Montag, 6. Februar 2006


Reality Check II: Cappuccinopreis


Frau Cassal kann nichts dafür, aber SFr. 4.50 für einen sehr mittelmässigen Cappuccino!!?? Ich werd auf's Alter immer knausriger!

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NZZ Weltliteratur kompakt: der Sinn!


Soeben ist mir aufgegangen, wozu die "Weltliteratur kompakt" der NZZ am Sonntag sich am allerbesten eignet: als WC-Lektüre!


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Zollfreistrasse: Sägen offenbar im Anmarsch



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Sonntag, 5. Februar 2006


China: Schweiz macht Fortschritte


Neulich in TwiT: Mit in der Runde Kevin Rose von digg.com. Kevin deutet an, dass digg ausbauen will in Richtung einer Site, die Dir Headlines zeigt auf der Basis jener Links, die Du ins System eingespiesen hast. Eine Art "Newsempfehlungsservice", basierend auf Deinen Interessen. Gastgeber Leo Laporte nimmt den Gedanken auf und vergleicht das mit dem Vorgehen von Google. Es ergibt sich folgender Dialog mit dem TwiT-Dauergast und Kolumnisten in verschiedenen PC-Magazinen John C. Dvorak, der meist den abgeklärten Skeptiker mimt:

Leo: I think, you're really smart, Kevin. 'Cos this is what Google has done so well. They realized: Wait! We're not a searchengine company. We are really a company that aggregates information about people. And can use it to their advantage. And I think that is very smart of you to see, what your business really is.

John: Hey! It also comes in handy for those black helicopters.

(Lachen in der Runde)

Leo: What do you mean, John?

John: Well, you know, they can track every of your thoughts. And then, if you get out of line a little bit, one can fly over your house and blow you away.

Leo: Oh, you can always move to China!

Das Ganze im O-Ton: twit-ausschnitt (audio/mpeg, 117 KB)

A propos China: Der chinesische Aussenminister Li Zhaoxing meint im SonntagsBlick heute auf die Bemerkung:

Blick: Die Schweiz und China haben unterschiedliche Auffassungen über die Menschenrechte...

Li: Ich war 1965 zum ersten Mal in der Schweiz. Damals hatten Frauen noch kein Stimm- und Wahlrecht. Ich bin froh zu sehen, dass die Schweiz bei den Menschenrechten Fortschritte gemacht hat und heute eine Frau Aussenministerin ist.

Blick: Macht denn auch China Fortschritte?

Li: Allerdings. In den letzten Jahren wurden 200 Millionen Chinesen von der Armut befreit. Das ist der weltweit grösste Beitrag zugunsten der Menschenrechte. Auch wenn noch viel zu tun bleibt: China hat schon heute mehr Konventionen über die Menschenrechte unterzeichnet als die USA.


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Heute vor 70 Jahren:


Kinostart von Charlie Chaplin's "Modern Times" Leider findet man kein Torrent dieses wunderschönen Films, aber dafür andere Meisterwerke und einen Trailer einer Restauration aus dem Jahre 2003.


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Abt. Cartoon Riots


(gefunden hier)

Nachdem ich das gesehen habe, muss ich grad drei bis vier Botschaften anzünden.


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Samstag, 4. Februar 2006


BS-Fische: Fenster und Türen schliessen!


Ähh, ist schon zu spät, sorry! BaselBlog macht auf diesen Artikel aufmerksam, der auf dieser Mitteilung beruht. Worin es darum geht, dass unsere Freunde von den LifeSciences mal wieder Durchfall hatten und tausende von Kilos Dimethylanilin in den Bach schissen, worüber hier steht:

Nach Ergebnissen akuter Toxizitätsprüfungen oral, dermal, inhalativ sowie bei erheblichen Anhaltspunkten für schweren, evtl. irreversiblen Gesundheitsschaden durch einmalige, wiederholte oder länger andauernde Aufnahme. Vorsicht: Jeglicher Kontakt mit dem menschlichen Körper ist zu vermeiden, da schwere Gesundheitsschäden, evtl. mit Todesfolge nicht auszuschließen sind.


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musterkapitalistische Buddhisten


Bei <a href=www.freilich.ch target=_blank>freilich.ch gefunden, den Hinweis auf einen Artikel im Vereinsblättli des WEF:

Gods and Mammon

(...) We find that Buddhism is the religion with the most pro-free market attitudes. Buddhists are strongly in favour of competition and private property, and are even willing to trade off some equality for better incentives. Christian religions are the second most capitalist. Both Catholics and Protestants are in favour of competition and private property (the former more than the latter). The Protestants also show some willingness to trade off equality for incentives, though Catholics do not.

Hindus and Jews exhibit mixed attitudes. Hindus seem to be very much against competition, but are in favour of private property and willing to trade off equality for incentives. By contrast, Jews are in favour of competition, but are more against private property and less willing to trade off equality for incentives. Finally, Islam appears as the religion least conducive to capitalism. Muslims are very much against competition, against private property and less willing to trade off equality for incentives. But it is not impossible for capitalism to succeed in Muslim countries, as Indonesia and Malaysia show. (...)


