Mittwoch, 21. Dezember 2011


Abt. Tüftler - heute: heizen mit H2O2
35%iges Wasserstoffperoxid (H2O2) plus ein geheimnisvoller Katalysator ergibt H20 + O2 und Wärme. Zwei Tüftler in der Ostschweiz haben mir in ihrer Werkstatt gezeigt, wie sie damit eine CO2-freie Heizung bauen wollen. CO2-frei zumindest am Ort, wo geheizt wird damit. Die Herstellung des H2O2 benötigt natürlich Energie. Wo die ihrerseits herkommt, entscheidet über die Umweltneutralität des Konzepts. Ob daraus je etwas wird? Who knows. Ein Gewährsmann an der ETHZ findet die Idee technisch verlockend, aber (noch?) viel zu teuer.

Das Patent darauf haben sie bereits angemeldet.

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Abt. Fussgängerschutz
Falls sich Basler Verkehrsexperten/-polizisten mal nach Zürich verirren und sich wundern, wieso die dortigen Kollegen am Fussgängerüberweg stehen: Sie kontrollieren, ob die Autofahrer sich korrekt verhalten und verteilen ggf. sogar Bussen.
www.nzz.ch
www.468.ch
Sachen gibt's...

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Dienstag, 20. Dezember 2011


Abt. Zeitungskampf in Basel
468: Verleger Peter Wanner lanciert im Januar in Konkurrenz zu BaZ und Tagewoche die "bz Basel", eine Tageszeitung für Stadt und Agglomeration Basel.
www.468.ch // 17.58 Uhr
www.basellandschaftlichezeitung.ch
---
Wenn es sonst hier keiner schreibt.
Nachtrag: ...Oder hat die Nachricht etwa schon einen langen Bart? Bei Google ist ein Link dorthin mit "Vor 3 Tagen" angegeben. Bin etwas irritiert.
P.P.S. Jetzt ist der Link verschwunden. Schade, habe ich keinen Sreenshot gemacht.

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Abt. einäugig - heute: GGG-Buch über Bernoullianum
Zugegeben, hätte ich dort nicht 6 meist glückliche Jahre meines Lebens verbracht, wär mir wahrscheinlich nicht aufgefallen, dass im "190. Neujahrsblatt der GGG", dem Buch "Das Bernoullianum - Haus der Wissenschaften für Basel", die Hälfte fehlt. Wer darin sucht nach Hans Peter Laubscher (mein Diplomvater) oder Daniel Bernoulli, in den Erdwissenschaften internationale Koryphäen, die u.a. zentrale Bausteine zum geologischen Wissen über die Alpen beitrugen, und jahrzehntelang im Bernoullianum wirkten, findet rein gar nichts. Nicht mal in "Das Bernoullianum - eine kleine Chronolgie", die von 1860 bis 2020 reicht. Lukas Hottinger, Paläontologe von Weltruf, kommt dort gerade mal in einer Zeile vor. Auch andere ProtagonistInnen fehlen ganz.

Das ist nicht einfach eine lässliche Sünde. Das ist ein Skandal!

Es ist sachlich unentschuldbar, dass die GGG das Buch so in Druck gab und der Schwabe Verlag sich nicht standhaft weigerte diese Geschichtsklitterung zu publizieren!
Wie's dazu kommen konnte, ist versteckt in den Zwischentönen im Vorwort:

Zwar waren einige anfangs bereit, Beiträge für die geplante Publikation zu verfassen, aber dann hielten Zeitdruck, andere Aufgaben und eben auch die Trauer und Enttäuschung über die Schliessung und die damit verbundene Desavouierung des Lebenswerkes einige potentielle Autoren von der Teilnahme ab. (...) Der Weg von der Idee zum Buch war lang und holprig, manchmal wurde es eng, und unterwegs taten sich Abgründe auf.
Zugespitzt: Im Buch erscheinen jetzt nur die Streikbrecher.

