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supra, 9. November 2011 16:17:00 MEZ
Abt. Sex sells – heute: Das Historische Museum Basel

Gebt es zu (Ihr Männer), auch Ihr hättet gerne die Hand dort, wo sie auf dem neuen Dauerausstellungskatalog des Historischen Museums Basel gelandet ist. Nun denn, solche Griffe sind hier Göttern vorbehalten, im gezeigten Falls Merkur bei der Entführung von Psyche, einer nur gerade 28 Zentimeter grossen Statuette aus Elfenbein, entstanden Mitte des 17. Jahrhunderts, von dem hier auf der Abbildung natürlich nur ein kleines pikantes Detail zu sehen ist.
Diese Figur ist eines der Highlights der Kunst- und Wunderkammer des Historischen Museums Basel, die nach mehreren Jahren Unterbruch nun gänzlich frisch präsentiert emndlich wieder zugänglich ist. Sie stammt aus dem "Museum Faesch" genannten Kunstkabinett der Familie Faesch, die nur eine von vielen wichtigen Basler Sammlerfamilien war. Ein Reiseführer aus dem 17. Jahrhundert, so weiss der scheidende Direktor des Historischen Museums, Burkard von Roda zu berichten, zählte als Sehenswürdigkeiten gut 50 solcher Kabinette auf.
Die Kostbarkeiten dieser Kabinette sind, sofern nicht verkauft oder verschollen, der Grundstock des kunstistorischen Schatzes, den das Museum im Untergeschoss der Barfüsserkirche nun wieder präsentieren kann. Ganz im Gegensatz zum radikalen Minimalismus des neueröffneten Museum der Kulturen Basel gilt hier das Motto: "Hier zeigt man, was man hat."
Und man hat schöne, prächtige Sachen zu zeigen, man zeigt sie schön und prächtig herausgeputzt (und didaktisch wunderbar multimedial dokumentiert). Aber es handelt sich durch und durch um eine kunsthistorische Schau, die zeitlich bis auf ganz wenige Objekte (ein aktuelles Einfrankenstück oder ein paar Medaillons) höchstens bis ins 19. Jahrhundert reichen. Von der Diskussion um ein Haus der Geschichte bleibt diese Dauerausstellung unberührt, die jüngere Vergangenheit muss draussen bleiben oder darf allenfalls im Sonderausstellungstrakt nebenan vorkommen.
Mit dieser neu eingerichteten Dauerausstellung hat sich der von seiner Pensionierung stehene Direktor von Roda quasi ein schönes Denkmal auf Zeit errichtet. Sein aktuell zur Wahl stehender Nachfolger (oder -in) wird es zumindest zu Beginn nicht ganz so leicht haben, eigene Ideen einzubringen.
Nicht nur das ...
... historische Museum Basel wirbt mit den reizvollen Reizen der Frau.
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friedman, 09.11.11 22:22
Ich wüsste ...
... tausende von Orten an denen ich meine schmierigen Griffel lieber hätte, als an einem winzigen, kalten und harten Elfenbeinoval, dass höchstens einem Dreiährigen wenigstens die korrekten Grössenverhältnisse von Männerhand und Frauenarsch veranschaulichen kann. Wie's sich anzufühlen hat, kriegt der kleine dann, solange nicht hässlich wie ein Marabu und ungeschickt wie Mr. Bean dann irgendwann schon raus. Wer erinnert sich nicht gerne an den ersten unbehinderten Griff unter ... Lassen wir das.
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