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Reality Check: Preis einer heissen Schoggi


Wie angemessen sind SFr. 4.30 für eine heisse Schoggi im "Parterre"? Der Schoggikuchen für SFr. 6.- geht knapp durch, denn der Achtel mit harter, dicker Schoggiglasur war ziemlich aufwändig angerichtet mit schoggipulververziertem Teller, eingelegter Zwetschgenhälfte daneben plus Schlagrahmbollen. Dabei hab ich einfach ein hundskommunes Stück 08:15-Schoggikuchen bestellt. Geschmacklich war das Ok, aber formal übertrieben an diesem Ort, scheint es mir. Die heisse Schoggi hingegen kam wie in jedem x-beliebigen Spunten: aufgeschäumte, warme Milch mit einem Beutel Pulver daneben.


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Freitag, 3. Februar 2006


lift06 IX


Robert Scoble, Mann von Microsoft, einer der bekanntesten Blogger. Er erzählt, wie wichtig heute Blogging in der Businesswelt ist. Auch er hat das cluetrain manifesto gelesen und scheint es verinnerlicht zu haben. Irgendwie sympathisch, trotz seines Microsoft-Labels. Der Inhalt seines Talks? Selber hören irgendwann in den nächsten Tagen auf der Konferenzsite.

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Abt. Immer an die Leser denken


Hmmm

Jaja. Ich weiss ja. Quote ist nicht alles. Ganz im Gegenteil ja eigentlich, wie ja dieser Spruch mit dem Fliegen und der Sch... beweist. Auch wer im Glashaus sitzt, soll mit Steinwürfen nicht sparen. Also mach nur weiter so patpatpat. Nur weiter so. Nur weiter so. Weil wir kennen ja keine Zensur. Bei uns darf man seine Meinung sogar noch zeichnen.


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lift06 VIII


(ja, einen hab ich ausgelassen. war nett, aber da gab's einfach nix zusammenzufassen, sorry.)

Als nächstes kommt Euan Semple von der BBC und erzählt über "Social Computing for the business world". Er kümmerte sich um "knowledge management" bei der BBC. Jetzt ist er Freelancer. Er beginnt damit, dass er den Begriff "knowledge management" überhaupt nicht mag dafür, was er tat. Stattdessen wollte er "Globally distributed, near instant, person to person conversations" (cluetrain!) ermöglichen. Er begann damit vor einigen Jahren, dass er bei der BBC ein rel. banales Bulletinboard einrichtete. Da beantworteten Angestellte Angestellten alle möglichen Fragen im Zusammenhang mit ihrer Arbeit bei der BBC. Mit der Zeit tauchten in dem BB auch Fragen auf, die die Organisation als Ganzes in Frage stellten. Managemententscheide wurden diskutiert usw. Ein Bsp.: Ein Wechsel bei den Wettergraphiken verursachte einigen Tumult intern. Der Wetterchef stellte sich der Diskussion im BB und am Ende profitierten alle Seiten davon. Ebenfalls wird dort diskutiert über Programmentscheide. Soll eine Serie bleiben oder nicht? Das BB ist ein sehr demokratisierendes Instrument. Es spielt keine Rolle, wie Du aussiehst, wo Du bist, welche formelle Stellung Du innerhalb der Organisation hast etc. "Ich wusste, wenn ich das schnell genug, gross genug und wichtig genug bekomme, wird es schwierig, es wieder abzustellen durch das Management..." Das BB wurde ausgeweitet zu einem System, in dem die Leute ihr Profil deponieren können, eine Art persönliche Homepage. Und es gibt "Interessengruppen", thematisch geordnet. Das Ding lässt sich natürlich auch durchsuchen. Bsp.: Jemand macht ein Programm mit Dänisch drin. Wer kann Dänisch? In Sekunden weisst Du es und kannst Dir einen Text übersetzen lassen. Gratis. Davor musste eine Übersetzungsagentur damit beauftragt werden... Das System erlaubt auch Blogging. Kommentare sind möglich. Manager der BBC bloggen dort in einer offenen und direkten Sprache. Die Konsequenz: Die Leser des Managerblogs werden auch zu einer Art "Followers": "Wir kennen ihn, wir wissen, was er will, wir haben mit ihm diskutiert, wir unterstützen ihn". Es hat auch ein Wiki der Ausbildungsabteilung. Kurse sind dort drin, inklusive Ergänzungen der TeilnehmerInnen.

Semples Kinder zeigten ihm: In Zukunft werden die Menschen es als normal anehen, dass die Welt aus Gesprächen und Kommunikation besteht. Und immer weniger aus einer Kommandostruktur. Ein zunehmendes Paradox: Die erwachsene Businesswelt hält Dich an dazu, kindisch zu bleiben: Du darfst nicht sagen, was Du denkst, Du musst Fehler weitermachen und weitergeben. Die digitalen Tools hingegen erlauben, wirklich erwachsen zu werden! Auf seinem Blog schreibt Semple es so:

I find it increasingly paradoxical that the "grown up" world of suits and offices and job titles is the one that encourages you to remain childish. You are not really encouraged to say what you think, you pass responsibility up to the grown ups above you and you are rarely able to be held accountable for your decisions. On the other hand in the supposedly childish online world of forums, blogs and wikis you have to be prepared to say what you think, be prepared to stand by it and jusfity it in a debate and if you have fucked up your written thinking is there for all to see forever.

Seine Business-Site: euansemple.com.

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infamous for 8673 Days
Sperrfrist: 14.04.25, 05:43

Kontakt:
infamy-Kollektiv
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Abt. Keintunnel CH
Mehr Infos hier: https://www.umverkehr.ch/referendum
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