Vorwort zu "Das Bernoullianum"
In der BaZ schrieb Ewald Billerbeck über das Machwerk am 1.12. Der einzige Hinweis, dass da etwas fehlen könnte, ist sein Satz:
In einem dritten Beitrag – dem einzigen vonseiten der Bernoullianum-Nutzer – gibt der Erdwissenschaftler Willem B. Stern Einblicke in die wissenschaftliche Arbeit der Geochemie in Basel.
Der Rest paraphrasiert den Klappentext. Lieber Christian Simon, warum gehören Sie zu den Streickbrechern und erlauben, dass Ihr ansonsten ganz lesenswerter Beitrag über die ersten Jahrzehnte des Bernoullianums, abgedruckt wird in diesem Umfeld?

Ich hoffe, die KollegInnen vom Regionaljournal greifen das Thema auf... Hier liest ja niemand davon.

P.S. Nachtrag zur Erklärung: Von der Universitätsbibliothek her betrachtet ist die linke Hälfte des Bernoullianums das "Geologisch-Paläontologische Institut". Die rechte das "Mineralogisch-Petrographische Institut". Stark verkürzt zusammengefasst erzählt das Buch: die Geschichte des Baus und, vertieft, die Geschichte einer Disziplin, die in der rechten Hälfte daheim war, der Geochemie. Was vollständig fehlt, ist eine Darstellung der Aktivitäten in der linken Hälfte während des gesamten 20. Jahrhunderts. 2004 beschloss die Uni Basel, per 2016 in beiden Hälften die Lichter definitiv ausgehen zu lassen. Bereits seit 1998 gilt: "Die altershalber frei gewordenen und die künftig frei werdenden akademischen und technischen Stellen werden nicht mehr besetzt und neue Stellen nicht mehr finanziert." Das hat vielerorts sehr böses Blut gegeben und zu heftigen Animositäten geführt in der scientific community. Darum muss das Buch, so wie es jetzt - unvollständig - vorliegt, wohl als Ausdruck des Streits und der Verbitterung unter den Betroffenen verstanden werden.
Das zentrale Problem, meiner Meinung nach: Wer in z.B. 10 Jahren das Buch zur Hand nimmt, und meint, darin die Geschichte des Hauses und der von dort ausgegangenen wissenschaftlichen Wirkung in knapper, aber adäquater Form zu finden, wird einer üblen Täuschung aufsitzen. Die 142 Seiten werden ihrem Gegenstand nicht im Entferntesten gerecht. Es wäre wenigstens angebracht gewesen, in der Publikation auf ihre allen Beteiligten bekannten Defizite deutlich hinzuweisen!

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Abt. Qualitätsjournalismus. Oder: Das neue SVP-Plakat


Der sich unsicher fühlende Basler wappnet sich

Die "Basler Zeitung" hat es, das neue Imageplakat der SVP, könnte man meinen, wenn man die Zeitung heute – nein, nicht aufschlägt, sondern ganz einfach – in die Hand nimmt. Auf der Front tritt den LeserInnenschaften ein junger Mann aus einem sichtbaren Migrationshintergrund mit einem bedrohlich gezückten Messer und Kaputzenpulli in den Bedrohungsvordergrund. Im Unerschied zu früheren SVP-Plakaten, so könnte man meinen, trägt die deutlich verjüngte Karikatur des bösen Ausländers, der den "Linken und Netten" die plakativen Leviten lesen soll, keinen Schnauz.

Natürlich handelt es sich nicht um das neue SVP-Plakat, sondern um die Illustration der BaZ-Titelgeschichte, die quasi als Triumph der konsequenten Kriminalitätskatrografierung endlich statistisch abgesegnen kann, dass sich die Basler Bevölkerung unsicherer fühlt als diejenige von Bern, Zürich oder Winterthur.

