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Abt. wochenrückblick
was mich doch eingermassen erstaunt, ist dass hier im kulturbeflissenen chat (rip, holbein) niemand das aktuelle programm der basel sinfonietta unter dem titel "zwölf töne für bach" wahrgenommen hat. immerhin stammt nicht nur das orchester von weltformat unzweideutig von hier, sondern auch der von urs peter schneider, marc kilchenmann und dominik blum (wieder)entdeckte komponist hermann meier aus der region, dem schwarzbubenland nämlich. und immerhin stand am 24. januar im casino die uraufführung zweier grosser orchesterwerke meiers auf dem programm.

was zugegebenermassen nicht allzu schwierig ist, wurden doch zu lebzeiten meiers (1906-2002) von ihm ganze vier komposition aufgeführt. erst dank der rührigen arbeit der oben erwähnten (und neuerdings - es muss gesagt sein - der tatfinanzkräftigen mithilfe der paul-sacher-stiftung) konnte meiers umfangreiches werk (über 80 kompositionen) in den letzten jahren ediert, erforscht und vermehrt aufgeführt werden. erstaunlich, denn für einen "neutöner" erscheint mir meier auch für ungeübte ohren recht zugänglich zu sein. zumidnest sein "stück für orchester für werner heisenberg", das einen in seiner wuchtigkeit schon fast rock-musikalische (edit: besser noch: industrial) anklänge assoziieren lässt. bedenkt man allerdings, dass die komposition 1968 vollendet wurde, erschliesst sich einem rasch, weshalb meier bei seinen zeitgenossen auf wenig verständnis hoffen durfte.

nun, glücklicherweise gastierte die basel sinfonietta mit demselben programm zwei tage später in der berner dampfzentrale, so dass es mir möglich ist, auf diesem wege das anfangs erwähnte versäumis wettzumachen. was hiermit geschehen wäre. nicht allerdings, ohne darauf hinzuweisen, dass hier feinste kost geboten wurde, und zudem glücklicherweise nicht nur für ein verschworenes grüppchen von insidern, sondern für ein publikum, das zahlenmässig immerhin das riesen-orchester überbot. in basel seien es aber noch viel mehr gewesen, schreibt kilchenmann im berner kulturblog. es sei ihnen gegönnt. denn, auch auf die gefahr hin, mich zu wiederholen: die beiden stücke von meier und die leistung des orchesters waren wirklich ein leckerbissen. finden übrigens auch die kolleginnen und kollegen, die sich professionell mit (neuer) musik beschäftigen.

DRS2
hat, das sei in aller Bescheidenheit hier vermerkt, allerdings schon im Vorfeld auf die Urauführungen hingewiesen.

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geiles programm,
muss ich schon sagen. danke für den hinweis. leider kam er zu spät. warum führen grosse orchester ihre stücke eigentlich nur ein- bis zweimal auf? das lohnt doch kaum den ganzen aufwand... und apropos drs 2: das wäre doch deren pflicht, einheimisches schaffen dieser güte aufzuzeichnen und auszustrahlen! finde ich.

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ich werde..
mir ein eigenes Bild noch anhand der Konzertübertragung auf DRS2 machen, da ich von einem enttäuschten Konzertbesucher auf Meier angesprochen wurde.
Begriffe wie «Feinste Kost» und «Leckerbissen» klingen aber in jedem Falle falsch in meinen Ohren.

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sorry, das wichtigste
hab ich natürlich vergessen: Alle, die's verpasst haben, können die aufzeichnung des basler konzerts am donnerstag, 18. februar, um 22.30 uhr auf drs2 hören.

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