pflanze zu Hasch: kurz vor der Blüte gezupfte Hanfblätter werden prall in die Haut eines frisch geschlachteten Schafes gestopft. Dieses Paket wird in der Nähe einer Düngergrube aufgehängt, manchmal auch vergraben. Die Pflanzenteile fermentieren dann zu einer grünbraunen Paste, die unter dem Namen "schwarzer Afghan" oder "Pakistani" gehandelt wird.

Aus "Informationen über Drogen" von der Prophylaxestelle Drogenberatung des Jugendamtes Basel-Stadt, erstmals erschienen 1987 und immerhin bis 1992 aktualisiert und herausgegeben.


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Montag, 13. Januar 2003


Freier Journalist in Irak


Jeremy Scahill, ein zu Unrecht im Deutschen Sprachraum kaum bekannter Freier Print- und Radiojournalist aus den USA, koordiniert in Baghdad den Versuch eine unabhängige Berichterstattung aus Irak aufrechtzuerhalten (Ulrich Tilgner in Ehren...) auch in den kommenden Wochen und Monaten. Sie ist mitzuverfolgen auf der Website www.iraqjournal.org.


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DER SPIEGEL von heute



Andererseits... Wenn der Spiegel das Offensichtliche so plakativ verkündet, dann könnte es auch um was ganz anderes gehen...


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17.9.2001: Bush startet Planung für Irakinvasion


In der Weltwoche <a href=www.weltwoche.ch target=_blank>hofft Daniel Ellsberg, der 1971 die geheimen Pentagon-Papers der New York Times zugespielt und damit mitgeholfen hat, den Vietnamkrieg zu verkürzen, dass der drohende Irakkrieg verhindert wird, durch die Publikation geheimer Dokumente aus dem Pentagon. Vielleicht ist das sowas: Die Washington Post berichtet am Sonntag, 12.1.2003, dass Bush junior bereits am 17.9.2001 (!) ein Papier unterschrieben habe, das in aller Stille die Planung sowohl der Afghanistanattacke wie auch des Irak-Ueberfalls anstiess. Womit der Krieg seit dann nur noch eine Frage der Zeit war. Die Post braucht deutliche Worte: "With the nation possibly on the brink of war, the result of this murky process continues to reverberate today: tepid support for military action at the State Department, muted concern in the military ranks of the Pentagon and general confusion among relatively senior officials -- and the public -- about how or even when the policy was decided. The decision to confront Iraq was in many ways a victory for a small group of conservatives who, at the start of the administration, found themselves outnumbered by more moderate voices in the military and the foreign policy bureaucracy. Their tough line on Iraq before Sept. 11, 2001, was embraced quickly by President Bush and Vice President Cheney after the attacks. But that shift was not communicated to opponents of military action until months later, when the internal battle was already decided."


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Samstag, 11. Januar 2003


Tamilische / türkische Quartierläden als Vorbild


Der Schweizer Grossverteiler Coop sucht in der Basler Zeitung von heute im Stelleninserateteil eine "Shop-Unternehmer-Familie": "Für unseren neuen Coop Pronto Shop in Basel suchen wir, per sofort oder nach Vereinbarung eine(n) Shop-Unternehmer/in mit Kindern und/oder Eltern, die im eigenen Betrieb mitarbeiten wollen." ("Pronto Shops" sind Tankstellen angegliederte kleine und mittlere Lebensmittelläden.) Diese zunächst reichlich merkwürdig anmutende Formulierung ist damit zu erklären, dass im Kanton Basel-Stadt Famillienbetriebe im Nahrungsmittelhandel ihre Türen bis 22 Uhr offen halten dürfen, wenn - wie im Inserat gesucht - nur Familienmitglieder so spät noch arbeiten. Bisher nutzten diese Ausnahmeregelung vor allem Familien aus der türkischen und tamilischen Community in der Stadt ("Es ist 21:45, ich brauch noch Spaghetti, also geh ich rasch zum Tamilen an der Ecke"). Jetzt will Coop so offenbar das für Betriebe mit Angestellten nicht völlig deregulierte Ladenöffnungsgesetz aushebeln, in dem ganze Familien für den Grosskonzern den Laden schmeissen sollen. Und zwar nicht als reguläre Coop-Angestellte, sondern als "Franchisenehmer/in mit Eigenkapital", die "ein kompetenter Verkaufsleiter bei Ihrer unternehmerischen Tätigkeit" berät. Das heisst de facto zudem: Wenn es schief geht, steckt die ganze Shop-Unternehmer-Familie in der Scheisse, aber Coop hat (fast) nichts damit zu tun.


