| |
Bitte melden Sie sich zuerst an.
supra, 13. Dezember 2011 09:57:00 MEZ
Abt. "End- und Trauerspiel" – eine kleine Presseschau
Da die betroffene Zeitung nicht informiert (siehe unten), werfen wir einen Blick darauf, was die anderen Medien an prominenter Stelle über das Thema der Stunde zu schreiben haben. Unter dem Titel "Trauerspiel um 'Basler Zeitung'" kommentiert die NZZ:Durch die Kulissenschiebereien ging wertvolle Zeit verloren. Zeit, welche die «Basler Zeitung» dringend gebraucht hätte, um wieder Boden fassen zu können in einer Verlagsbranche, die durch den Strukturwandel auf dem Medienmarkt höchst herausgefordert ist. Das Versteckspiel hat der «Basler Zeitung» geschadet. Auch im öffentlichen Ansehen. Blocher sagt, die Medienkonzentration in der Schweiz sei bedrohlich, es müsse Vielfalt auch unter den Eigentümern gewahrt werden. Das ist eine löbliche Meinung. Nur sollten den Worten entsprechende Taten auf unternehmerischer Ebene folgen. Davon war bisher kaum etwas zu erkennen."
Was Medienredaktor Rainer Stadler damit genau meint, ist nicht ganz klar.
Zum Tageskommentar hat es die Geschichte im "Tages-Anzeiger" geschafft, der den aktuellen Stein ins Rollen gebracht hatte. Kommentator Constatin Seibt sieht die Gier nach Macht als Motor hinter Blochers Engagement:"Wie gierig Blocher auf noch mehr Macht und Kontrolle ist, zeigt das miserable Geschäft, das Blochers Familienunternehmen Robinvest mit der Zeitung machte: Vater und Tochter warfen rund 70 Millionen für einen Verlag mit 100 Millionen Schulden auf. Bei der Buchprüfung spielte sogar ein 30-Millionen-Loch in der Pensionskasse keine Rolle. Ein Fehler, den sich nur ein Milliardär leisten kann. Doch die Versuchung, einen Chefredaktor wie Markus Somm und voraussichtlich einen Verlagschef wie Filippo Leutenegger zu besitzen, zwei lang erprobte Anhänger, sind der Familie Dutzende Millionen wert. Die Schweiz hat mit den Blochers nun eine echte Oligarchenfamilie: komplett mit eigenem Schloss, Partei, Firmen, Fabriken und Zeitungen."
In der Tageswoche sorgt sich Co-Chefredaktor Remo Leupin um seine Journalistenkollegen, die sich von Somm und Blocher noch nicht haben vertreiben lassen:"Das stete Vertuschen der wahren Besitzverhältnisse hat nicht nur die Glaubwürdigkeit Blochers und Suters ramponiert, sie schadet auch den BaZ-Redaktorinnen und -Redaktoren, die nach bestem Wissen und Gewissen eine Zeitung machen und dabei Monate im Ungewissen gelassen wurden: Welcher Leser mag noch einer Zeitung vertrauen, deren Führung ein Jahr lang etwas zu verstecken hatte?"
Sogar die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" nimmt das Thema prominent auf. Dort schreibt Jürg Altwegg:"Blocher als Besitzer der 'Basler Zeitung' bedeutet deren Aus (...) Es ist ein End- und Trauerspiel von nationaler Bedeutung."
Die "Basellandschaftliche Zeitung" konnte sich nicht zu einem eigentlichen Kommentar durchringen, lässt aber viele Basler Politpromis zu Wort kommen, die alle mit Ausnahme von SVP-Nationalrat Sebastian Frehner mehr oder weniger einig entsetzt sind:"Es war in erster Linie die Verblüffung über das Tempo der sich überstürzenden Ereignisse, die aus den ersten Reaktionen sprach, weniger der Sachverhalt selbst."
Ach ja. Auch der Unverlinkbare nimmt Stellung. Wegen den rigiden Copyrightbestimmungen trauen wir uns aber nicht so richtig, ihn hier zu zitieren.
Nachtrag
Auch Rettet Basel meldet sich zu Wort:"Seit anderthalb Jahren wird die Basler Öffentlichkeit von Christoph und Rahel Blocher, ihrer gemeinsamen Firma Robinvest und den Strohmännern Wagner/Tettamanti/Suter/Ospel systematisch hinters Licht geführt und belogen. Gezielt macht Chefredaktor Markus Somm allwöchentlich Stimmung gegen Andersdenkende und Minderheiten. Seine Zeitung hat den Auftrag, der SVP-Politik in Basel und in der Schweiz den geistigen Boden zu bereiten."
