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patpatpat, Freitag, 3. Februar 2006, 15:20
lift06 VIII
(ja, einen hab ich ausgelassen. war nett, aber da gab's einfach nix zusammenzufassen, sorry.)
Als nächstes kommt Euan Semple von der BBC und erzählt über "Social Computing for the business world". Er kümmerte sich um "knowledge management" bei der BBC. Jetzt ist er Freelancer. Er beginnt damit, dass er den Begriff "knowledge management" überhaupt nicht mag dafür, was er tat. Stattdessen wollte er "Globally distributed, near instant, person to person conversations" (cluetrain!) ermöglichen. Er begann damit vor einigen Jahren, dass er bei der BBC ein rel. banales Bulletinboard einrichtete. Da beantworteten Angestellte Angestellten alle möglichen Fragen im Zusammenhang mit ihrer Arbeit bei der BBC. Mit der Zeit tauchten in dem BB auch Fragen auf, die die Organisation als Ganzes in Frage stellten. Managemententscheide wurden diskutiert usw.
Ein Bsp.: Ein Wechsel bei den Wettergraphiken verursachte einigen Tumult intern. Der Wetterchef stellte sich der Diskussion im BB und am Ende profitierten alle Seiten davon.
Ebenfalls wird dort diskutiert über Programmentscheide. Soll eine Serie bleiben oder nicht? Das BB ist ein sehr demokratisierendes Instrument. Es spielt keine Rolle, wie Du aussiehst, wo Du bist, welche formelle Stellung Du innerhalb der Organisation hast etc.
"Ich wusste, wenn ich das schnell genug, gross genug und wichtig genug bekomme, wird es schwierig, es wieder abzustellen durch das Management..."
Das BB wurde ausgeweitet zu einem System, in dem die Leute ihr Profil deponieren können, eine Art persönliche Homepage. Und es gibt "Interessengruppen", thematisch geordnet. Das Ding lässt sich natürlich auch durchsuchen. Bsp.: Jemand macht ein Programm mit Dänisch drin. Wer kann Dänisch? In Sekunden weisst Du es und kannst Dir einen Text übersetzen lassen. Gratis. Davor musste eine Übersetzungsagentur damit beauftragt werden...
Das System erlaubt auch Blogging. Kommentare sind möglich. Manager der BBC bloggen dort in einer offenen und direkten Sprache. Die Konsequenz: Die Leser des Managerblogs werden auch zu einer Art "Followers": "Wir kennen ihn, wir wissen, was er will, wir haben mit ihm diskutiert, wir unterstützen ihn".
Es hat auch ein Wiki der Ausbildungsabteilung. Kurse sind dort drin, inklusive Ergänzungen der TeilnehmerInnen.
Semples Kinder zeigten ihm: In Zukunft werden die Menschen es als normal anehen, dass die Welt aus Gesprächen und Kommunikation besteht. Und immer weniger aus einer Kommandostruktur. Ein zunehmendes Paradox: Die erwachsene Businesswelt hält Dich an dazu, kindisch zu bleiben: Du darfst nicht sagen, was Du denkst, Du musst Fehler weitermachen und weitergeben. Die digitalen Tools hingegen erlauben, wirklich erwachsen zu werden! Auf seinem Blog schreibt Semple es so:
I find it increasingly paradoxical that the "grown up" world of suits and offices and job titles is the one that encourages you to remain childish. You are not really encouraged to say what you think, you pass responsibility up to the grown ups above you and you are rarely able to be held accountable for your decisions. On the other hand in the supposedly childish online world of forums, blogs and wikis you have to be prepared to say what you think, be prepared to stand by it and jusfity it in a debate and if you have fucked up your written thinking is there for all to see forever.
Seine Business-Site: euansemple.com.
Technoratitags: lift06, bbc, wiki
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 infamous for 2753 Days Sperrfrist: Di, 9. Feb, 21:45
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Schauen Sie sich um!
Meine Güte, was koch ich denn bloss? Look no further! Von der preisgünstigen und schnellen Hausmannsküche bis zum exotischen Leckerbissen hält das infamy Kochstudio stets eine Inspiration zum Nachkochen bereit. Unbestrittener Star im Studio ist Supra, der nicht nur mit jedem Küchenwerkzeug umzugehen, sondern auch aus den teuersten Zutaten einen schmackhaften Schnellimbiss zuzubereiten weiss.
Schnüffis, das weiss jeder Boulevard-Redaktor, ziehen immer. Und nirgends sind die Schnüffis schnüffiger als bei infamy. Nicht das verkitschte, überzüchtete und degenerierte Haustier allein steht hier im Focus, sondern ebenso das eigenwillige, bisweilen gar absonderliche Biest, das mitunter völlig zu Unrecht des Menschen bester Freund genannt wird. Namensgeber der Rubrik "Jööö, Schnüffi!™" ist übrigens der singende Hund Schnüffi, der einst in der infamy-Zentrale vorübergehend um Asyl ersucht hatte. Gott hab ihn selig!
Was dem Tierfreund das Schnüffi, ist dem Autonarr die Karre. Ob Oldtimer-Liebhaber bis oder drehzahlengeiler Technik-Fetischist – die infamy-Rubrik "Geili Kääre" hält für jeden etwas bereit. Angucken und abfahren!
Alles was kaputt geht oder schon ist, aber woran wir nicht schuld sind, wird bei infamy in der Rubrik "It's not my fault!" dokumentiert und gleichsam versorgt. Sie ahnen ja nicht, wie viele Seiten des Internets zeitweise unerreichbar sind. Würde man die nicht funktionierenden Teile abziehen, wäre das Internet viel kleiner als man uns weismachen will.
Viagra ohne Rezept, Frauen aus Osteuropa, Schwarzgeld aus Namibia: Was wäre das Internet ohne die vielen Schnäppchenangebote, die uns jeden Tag per E-Mail zugeschickt werden? Die schönsten Beispiele werden in der infamy-Rubrik "Spam of the day" verewigt. Langjährige Erfahrung zeigt: Längst nicht aller Scheiss, der einem unaufgefordert zugeschickt wird, kommt aus anonymer Quelle.
Damische Schreibfehler, hanebüchene Redewendungen, wahnwitzige Metaphern: Die beste aller Basler Tageszeitungen (es gibt ja nur eine!) ist für infamy eine nie versiegende Pointenquelle. Zu finden sind die Trouvaillen unter der Rubrik "bazille des Tages"!
Das war die Tour – aber längst nicht alles, was infamy zu bieten hat. Schauen Sie sich um, kommen Sie wieder, bleiben Sie uns treu! Weiter geht's mit einem Klick aufs Häuschen oben rechts an diesem Rahmen. Viel Spass auf infamy!