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Freitag, 10. Januar 2003


Das Leiden des jungen W.


Nach seinem gesungenen Hilfeschrei "Feel" ("I just wanna feel real love fill the home that I live in") hat sich Robbie Williams nun auch noch die Noten des Beatles-Klassikers "All you need is Love" in seinen entzückenden Rücken ritzen lassen.

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Letztes Kino in Venedig geschlossen


(sda/tagi.ch) In Venedig, Stadt der weltweit beachteten Filmfestspiele, hat das letzte Kino geschlossen. Zur letzten Vorstellung in das private Rossini-Theater kamen nur noch ein Dutzend Zuschauer. "Die Stadt ist dunkel und kalt, abends ist niemand mehr unterwegs", schreibt die römische Zeitung "La Repubblica". Schuld an der Entwicklung sei der anhaltende Rückgang der Einwohnerzahl. Heute lebten nur noch 64 000 Menschen das ganze Jahr in der Lagunenstadt. "Das ist der Tod des Kinos in der Stadt der Filmfestspiele." Jetzt gebe es nur noch kommunale Kinos vor allem für das Festival am Lido.


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Keine Opposition?



13.-20. Januar ist in den USA die <a href=www.zmag.org target=_blank>Week Of Actions Against War.


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It is the car, stupid!



Professor Ian Roberts
will assert in an evening seminar that urban planners in the US have created a nation pathologically and economically addicted to a dwindling supply of artificially cheap oil, and that their actions have not only brought the world to the brink of war but generated a social and public health crisis as well. He will warn that immediate steps are needed to promote walking and cycling, and to bolster public transport, if we are to avoid a succession of future gasoline wars along the lines of that seen in Kuwait over a decade ago. Motor vehicles cause 3,000 deaths and 30,000 serious injuries on the world's roads every day, explains Professor Roberts. By 2020, road traffic crashes will have moved from ninth to third place in the world ranking of the burden of disease and will be second place in developing countries. Professor Roberts' seminar, entitled 'War in Iraq: the second gasoline war and how to prevent the third' will be held at 5pm Monday 13 January in the Goldsmith's Lecture Theatre at the London School of Hygiene & Tropical Medicine, Keppel Street, London WC1.


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Das Saddameter



...und sein Verlauf:


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Abt. Die haben Probleme... II



Das Lufthygieneamt beider Basel findet es ganz dringend, dass die Bevölkerung am Rheinknie lernen muss, dass sie nix ausser Holz abfackeln darf in ihren Cheminées. Darum verprasst das Amt Fr. X00.000.- für eine Sensiblisierungskampagne, die sich laut <a href=www.persoenlich.com target=_blank>Werbenewsdienst "Persoenlich" so anpreist: "Durch eine emotionale Bildsprache und den frechen Slogan "Was stinkt denn hier?", soll die Bevölkerung aus Sicht eines betroffenen Kindes zum Überdenken der eigenen Verhaltensweise aufgefordert werden. Mittels Folder A3 und B4-Plakaten, Inserate, PR-Reportagen sowie Banner und Microsites will das Lufthygieneamt die Bevölkerung sensibilisieren." Das ist ein kongenialer Verhältnisblödsinn. Es gibt wohl dringendere Staatsaufgaben, als die paar Geizkragen umzuerziehen, die ihre Pralinenverpackungen im Cheminée verbrennen.


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Abt. Keintunnel CH
Mehr Infos hier: https://www.umverkehr.ch/referendum
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