Garniert ist dieser Kommentar mit dem Aufruf zu einer Demonstration gegen die "BloZ" am Samstag, 17. Dezember 2011, 14.30 Uhr auf dem Theaterplatz.
Read more infamous news!
|
|
 infamous for 3588 Days Sperrfrist: 25.05.12 13:24
|
Willkommen bei dieser kurzen Tour durch infamy!
Zuerst mal der Disclaimer:
infamy ist das mehr oder weniger offizielle Weblog des in.f.a.m. Medienbüro in Basel (Schweiz). Es dokumentiert und karikiert den Alltag journalistischen Schaffens (insbesondere, aber nicht ausschliesslich) in der deutschschweizerischen Medienwelt und zeichnet sich neben einem Höchstmass an News- und Nutzwert durch seinen hohen Satire-Gehalt aus.
Allfällige Ehrverletzungen wären in jedem Fall unbeabsichtigt. Wenn möglich, nennt infamy die Quellen seiner Meldungen. Wo es vergessen geht, ist auch dies unbeabsichtigt. infamy ist kostenlos und für jedermann frei zugänglich. Für Kommentare oder von Lesern gepostete Beiträge übernimmt die Redaktion keine Haftung.
Die Haftung für Inhalte und Links dieser Seite liegt beim Nutzer, der diese Inhalte publiziert. Ausserdem übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschliesslich deren Betreiber verantwortlich.
Die Redaktion behält sich die Kürzung und auch die Löschung von Beiträgen vor.
Schauen Sie sich um!
Meine Güte, was koch ich denn bloss? Look no further! Von der preisgünstigen und schnellen Hausmannsküche bis zum exotischen Leckerbissen hält das infamy Kochstudio stets eine Inspiration zum Nachkochen bereit. Unbestrittener Star im Studio ist Supra, der nicht nur mit jedem Küchenwerkzeug umzugehen, sondern auch aus den teuersten Zutaten einen schmackhaften Schnellimbiss zuzubereiten weiss.
Schnüffis, das weiss jeder Boulevard-Redaktor, ziehen immer. Und nirgends sind die Schnüffis schnüffiger als bei infamy. Nicht das verkitschte, überzüchtete und degenerierte Haustier allein steht hier im Focus, sondern ebenso das eigenwillige, bisweilen gar absonderliche Biest, das mitunter völlig zu Unrecht des Menschen bester Freund genannt wird. Namensgeber der Rubrik "Jööö, Schnüffi!™" ist übrigens der singende Hund Schnüffi, der einst in der infamy-Zentrale vorübergehend um Asyl ersucht hatte. Gott hab ihn selig!
Was dem Tierfreund das Schnüffi, ist dem Autonarr die Karre. Ob Oldtimer-Liebhaber bis oder drehzahlengeiler Technik-Fetischist – die infamy-Rubrik "Geili Kääre" hält für jeden etwas bereit. Angucken und abfahren!
Alles was kaputt geht oder schon ist, aber woran wir nicht schuld sind, wird bei infamy in der Rubrik "It's not my fault!" dokumentiert und gleichsam versorgt. Sie ahnen ja nicht, wie viele Seiten des Internets zeitweise unerreichbar sind. Würde man die nicht funktionierenden Teile abziehen, wäre das Internet viel kleiner als man uns weismachen will.
Viagra ohne Rezept, Frauen aus Osteuropa, Schwarzgeld aus Namibia: Was wäre das Internet ohne die vielen Schnäppchenangebote, die uns jeden Tag per E-Mail zugeschickt werden? Die schönsten Beispiele werden in der infamy-Rubrik "Spam of the day" verewigt. Langjährige Erfahrung zeigt: Längst nicht aller Scheiss, der einem unaufgefordert zugeschickt wird, kommt aus anonymer Quelle.
Damische Schreibfehler, hanebüchene Redewendungen, wahnwitzige Metaphern: Die beste aller Basler Tageszeitungen (es gibt ja nur eine!) ist für infamy eine nie versiegende Pointenquelle. Zu finden sind die Trouvaillen unter der Rubrik "bazille des Tages"!
Das war die Tour – aber längst nicht alles, was infamy zu bieten hat. Schauen Sie sich um, kommen Sie wieder, bleiben Sie uns treu! Weiter geht's mit einem Klick aufs Häuschen oben rechts an diesem Rahmen. Viel Spass auf infamy!