Sonntag, 17. Oktober 2004


Abt. The Truman Reality


Nicht originell, aber dummdreist:
(wams) Jerry achtet nicht darauf, während er zur Toilette schlendert. Publikum beim Toilettengang stört ihn schon seit sechseinhalb Jahren nicht mehr. So lange wird er bereits von über 100 Kameras und Millionen Fernsehzuschauern beobachtet. Das Publikum störte ihn nicht, als er einst 24 Stunden von einem Nierenstein gepeinigt wurde und nur noch zwischen Bad und Bett hin- und herkrabbelte. Und auch seine Frau Lydija störte es nicht, als sie quotenträchtig vor fünf Kameras ihr Kind gebar. Ungefähr so werden sich ab erstem März 2005 ganze Leben vor dem TV-Publikum entfalten. Dann beginnt die Fortsetzung der Reality-Show "Big Brother" auf RTL 2: "BB for ever". Die Sendung geht, wie ihr Produzent Rainer Laux bekanntgab, in die Endlos-Schleife. Die Kandidaten werden Jahrzehnte, wenn nicht ihr ganzes Leben in einer Kunstwelt verbringen - Hochzeiten und Scheidungen, Geburten und Lebenskrisen inklusive. Besorgte Diskussionen sind absehbar: Werden Biographien für die Zuschauergaudi ruiniert? Menschen zu Unterhaltungsmaterial? Auf rund 4000 umzäunten Quadratmetern baut die Produktionsfirma Endemol derzeit eine kleine Stadt - mit Geschäften, Marktplatz, Kirchturm, Wäldchen und Statisten als Stadtbewohnern.

Das war ja nur eine Frage der Zeit. Viel mehr irrritiert, dass der wams-Artikel mit keiner Silbe "The Truman Show" erwähnt. Und: Ist es noch Zynismus oder schon faschistoid, wenn sein Autor Till-R. Stoldt die Entscheidung für ein ganzes Leben vor Publikum im Container als logische darstellt für jemanden, der draussen wenig mehr als einen Fliessbandarbeitsplatz zu erwarten hat?


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Abt. Was macht eigentlich...


Heute: Helmut Hubacher
Er macht den Reiseleiter auf baz-Leserreisen:


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Samstag, 16. Oktober 2004


Abt. It's not my fault


baz.ch über die Gründung der neuen Gewerkschaft Unia. Wie die baz richtig berichtete, wurde heute das neue Logo präsentiert. So wie auf dem baz.ch-bild sieht es aber nicht aus. Sondern so:

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Abt. Was macht eigentlich ...


... heute: Ronald Schill. Der mit der Partei. Der aus Hamburg. Das dortige Abendblatt meldet: Er wandert heute aus nach Kuba. Fidel, übernehmen Sie!


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Schluss mit Zwangsregistrierung im Web



Hier
gibt's für inzwischen 30877 Websites, die eine Registration verlangen, damit Du zu ihrem Content vordringen darfst, Username / Passwort Kombinationen. Damit kannst Du Dich einloggen, ohne selber die Registrationsprozedur über Dich ergehen lassen zu müssen. "Bug me not" heisst übrigens so viel wie: "Stör mich nicht!"


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Abt. Ätsch, es geht doch!


Man weiss nicht genau warum, aber in gewissen Mac-Modellen geht nicht, was manchmal ganz praktisch ist: Dass Du die Fläche des Desktops mit einem zweiten Bildschirm vergrössern kannst. In einigen iMac-, iBook und andere Modellen ist dieses Feature offenbar absichtlich deaktiviert. Der zweite Bildschirm zeigt da einfach eine Kopie des ersten. Das hat einen gewieften Coder nicht daran gehindert ein kleines Programm namens Screen Spanning Doctor zu entwickeln, das diesen Zustand umkehrt. Benutzung auf eigene Gefahr. Aber wo ist das nicht so?


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Abt. Outing?


Zwei Drittel der Befragten finden es daneben, dass Kandidat Kerry erwähnt hat, dass Dick Cheneys Tochter eine Lesbe ist.

(Washington Post) An overwhelming majority of voters believe it was wrong for Democratic nominee John F. Kerry to have mentioned in Wednesday's presidential debate that Vice President Cheney's daughter was a lesbian, according to the latest Washington Post tracking survey. Nearly two in three likely voters -- 64 percent -- said Kerry's comment was "inappropriate," including more than four in 10 of his own supporters and half of all swing voters. A third -- 33 percent -- thought the remark was appropriate. Kerry mentioned that Cheney's daughter was a lesbian in response to a question from moderator Bob Schieffer of CBS News asking the candidates if they believed "homosexuality is a choice?" After President Bush had answered that he "did not know," Kerry began by saying, " . . . If you were to talk to Dick Cheney's daughter, who is a lesbian, she would tell you that she's being who she was, she's being who she was born as." After the debate, Lynne Cheney attacked Kerry for raising the issue of her daughter's sexuality during the debate. Both Cheneys have been open about their daughter's sexual orientation, (...)


