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supra, 8. November 2011 16:30:00 MEZ
Abt. Armes Baselbiet

"ENTLASTUNGS PAKET" ohne Trennstrich: Wahrscheinlich hatte man Angst, es könnte als Minuszeichen verstanden werden.
Natürlich sollte man Moussaka (zumindest noch) nicht mit Rahmdääfeli vergleichen. Aber auch der Kanton Basel-Landschaft steht finanziell alles andere als gut da. Jahrzehntelang hat er die Steuern für Reiche gesenkt, und nun muss er bluten. "Entlastungspaket" (pdf-Dokument) nennt die Regierung das, was retten soll, was noch zu retten ist, ohne dass die Reichen etwas mehr zahlen müssen Und das sieht unter vielem, sehr viel anderem so aus:"Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft beantragt dem Landrat, für das Jahr 2012 keinen Teuerungsausgleich für das Staatspersonal auszurichten."
Aber ganz so schnöde will man sein Personal denn doch nicht behandeln. So will die Regierung nach eigenen Angaben..."... als ein Zeichen der Wertschätzung den Mitarbeitenden zusätzlich einen freien Tag (am 30. April 2012) gewähren, welcher nicht zu kompensieren ist".
Wie sie das beim gleichzeitigen Abbau von rund 230 Stellen bewerkstelligen möchte, sagt die Regierung nicht.
Vielleicht durch den teilweisen Rückzug aus Staatsverträgen mit Basel-Stadt, was aber in der Stadt gar nicht gut ankommt, wie die baselstädtische Regierung heute schreibt:"Nicht in Frage kommt, dass die einseitigen Sparbemühungen zu einer substanziellen Mehrbelastung des Kantons Basel-Stadt führen. Eine Schieflage in der Partnerschaft würde entstehen. Die beiden Kantone wollen sich aber auf Augenhöhe begegnen, darum müssen Rechte und Pflichten in den Kernbereichen gleich verteilt werden."
Sehr viel mag oder besser kann die Basler Exekutive zur Baselbieter Sparvorlage nicht sagen weil:"Sie ist aber zu wenig aussagekräftig, um konkret Stellung nehmen zu können."
Das Ganze ist ja auch etwas unübersichtlich, weil sich die Baselbieter Regierung mit dem Seziermesser an die vielen Sparpöstchen gemacht hat. Ein Beispiel:"Der Vorkurs für Gestaltung und Kunst soll ab nächstem Sommer für Lernende aus dem Kanton Baselland nur noch nach bestandener Matur, die Fachklasse gar nicht mehr subventioniert werden,"...
... moniert die Schule für Gestaltung, wo unter anderen die Vorkurse und Fachausbildung für Grafik durchgeführt werden:"Die geplanten Sparmassnahmen schwächen die Berufsbildung in der Region, beschneiden die Chancengleichheit zwischen Jugendlichen aus Baselland und Baselstadt und treffen unsere Institution im Kern. Ein Wohnsitz diesseits oder jenseits der Kantonsgrenze wird künftig über Berufswege entscheiden, die bis anhin frei gewählt werden konnten."
Für die Bemühungen aus Basel-Stadt, den Zweig Kreativwirtschaft in der Region zu stärken, dürfte das ein schmerhafter Rückschlag sein. Aber bereits beim "Entlastungspaket" selbst scheint der Kanton Basel-Landschaft bei der Grafik (siehe oben) sehr sparsam vorgegangen zu sein.
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