Dass es beim Städtevergleich auch um andere Aspekte geht, erfahren die LeserInnen nur am Rande. Anders klingt es in der Medienmitteilung des Statistischen Amtes:

"Insgesamt zeigt sich, dass in allen vier Städten die Lebens- und Wohnqualität sehr hoch ist. Basel schneidet insbesondere beim Wohnungsangebot im Vergleich zu den anderen Städten am besten ab."
Soviel zum Positiven. Auch bei den negativen Aspekten legt das Amt andere Schwerpunkte als die "Basler Zeitung":
"Beim öffentlichen Verkehr, bei der Verkehrssicherheit und bei den Kinderbetreuungseinrichtungen liegt Basel jeweils an zweiter Stelle hinter Zürich bzw. hinter Winterthur. Am schlechtesten schneidet Basel im Städtevergleich im Bereich Umweltsituation, also Lärm und Luftverschmutzung, aber auch bei der Sauberkeit ab."
Aber eben: Kampagnerjournalismus erlaubt auch mal eine gewisse Gewichtsverschiebung. Aber wir wollen unseren LeserInnen die Antwort auf die Frage nach dem "subjektiven Sicherheitsgefühl" nicht vorenthalten:

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Abt. Verkehr und Sicherheit
Man kann den Lesern Flöhe ins Ohr zu setzen, wie gefährlich es am Rheinknie doch geworden sei und am Redaktionsrechner wilde Statistiken erstellen, oder
man geht einfach mal raus in die Stadt und nimmt einen Augenschein. Z.B. um das brisante Thema Zebrastreifen aufzugreifen. Vorbildlich dieser Einsatz in der Ostschweiz:
www.tagblatt.ch
Der Hinweis auf den Artikel kam via Twitter von @djsojus

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Montag, 19. Dezember 2011


Abt. Preisverleihung
... und der Oscar für die besten Nebendarsteller geht an:

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Sonntag, 18. Dezember 2011


Abt. Grafik of the day - heute: Geldmenge
@FrankStocker illustriert in der konservativen "Welt" (Köppel war da mal Chef) seinen Artikel mit dem alarmistisch klingenden Titel

Selbst in der Schweiz ist das Ersparte in Gefahr
mit dieser Grafik:

Sie zeigt die Notenbankgeldmengenentwicklung seit 2007. Die absoluten Schweizer Zahlen von der Nationalbank:

Eine Folge der Kursuntergrenze von 1.20 für den Euro offenbar. Stocker interpretiert sie so:
Denn um diese Grenze zu errichten, musste sie [Schweizer Nationalbank] tatsächlich jede Menge Franken drucken, und zwar so viele, dass sich die Geldmenge in kurzer Zeit [seit 2007] glatt verfünffacht hat. Um das ins Verhältnis zu setzen: Die US-Notenbank, die seit 2009 schon wie wild die Notenpresse rotieren lässt, hat ihre Geldmenge damit bisher „nur“ um rund 230 Prozent gesteigert.
Hätt ich eine Ahnung von der Interpretation ökonomischer Kennzahlen, wüsste ich, was es bedeutet, wenn die Notenbankgeldmenge innert 4 Monaten um 200% (Juli 2011: 77 Mrd, Oktober 242Mrd.) zunimmt (hier zudem die Geldmengen M1, M2, M3). Daniel Lampart, übernehmen Sie!

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Abt. Konzentration - heute: der Kinderpsychiatrie
BaZ-Redaktor Urs Rist hat die zwei Mal wöchentlich erscheinende Bibel des Lokaljournalismus gelesen: das Kantonsblatt. Und gesehen, dass da heimlich, still und leise, über ein Bauprojekt, bekannt wird, dass die Struktur der Kinderpsychiatrie in Basel-Stadt radikal umgekrempelt werden soll. Statt dezentral an 7 Standorten, künftig nur noch anderthalb. 1 zentraler in der Nordecke der UPK in einem Neubau. Und ein ambulanter, halber "in der Stadt":

Angenommen, Dein Kind müsste in stationäre psychiatrische Behandlung. Dann ist das die künftige Umgebung an der Friedrich Miescher Strasse, wo es gesunden können soll ("im Norden des Areals", Karte):
P1030585
links, knapp ausserhalb des Bildes: Spielkasino und Airport Hotel, Hintergrund links: Schlachthof, Hintergrund rechts: Kehrrichtverbrennung, im Vordergrund rechts: die Baulandreserve. Von der Flughafenstrasse aus sieht die Nordecke des UPK-Areals so aus:
P1030586
Vom gleichen Standort aus ein 180-Grad Panorama nach rechts (Maximalgrösse 2448x384 desselben):
20111218_152453
Und ein 180-Grad Panorama nach links (Maximalgrösse 2448x384 desselben):
20111218_152354
Rist schreibt:

Der Neubau im Norden des UPK-Areals soll laut Ausschreibung «die herausragenden Qualitäten der Gesamtanlage unterstützen» und in den bestehenden Park eingebunden werden. Hier könnten den Kindern mehr Grünflächen als bisher geboten werden
sage UPK-Vizedirektor Andreas Windel. "Grünflächen" am äussersten Stadtrand neben Flughafenstrasse, Autobahn und Spielkasino? Dabei habt ihr doch auf eurer Website sogar die "EUFAMI - Basel Deklaration zur gemeindenahen Psychiatrie":
Mit gemeindenaher Psychiatrie wird ein Ansatz in der psychiatrischen Behandlung vertreten, der Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen in ihrem häuslichen Umfeld behandeln will anstatt sie in psychiatrischen Kliniken von der Gesellschaft abzuschotten.
Sind sieben dezentrale Standorte nicht eher "gemeindenah", als 1 zentraler in der UPK, der wohl eher dazu neigt, die Kinder und Jugendlichen "von der Gesellschaft abzuschotten"? Warum haben Kinder weniger Rechte als Erwachsene? Denn das UPK-Angebot für die Erwachsenen bleibt offenbar, zumindest teilweise, dezentral. Und der mit den "Grünflächen" sticht für die Alemannengasse 60 und den Schaffhauserrheinweg 55 und den Oberen Rheinweg 95 und die Röschenzerstrasse 5/7 schon mal überhaupt nicht. Was heisst eigentlich, verteilte Standorte erschwerten den Betrieb? Ist Betriebsoptimierung überhaupt ein legitimes Kriterium bei dem Thema? Und wer schnappt sich auf welchem Weg zu welchem Dumpingpreis die Immobilien an allerbester Lage, die die UPK verkitscht, weil sie die Kinderpsychiatrie zur Kehrrichtverbrennung verlegt? Fragen über Fragen. Ein Schelm wer denkt, da werde Immobilienpolitik auf Kosten der Kinder betrieben!

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Abt. Die Sonntagspresse zur BaZ
Weil die "Basler Zeitung" trotz Somm's Aussage, dass er noch nie einen Artikel aus politischen Gründen zensiert habe, nichts Erhellendes über sich selber veröffentlicht, haben wir einmal mehr in der Sonntagspresse geblättert und zum Beispiel bei der "NZZ am Sonntag" in einem neuen Akt in "Blochers Medien-Farce" lesen können, dass laut Aussage von BaZ-Verlagsleiter Roland Steffen in den letzten paar Tagen zu 1200 Abkokündigungen gekommen sei:

"Das Eigentümer-Konstrukt hat gewechselt, aber Blocher spielt nach wie vor eine zentrale Rolle bei der «Basler Zeitung». Er schlägt damit die «BaZ»-Leser in die Flucht."
Laut "NZZ am Sonntag" wachse auch der Unmut innerhab der Redaktion langsam aber sicher an:
"Somm, den die Redaktoren wegen seiner aufbrausenden Art «Rumpelstilzchen» nennen, berief am Dienstag eine Sitzung ein. An dieser warfen ihm die Journalisten vor, dass er sie in Bezug auf die Besitzverhältnisse des Unternehmens angelogen habe. Somm erklärte vor der versammelten Mannschaft, dass er Blocher nie gefragt habe, wem die «Basler Zeitung» gehöre – das habe er von ihm gar nicht wissen wollen. Die Reaktionen der Journalisten auf diese Antwort fallen vernichtend aus. «Was er sagt, ist total unglaubwürdig. Somm lügt uns weiterhin an», sagt ein Redaktor. Ein anderer fragt: «Wie soll man mit einem Chefredaktor zusammenarbeiten, der seinem Team in einer solch zentralen Frage nicht die Wahrheit sagt?»"
In der "Sonntags-Zeitung" versucht Medienwissenschaftler Roger Blum die Geschichte in einen weiteren Zusammenhang zu setzen:
"Er möchte einen rechtsbürgerlichen Medien-Keil in die Phalanx der seiner Meinung nach linkslastigen und eintöpfigen Mainstream-Medienhäuser treiben. Ob er dabei selber agiert oder ob an seiner Stelle andere rechtsbürgerliche Unternehmer und Politiker aktiv werden, ist nicht entscheidend. Am Ziel ändert sich nichts: Die neue Medienvielfalt Holding von Tito Tettamanti und Mitstreitern will sich an Medien und Medienunternehmen beteiligen; die «Basler Zeitung» ist bloss ein Anfang."
In der gleichen Zeitung sagt Christoph Blocher (unwidersprochen) in einem Interview:
"In Basel wird heute anerkannt, dass die «Basler Zeitung» viel besser geworden ist. Kaum jemand stört heute mehr, dass ich – nicht meine Tochter! – gewisse Garantien wegen des industriellen Teils gegeben habe."
Im "SonntagsBlick" kommt Chefredaktor Somm zu Wort, der einmal mehr betont, die als politischer Zensor eingegriffen zu haben:
"Es stimmt absolut nicht, dass die BaZ ein rechtsbürgerliches Blatt ist. Schön wärs! Wir sind pluralistisch und haben Kommentare im Blatt, da denke ich: ‹Gopfriedstutz, bist du eigentlich der Chefredaktor oder bist du der, der alles durchwinkt? In der BaZ erschien übrigens einer der schärfsten Kommentare gegen Blocher, von Daniel Vischer. Ich habe nicht eingegriffen. Ich halte mich für liberal, bis es richtig wehtut. Früher war die BaZ Mainstream links der Mitte. Heute ist sie halb bürgerlich."
"Schön wär's"? Nun denn. Damit, dass Blocher über die Besitzverhältnisse gelogen habe, müsse er leben. Er selbst wäscht seine Hände einmal mehr in unwissender Unschuld:
"Ich bestreite, dass Sie beurteilen können, wie glaubwürdig die BaZ ist. Das werden die Leser entscheiden. Ich finde nicht, dass ich die Öffentlichkeit je bewusst in die Irre geführt habe. Ich habe bei Dingen, bei denen ich mehr hätte herausfinden können, gesagt: Nein, das will ich nicht wissen, es ist nicht in meiner Hand, das zu entscheiden."
Viele Leser haben sich bereits entschieden, denn aus Somm gibt zu, über Tausend Abos verloren zu haben in den letzten Tagen.

"Der Sonntag" befasst sich neben einem Interview mit Tito Tettamanti ("Ich brauche Blocher") mit dem neuen BaZ-Verwaltungsrat:
"Nach Moritz Suter sollen jetzt andere «glatti Sieche» für Basler Feeling bei der BaZ Holding sorgen. Allen gemeinsam: wenig Ahnung vom Medien-Geschäft."
Sehr gut kommen die Neuen in der sonntäglichen Beurteilung also nicht weg:
"Da ist «Striggede»-Leadsänger Schweizer, ehemaliger Leiter des UBS Art Bankings. Als früherer UBS-Mann ist er mit dem gescheiterten Ex-UBS-Konzernchef Marcel Ospel gut befreundet. Dessen dritte Ehefrau Adriana Ospel- Bodmer sitzt ebenfalls im VR der BaZ Holding. Ospel ist ein begeisterter Fasnächtler und hat im Schnitzelbangg «d Striggede» zusammen mit Schweizer auch schon mitgesungen. Ospel, zuletzt Gewährsmann für den BaZ-Darlehensgeber, ist Trommler bei der Clique Revoluzer. Ihr Sujet der letzten Fasnacht passt ebenfalls auf die Geldgeber-Versteckspiele der Eigentümer der «Basler Zeitung»: «Ai wie guet ass niemer waiss...»"
Das Gremium, das Georg Kreis an der BaZ-Demo gerstern als "Gruselkabinett" bezeichnet habe, sei optimistisch:
"Obwohl sie nichts zu sagen haben, geben sich die BaZ-Verwaltungsräte optimistisch: «Wir haben einiges anzupacken», sagt Adriana Ospel-Bodmer. Gribi will seine Erfahrung als Unternehmer einbringen. Er freut sich auf seine Freunde: «Die Zusammensetzung des Gremiums ist zusätzlich sehr positiv und wird gute Impulse für die Unternehmung bringen.»"
Ja natürlich, einiges anzupacken gäbe es tatsächlich ...