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Abt. Wie weiter mit 32?



click pic
. Ist das nicht der berühmte Max Küng da rechts? Dann wär das vielleicht sogar Tromboni, der da an der Tastatur? Nee, wohl doch nicht.


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Freitag, 15. Oktober 2004


DRS = Das Radio Sitzler...


... also die Besprechung dieses Buches aus der Feder von Susanne Sitzler, gibt's - wie angekündigt - jetzt hier zu hören von Schweizer Radio DRS 2.


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Abt. Wer sind eigentlich ... ?


Heute: Keno und Okko
(dpa) Archäologen haben an der alten Klosterkirche in der ostfriesischen Gemeinde Ihlow (Niedersachsen) in einem Grab zwei Skelette gefunden. Von den Skeletten sind nur Knochen vom Becken abwärts erhalten. Die Oberkörper und Köpfe fehlen. Es handle sich vermutlich um die bedeutendsten ostfriesischen Häuptlinge des Mittelalters, Keno tom Brok und seinen Sohn Okko II., sagte am Freitag Rolf Bärenburger vom Kulturverband Ostfriesische Landschaft in Aurich.


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Al Kombackia


Fast 30 Jahre nach dem Ende seiner musikalischen Karriere und seinem Übertritt zum Islam startet Cat Stevens alias Yusuf Islam ein überraschendes Comeback. Islam habe gemeinsam mit dem früheren Sänger der irischen Boygroup «Boyzone», Ronan Keating, eine neue Version seines Hits «Father and Son» von 1970 aufgenommen, berichtete die Londoner «Times» am Donnerstag.


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Abt. Versprechen brechen II


Die baz ist die beste Zeitung der Welt und ich bin ihr Prophet! Heute S. 19, Artikel über Vetterliwirtschaft auf dem Basler Hafengelände, geschrieben von Christian Mensch.

"Es wird auch attestiert, dass Regierungsrat Lewin angeordnet habe, die familiären Banden aufzulösen, und dass René Hardmeier per Ende 2003 als Direktor der BPG zurückgetreten sei."

Was ist da falsch? Im Prinzip nichts, meint Radio Eriwan, ausser dass es sich hier eventuell um den wohl weltersten Fall einer regierungsrätlich angeordneten Familienauflösung resp. Scheidung handelt. Das könnte gemeint sein, wenn Lewin anordnet, dass Hardmeier seine familiären Banden auflösen müsse. Auch wenn es dann korrekterweise hätte heissen müssen "die familiären Bande", wie KommentatorIn "igittigitt" zurecht bemerkt. Oder meinte Lewin tatsächlich, die Hardmeiers seien eine auf famililiären Strukturen aufbauende (Verbrecher-?) Bande (quasi eine Gang, resp. mafiöse Organisation), und die müsse sich auflösen? Das wär allerdings etwas grobes Geschütz. Sollte Lewin hingegen einfach gemeint haben, die Vetterliwirtschaft müsse aufhören, dann hätte er das anders formulieren sollen. "Banden" in "familiäre Banden" ist eine sinnverhindernde Vermischung von "Banden" als Plural von "Gang (engl.)" und - eben - "Familienbande" als "familiäre Verbindung(en)". Und warum ist Christian Mensch das nicht aufgefallen? Weil einem bazler nichts an der Sprache liegen muss? Dass im Interview mit Lewin derselbe sagen darf

Ich möchte nicht vorprellen!

bestätigt meine schlechte Meinung über die Sprachkompetenz sowohl der baz wie dieses Regierungsrates. "Vorprellen" gibt's zwar laut Duden, allerdings steht da: "vorprellen, (landsch. für vorpreschen)". Und "landsch." ist die Dudenabkürzung für "landschaftlich". Wenn Lewins basellanschaftlicher Kollege Erich Straumann, SVP, ebenfalls Wirtschaftsdepartement, nicht "vorprellen" wollen würde, dann ginge das ja noch an. Die SVPler können nicht anders als "landsch.". Alles in allem scheinen mir jedenfalls ernsthafte Zweifel an Lewins Urbanität angebracht.


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