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patpatpat, 18. Juni 2009 10:28:00 MESZ
Abt. Mediennostalgie - heute: Gebt mir Hottinger zurück!
Mir kommen die Tränen, ich bin einem Schreikrampf nahe und schluchze "Gebt mir Arnold Hottinger zurück!", wenn ich von der - nota bene - NZZ-NahOstBloggerin Sätze lese wie:Iran ist ein tolles Land, daran gibt es nichts zu rütteln. Auch die Iraner mag ich - meistens. Klar, habe ich auch einige schlechte Erfahrungen gemacht. Zum Beispiel, als ich dem Boss des Pressebüros die Hand gab. Nach seinem Islamverständnis darf er sie nicht nehmen, er wollte mich aber nicht brüskieren. Und so war es, als würde ich einem toten Frosch die Hand reichen. Ich fühlte mich gedemütigt und verfluchte den Mann innerlich. (...) Im grossen Ganzen sind Iraner jedoch kooperativ.
Heute geht es um etwas anderes, nämlich um Demonstrationen und Tote. Wer geht eigentlich auf die Strasse und wo? Genaues weiss man wegen der massiven Zensur nicht. Deshalb verlasse ich mich auf Intuition und Erfahrung.
Iran ist ein Land im Nahen Osten. Das bedeutet: Es ist korrupt und eine Diktatur und hat eine sehr starke und schlagkräftige Sicherheitspolizei. Weiter: Die Bewohner des Nahen Ostens bilden eine ausgeprägte Klassengesellschaft und sind unzufrieden. (...) Oder man protestiert. Das ist extrem gefährlich. Viel bedrohlicher, als man sich das im Westen vorstellen kann. Demonstrieren tut man unter Lebensgefahr. Wird man nicht getötet, steht anderes bevor. Zum Beispiel Gefängnis und Folter. Wer dann aus der Haftanstalt entlassen wird, kann jegliche Karriere oder Zukunft in den Wind schreiben. (...) Vermutlich ist Ahmedinejad tatsächlich gewählt worden - doch bedeutet das etwas? (...) Musavi hat übrigens nicht den besten Ruf. Am Montag reckte er bei der Demo die Arme in die Höhe und liess sich feiern. Das gefiel mir nicht. Wollte er die Revolte etwa an sich reissen? Es geht doch um viel mehr! (...) Ich sitze auf dem rosa Teppich aus Isfahan und träume von meinen Reisen nach Iran. Bei meiner ersten im Jahr 2000 waren Parlamentswahlen. Die Tour war ein Augenöffner, denn erstmals traf ich im Nahen Osten eine unbeugsame Feministin. Weiter roch ich den Duft iranischer Heckenrosen in Kashan. Ich hatte eine tolle Übersetzerin, eine Englischstudentin, die sich Beine und Arme ausriss, um mir die besten journalistischen Happen in den Mund zu schieben. (...) Das Web ist keine gute Erfindung. Weizenbaum hatte doch recht. Das Internet ist ein Misthaufen! Auch wenn fuzzy heute in Luzern neue Jünger dafür rekrutiert...
NetterOnkel, 18.06.09 10:54
Gleicher
Warum schickt man überhaupt eine Frau als Korrespondent in den nahen Osten? Hat das etwas mit Gleichberechtigung zu tun?
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Mann, denk wegen der tüpisch weiblichen Perspektive ("ich roch den Duft iranischer Heckenrosen").
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friedman, 18.06.09 13:15
und wegen ...
der direkten betroffenheit. «es war, als schüttelte man einem frosch die hand. ich begann ihn zu verachten.»
meine fresse!
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muller, 18.06.09 13:39
Iran ist ein Land im Nahen Osten.
"...Es ist korrupt und eine Diktatur ...die Bewohner des Nahen Ostens...sind unzufrieden..."
Muss man diese Frau nicht lieben?
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patpatpat, 18.06.09 13:52
Lieben? Naja. Wenn Du willst...
Aber erfinden müsste man sie, wenn's sie nicht schon gäbe...
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Wie sieht denn das aus ...
... wenn mir meine Dolmetscherin Happen in den Mund schieben will, nachdem sie sich die Arme ausgerissen hat? Friedman, ans Leuchtpult!
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patpatpat, 18.06.09 21:42
Iranerinnen
und -aussen können das! Gestählt in der Jugend von lockeren Sprints über irakische Minenfelder!
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Read more infamous news!
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 infamous for 3486 Days Sperrfrist: 13.02.12 13:21
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