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patpatpat, 22. Januar 2013 13:35:00 MEZ
Abt. Mikropolitik - heute: Aufstocken!

Ein Stockwerk mehr für alle! In Quartieren, in denen bereits 4-geschossig gebaut werden darf. So einfach wär's. Und schon hätten in Basel25'391 mehr Menschen Platz. OHNE dass eine einzige Grünfläche dafür unter Beton verschwinden müsste! Nein, das ist nicht eine Furzidee aus der Schrebergärtnerecke. Das steht - on the record - in dieser Studie (integral) (hier das 2-seitige Faktenblatt: swissrei-studie_verdichtung_151212_faktenblatt
(application/pdf, 189 KB)
) des SwissREI ("Institut der Schweizer Immobilienwirtschaft"), erstellt u.a. von Joelle Zimmerli, wie man mir zuraunt (sie kam letzten Sommer z.B. zu Wort mit interessanten Äusserungen in der zweiten Hälfte des Artikels "Hat Zürich eine Zukunft?" in der ZEIT).
Der Tagi hat's auf Papier davon, dort hab ich's gesehen. Und Newsnetz.

Wer jetzt findet, das wär doch was für Basel, dem sei gesagt: Lass alle Hoffnung fahren! Denn die Aufstockungsverhinderung hat einen Namen:Rainer Volman vom Stadtbasler Planungsamt warnt vor «städtebaulich unschönen Ergebnissen», wenn etwa in einer Häuserreihe sich nur ein Hausbesitzer dazu entschlösse, ein Stockwerk höher zu bauen. Dank Volmanns Einsatz wider die Einzelgänge von Hauseigentümern sind wir bis jetzt von «städtebaulich unschönen Ergebnissen» verschont geblieben. Oder???
Und dann kommt - ungefragt und unzusammenhängend - das Totschlagargument aus dem Neubad-Quartier:Viele Gebiete der Stadt hätten sehr kleine Parzellen, die auf eine dichte Bebauung mit Reiheneinfamilienhäusern zugeschnitten seien. Ein Wechsel zu grösseren Mehrfamilienhäusern erfordere dann in der Regel die Zusammenarbeit mehrerer Eigentümer. «Ein erfahrungsgemäss schwieriges, langwieriges Unterfangen», so Volman. Hallo! Darum geht's keine Sekunde. Die Einfamilienhäuschenidylle will ja (noch...) gar niemand plattmachen. Es reicht 6,4-mal für die offizielle baselstädtische Bevölkerungswachstumsprognose bis 2025, wenn dort, wo schon 4 Stockwerke vorhanden sind, ein einziges dazu käme. Da diese Möglichkeit wohl de facto nur sehr zögerlich genutzt würde, vielleicht bei jeder sechsten Liegenschaft, ginge das Ganze perfekt auf.

Nein, schau jetzt nicht in den revidierten Zonenplan von Basel-Stadt, der irgendwann zwischen jetzt und dem St. Nimmerleinstag auf den Tisch des Grossen Rates kommt! Denn dort regiert König Volmann, der Unaufgestockte.
Damit bliebt's dabei: Basel wächst. Aber durch picklige Hochhausakzente, teils auf dafür überbautem Grün. Nicht flächig via Zusatzstockwerke.
Wer hat das Aufstocken erfunden? Wir erlauben uns, an die infamy-Vision für den Claraplatz zu erinnern, gepostet hier vor bald 3 Jahren:

Nachtrag - Irgendwie gehört die jüngste Lachnummer des Gewerbeverbandes, wahrscheinlich von seiner PR-Agentur ihm verkauft als Argument gegen das Raumplanungsgesetz, auch grad hierhin:

"Horror-Mieten auf engstem Raum"? Vermutlich ist das Münster-Pfarrhaus gemeint.
suburbansky, 23.01.13 11:39
Grundsätzlich eine gute Idee, aber sie braucht ziemlich strenge Rahmenbedingungen, sonst artets aus...
z.B. hier: goo.gl
oder hier: goo.gl
Das hier: goo.gl ist zwar keine Aufstockung im eigentlichen Sinn, aber das inzwischen fertiggestellte Gebäude wirkt irgendwie doch etwas seltsam. Und ist vollkommen zonenkonform.
... Link
mr41, 23.01.13 12:10
die idee ist tatsächlich verlockend.
eine entscheidende frage wäre, ob höhere baulinien zu aufbauten führen würden, oder ob nicht eher grossräumig abgerissen und von grund auf höher gebaut würde.
... Link
SiriusCH, 24.01.13 14:09
Jeder Stadtplaner der auch an Ökologie (des Gesamtsystems) interessiert ist, predigt doch schon lange, dass die Städte ihre Vorschriften dazu lockern sollten.
... link
Read more infamous news!
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 infamous for 3950 Days Sperrfrist: 21.05.13 15:15
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