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patpatpat, 26. Februar 2009 02:04:00 MEZ
Abt. Abenteuerurlaub - heute: Anti-Piratenmission
30 Abenteuerurlauber (darunter vielleicht auch infamy-Leser) mit Schweizer Pass werden also demnächst im und am Golf von Aden rumhängen (anderthalb Millionen Quadratkilometer gross), wenn's nach dem Willen des Bundesrates geht. Dort langweilen sollen sich für 10 Millionen Franken ("langweilen", denn sie werden ziemlich sicher gar nie mit den Piraten in Kontakt kommen; es sind zu wenig Überfälle):Ein medizinisches Team, dem ein Arzt und Pflegepersonal angehört, höchstens vier Stabsoffiziere, zwei Teams der Aufklärungs- und Grenadierformationen der Armee und drei Spezialisten für juristische Fragen. Vor allem die drei Juristen werden Angriffe abzuwehren haben, die laut Fachleuten vor Ort etwa so ablaufen:The pirates, say naval officers, tend to station themselves out to sea overnight, often chewing the narcotic qat leaf, then between first light and mid-morning they close in and attack the first vulnerable looking merchant ship they spot.
Their favoured approach is to come up from behind on the port side (...) Frequently, they are deterred by non-lethal methods like water cannons or even barbed wire but when they do manage to climb aboard they often fire their assault rifles, and even their rocket-propelled grenades, indiscriminately. Statt helvetischer Militärs wären Feuerwehrmänner (Piraten auf Speed / Qat / Khat [Hyperaktivität, Euphorie, geweitete Pupillen, Verstopfung] scheuen offenbar Stacheldraht und Wasserwerfer - water cannons - wie der Teufel das Weihwasser) und Schlosser und Schreiner, die sich auf's Barrikadenbauen verstehen, viel eher von Nutzen:If the merchant vessels can take protective measures, he added - either by putting up barricades to block the pirates getting on board, or locking themselves into their super-structure and making it difficult for the pirates to gain access - that buys the coalition force time.
"If they can extend that period out to about 30 or 40 minutes, it actually becomes very feasible that a coalition warship, or helicopter, or maritime patrol aircraft will arrive on the scene and will be able to assist them." Und was meint der Chef der Operation Atalanta, Richard Farrington, zur militärischen Aufrüstung auf den Schiffen, zur Bewaffnung der Mannschaft?Should merchant vessels be arming themselves in defence, as suggested controversially in December by US Defence Secretary Robert Gates? Captain Richard Farrington, Operation Atalanta's Chief of Staff, thinks not.
"Industry thinks it's a bad thing, we think it's a dangerous thing and we would not condone it," he told the BBC. "(...) it brings with it as many problems as it does solutions and on balance we think it's more likely to escalate a difficult situation than improve it." Was kümmert Helvetiens Regierung und Parlamentarier diese Warnung? Nix die Bohne. Die 10 Millionen, für die sich die Schweizer Militärs jetzt langweilen dürfen, wären wohl effizienter und ziviler in die Ausbildung von Crews und die bauliche Verbesserung der Kähne geflossen. Aber das ist zu unspektakulär. Damit lässt sich in Brüssel kein Blumentopf gewinnen. Natürlich gibt's demnächst auch die unvermeidliche Tagung zum Thema, die "Combating Piracy '09". Ob da die "Kein Krieg!" Initanten hingehen?
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