| |
supra, 30. Mai 2011 13:49:00 MESZ
Abt. Publi-Kommentar
In gewissen Zeitungen und Zeitschriften gibt es das Gefäss "Publireportage". Dabei handelt es sich um bezahlte Werbung in Reportageform, was auch entsprechend deutlich gekennzeichnet gehört. Der Presserat hatte 2005 den "KMU-Manager" gerügt, weil dieser eine "Publireportage" zwar als solche bezeichnet hatte, sie aber vom Layout her nicht vom redaktionellen Teil abgegrenzt hatte. Überdies riet der Presserat den Redaktionen "dringend" ...:"... zur begrifflichen Kennzeichnung bezahlter PR-Texte anstelle des nicht allgemein bekannten Begriffs «Publireportage» eine klarere Bezeichnung wie z.B. «Inserat», «Anzeige» oder «Werbung» zu kennzeichnen."
Die "Basler Zeitung" hat jetzt ein neues Gefäss erfunden, das sie aber weder als solches grafisch kennzeichnet noch also solches bezeichnet: Der Publikommentar.
Als Publikommentator betätigt sich zum zweiten Mal Interpharma-Generalsekretär Thomas Cueni. Dass er nicht mehr als solcher bezeichnet wird, hinderte den Pharmalobbyisten aber keineswegs daran, auf plumpste Art und Weise einen reinen PR-Text abzuliefern."Gewisse Mythen halten sich hartnäckig und sind schwer zu widerlegen. Dazu gehört die stets gehörte Kritik an der Pharmaindustrie, sie gebe doppelt so viel für das Marketing aus wie für die Forschung. Damit verbunden ist implizit die Annahme, die Ausgaben für Marketing seien problematisch, weil man dieses Geld doch besser in mehr Forschung investieren würde. Falsch ist schon die Annahme, dass Marketingausgaben der Forschung Geld entziehen. Es nützt nichts, ein tolles Produkt zu haben, wenn es niemand kennt. Nur wer erfolgreich verkauft, hat wieder Mittel, um in die Forschung zu investieren."
Jetzt könnte man einwenden, dass Cueni als eingeladener Kolumnist für seine PR-Spalte gar nichts bezahlt habe. Hat er das wirklich nicht? Gehört nicht vielleicht Interpharma zusammen mit den Schweizer Atomstromproduzenten zu Moritz Suters anonymer Geldgeberriege? Ich kann mir beim besten Willen einfach nicht vorstellen, dass eine Redaktion, die auch nur ein kleines bisschen an einen Rest von inhaltlicher Unabhängigkeit glaubt, einen solchen Text freiwillig abdrucken würde.
Phillis, 30.05.11 17:55
So hoch musst Du die BaZ nicht ansiedeln, Du guter supra(dyn).Den Globalheinis mit den beiden Oesterreichern ist dieses Lokalblatt so was von egal. Genauso egal wie die Interpharma, nur wissen die nicht wohin mit der tranigen Nervensäge C.
... Link
bah,
ich trau' unsren standesgenossInnen mittlerweile so ziemlich alles zu.
p.s: es gab mal eine zeit, als ich mit einem gewissen stolz sagte, was ich beruflich mache. mittlerweile schau' ich, dass ich damit erst gar nicht rausrücken muss, oder sag's halb entschuldigend ...
... Link
friedman, 01.06.11 18:39
Lustig!
Meines Wissensist der Pharmacueni Spross einer Apothekerfamilie. Dörfs e bitzely meeh sy?
... link
Read more infamous news!
|
|
 infamous for 3496 Days Sperrfrist: 23.02.12 00:13
|
Willkommen bei dieser kurzen Tour durch infamy!
Zuerst mal der Disclaimer:
infamy ist das mehr oder weniger offizielle Weblog des in.f.a.m. Medienbüro in Basel (Schweiz). Es dokumentiert und karikiert den Alltag journalistischen Schaffens (insbesondere, aber nicht ausschliesslich) in der deutschschweizerischen Medienwelt und zeichnet sich neben einem Höchstmass an News- und Nutzwert durch seinen hohen Satire-Gehalt aus.
Allfällige Ehrverletzungen wären in jedem Fall unbeabsichtigt. Wenn möglich, nennt infamy die Quellen seiner Meldungen. Wo es vergessen geht, ist auch dies unbeabsichtigt. infamy ist kostenlos und für jedermann frei zugänglich. Für Kommentare oder von Lesern gepostete Beiträge übernimmt die Redaktion keine Haftung.
Die Haftung für Inhalte und Links dieser Seite liegt beim Nutzer, der diese Inhalte publiziert. Ausserdem übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschliesslich deren Betreiber verantwortlich.
Die Redaktion behält sich die Kürzung und auch die Löschung von Beiträgen vor.
Schauen Sie sich um!
Meine Güte, was koch ich denn bloss? Look no further! Von der preisgünstigen und schnellen Hausmannsküche bis zum exotischen Leckerbissen hält das infamy Kochstudio stets eine Inspiration zum Nachkochen bereit. Unbestrittener Star im Studio ist Supra, der nicht nur mit jedem Küchenwerkzeug umzugehen, sondern auch aus den teuersten Zutaten einen schmackhaften Schnellimbiss zuzubereiten weiss.
Schnüffis, das weiss jeder Boulevard-Redaktor, ziehen immer. Und nirgends sind die Schnüffis schnüffiger als bei infamy. Nicht das verkitschte, überzüchtete und degenerierte Haustier allein steht hier im Focus, sondern ebenso das eigenwillige, bisweilen gar absonderliche Biest, das mitunter völlig zu Unrecht des Menschen bester Freund genannt wird. Namensgeber der Rubrik "Jööö, Schnüffi!™" ist übrigens der singende Hund Schnüffi, der einst in der infamy-Zentrale vorübergehend um Asyl ersucht hatte. Gott hab ihn selig!
Was dem Tierfreund das Schnüffi, ist dem Autonarr die Karre. Ob Oldtimer-Liebhaber bis oder drehzahlengeiler Technik-Fetischist – die infamy-Rubrik "Geili Kääre" hält für jeden etwas bereit. Angucken und abfahren!
Alles was kaputt geht oder schon ist, aber woran wir nicht schuld sind, wird bei infamy in der Rubrik "It's not my fault!" dokumentiert und gleichsam versorgt. Sie ahnen ja nicht, wie viele Seiten des Internets zeitweise unerreichbar sind. Würde man die nicht funktionierenden Teile abziehen, wäre das Internet viel kleiner als man uns weismachen will.
Viagra ohne Rezept, Frauen aus Osteuropa, Schwarzgeld aus Namibia: Was wäre das Internet ohne die vielen Schnäppchenangebote, die uns jeden Tag per E-Mail zugeschickt werden? Die schönsten Beispiele werden in der infamy-Rubrik "Spam of the day" verewigt. Langjährige Erfahrung zeigt: Längst nicht aller Scheiss, der einem unaufgefordert zugeschickt wird, kommt aus anonymer Quelle.
Damische Schreibfehler, hanebüchene Redewendungen, wahnwitzige Metaphern: Die beste aller Basler Tageszeitungen (es gibt ja nur eine!) ist für infamy eine nie versiegende Pointenquelle. Zu finden sind die Trouvaillen unter der Rubrik "bazille des Tages"!
Das war die Tour – aber längst nicht alles, was infamy zu bieten hat. Schauen Sie sich um, kommen Sie wieder, bleiben Sie uns treu! Weiter geht's mit einem Klick aufs Häuschen oben rechts an diesem Rahmen. Viel Spass auf infamy!