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Abt. R.I.P. Vaclav Havel
Der frühere tschechische Staatspräsident und Theaterautor Vaclav Havel ist tot. Zeit, sich wieder einmal Friedrich Dürrenmatts fulminante Rede "Die Schweiz – ein Gefängnis" anzuhören, die er 1990 anlässlich der Verleihung des Gottlieb Duttweiler-Preises an Havel gehalten hat. "Die Schweiz – ein Gefängnis" hat damals schon sehr gut vorausgesehen, wohin die rechtsbürgerlichen politischen Kräfte unser Land verorten wollen:

"Andererseits muss jedes Gefängnis etwas bewachen, aber wenn die Gefangenen als Wärter sich selber bewachen, geht der Verdacht um, dass die Wärter noch etwas anderes bewachen als sich selber, weshalb die Meinung immer stärker wird, der eigentliche Sinn des Gefängnisses liege nicht darin, die Freiheit der Gefangenen, sondern das Bankgeheimnis zu bewachen."
Wer die Rede lieber lesen möchte, kann dies hier tun.

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Samstag, 17. Dezember 2011


Abt. Medienpolitik. Heute: Einspruch


Ein paar Hundert Menschen, darunter viel Prominenz aus Politik und Kultur, hielten heute auf dem Theaterplatz in Basel Einspruch gegen die Besitzverhältnisse und die chefredaktionelle Linie bei der "Basler Zeitung". Als einer von zehn Rednerinnen und Rednern (von Georg Kreis bis zu Linda Stibler) gab Alt-Nationalrat Ruedi Rechsteiner bekannt, dass er seinen Kopf nicht mehr als (linkes) Feigenblatt für einen Pseudo-Meinungspluralismus hinhalten wolle, und er deshalb seine Kolumne aufgebe. An Alt-Nationalrat Helmut Hubacher wurde der Aufruf gerichtet, es ihm gleichzutun, was er sich, wie die "Aargauer Zeitung" mutmasst, auch tatsächlich tue.


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infamous for 3487 Days
Sperrfrist: 13.02.12 17:38

Kontakt:
Medienbüro Dominique Spirgi
Murbacherstrasse 34
CH-4056 Basel
T +41 61 681 61 77
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Abt. Wenn tote Opfer tot aufgefunden werden Die "Achse der Gewalt", sofern sie denn auch...
by supra (13.02.12 17:38)
SMS-Illusion Hab wo gelesen die Dummköpfe hätten auf sms vertraut, wo man doch weiss dass...
by 3dreal (13.02.12 13:21)
Abt. Dumme und weniger dumme Betrüger Der von der US-Justiz verfolgte Wegelin-Banker Konrad Hummler hat...
by supra (13.02.12 10:06)
die Vermutung hat ihre Schwächen... z.B. weil 1000er Banknoten nicht innert 6 Monaten sondern 20...
by bagger (13.02.12 08:30)
Passt doch! Stärke 3 - und manche spüren was, andere halt nicht. Hängt von der...
by cbhb06 (12.02.12 23:10)
4057 rocks! Also in unserer Wohnung im Matthäusquartier habe ich das Beben gespürt, der Fensterrahmen...
by bagger (12.02.12 11:33)
Kein Erdbeben in 4055 Basel Zumindest im Keller Wasgenring rein gar nichts zu spüren, im...
by Michael Przewrocki (12.02.12 04:42)
@ bagger sach mal, wie hast du das beben wahrgenommen und an welchem ort warst...
by nounou (12.02.12 03:19)