patpatpat, 29. Januar 2010 23:23:00 MEZ Abt. Bedienungsanleitung - heute: für Papiernastücher Fragt der Junior, nachdem er in die nach Eucalyptus duftenden Tempo Taschentücher geschneuzt hat: "Isch das eigentlich giftig?" Spontan antwortete ich "Natürlich nicht!", worauf mich aber sofort Zweifel beschlichen. Das kommt davon! Schnell die Packung zur Hand genommen und drüben bei Codecheck danach gesucht, nicht gefunden, und drum gleich selber erfasst. Und schon während des Lesens der Inhaltstoffe beim Erfassen die erste Irritation: Steht doch da auf der Packung der PAPIERTASCHENTÜCHER:
Augenkontakt vermeiden
Was? Wie bitte? Hallo? Das sind doch Papiertaschentücher und ist nicht irgend eine ätzende Flüssigkeit. Oder vielleicht doch? Amüsant auch: Die Anweisung, keine Tränen zu trocknen mit diesen Papiertüchern, steht nur auf dem häufig sofort in den Abfall wandernden Verpackungsplastik um die 30 Einzelpäckchen, in denen je 9 Tücher stecken. Auf den Einzelpäckchen steht nichts mehr davon, dass diese Tempo Nastücher Dir die Augen verätzen - oder ähnlich.
Unter den lustigen Sachen in den PAPIERTASCHENTÜCHERN...
... ist auch Petrolatum, a.k.a. Vaseline. Deren Ruf war auch schon besser:
Laut Kosmetikrichtlinie / -verordnung Verwendung in Kosmetika verboten, außer der Raffinationshergang ist vollständig bekannt und es ist nachweisbar, dass der Ausgangsstoff nicht karzinogen ist.
Bemerkung: aus Erdöl hergestellt, kann sich im Körper anreichern, die Hautporen verschließen und die Atmung der Haut beeinträchtigen.
Anmerkungen Erdölprodukte/Paraffine/Silikone: Meist aus billigem Erdöl hergestellt sind diese Stoffe ein Ersatz für hochwertige pflanzliche Öle. Paraffine sind eine Sammelbezeichnung für unzählige künstliche Stoffe, darunter auch Vaseline, die breite Verwendung in Kosmetika und Arzneimitteln finden. Von einigen Paraffinen weiß man, dass sie sich in Leber, Niere und Lymphknoten anreichern können. Bei einem Paraffinwachs zeigten sich entzündliche Reaktionen der Herzklappen. Ein genauer Termin, wann das Verbot in Kraft tritt, steht noch nicht fest.
Nicht vergessen: Wir reden immer noch von einer Chemikalie in Papiertaschentüchern! Von all dem steht bei Wikipedia mal wieder nichts. Dafür sagt der Beipackzettel, gefunden bei kompendium.ch, zu einer Salbe, die nur aus Paraffin und Vaseline besteht:
Schwangerschaft/Stillzeit
Essex Creme/Salbe darf während der Schwangerschaft oder Stillzeit angewendet werden. Vor dem Stillen sind allfällige Creme- oder Salbenreste von den Brustwarzen zu entfernen.
Ja, "entfernen" ist ratsam, sonst schluckt Dein Baby mit der Muttermilch auch noch Abfälle aus der Petroindustrie. Eigentlich will man gar nicht alles wissen! Und eigentlich sind Eucalyptus-Papiertaschentücher sowieso doof. Wer will, darf das gerne der zuständigen SCA Hygiene Products AG in Zug (laut Packung: 0800 80 71 17) weitersagen.
Und dann müssen wir leider wieder mal einen Missstand anprangern. Ist es nicht eine Schande, diese wunderschöne, nach dem Abzug von TUI ins Stücki freigewordene Immobilie, so zu verunstalten. Wie gern hätte man darin einen Café getrunken, vielleicht gar auf der unnützen Terrasse einen Kuchen gegessen. Doch statt eines versenkbaren Fensters wie beim Ono auf der Lyss hat es jetzt: ein zugeklebtes. Zu allem Spott nennt sich das dahinter befindliche Geschäft auch noch McOptik.
fuzzy, 29. Januar 2010 22:02:00 MEZ Abt. Was gab's denn heut zu essen?
Hat ein Weilchen gedauert, bis ich mein erstes Mahl in der neuen Mägd einnehmen durfte. Heute war es endlich soweit. Der kleine Mann rechts hatte seine Freude am Randenspaghetto auf dem Teller des Onkels links.
fuzzy, 29. Januar 2010 21:41:00 MEZ Abt. SF-ille des Tages: Neureuther siegt in Kitzbühel
Eigentlich ist es ja schön, wenn eine Nachrichtensendung auch mal über etwas berichtet, das sich schon vor einiger Zeit ereignet hat und so ein Zeichen gegen die Schnelllebigkeit des News-Business setzt. Dass die Tagesschau von SF in ihrer heutigen Hauptausgabe aber einen Bericht über den Slalom von Kitzbühel bringt, ist dann doch etwas übertrieben. Der war nämlich am vergangenen Sonntag. Guckst du bei Minute 19!
Heute: der Supra mit seiner Maus, bzw. der Cursor auf dem Bildschirm. Zu sehen ist der Weg von zwei Stunden Arbeit und Dasein mit einer Kaffeepause (oben in der Mitte).
Das originelle Aufzeichnungs-App gibt es hier (etwas runterscrollen).
fuzzy, 29. Januar 2010 10:22:00 MEZ Abt. Richtigstellung II Wir mir gestern an Fredos Tresen von zwei gestandenen und dann gesessenen Oberbaselbietern eingetrichtert wurde, gehört für die besagte Sorte Mensch Lauwil definitiv nicht zum Oberbaselbiet. Sondern recht eigentlich schon zum Schwarzbubenland. Hilft natürlich nichts und als Ausrede will ich es auch nicht verstanden wissen, aber mir war schon beim Verfassen des Postings, der sensible infamy-Leser hat es vielleicht gemerkt, denn "Facts-Checking" ist bei mir ja eher unüblich, mulmig im Magen, und das ist es jetzt immer noch, aber andere Geschichte. Kurz: Ich entschuldige mich in aller Form beim der BaZillifizierung bezichtigten Autor des [örks!] Whisky-Artikels und schwöre hiermit feierlich, mich nie mehr in die Gefilde der bekanntermassen heiklen Grenzbereiche der Sippen- und Stammesbezeichnungen im Rampassenland zu begeben. Zur Strafe trage ich bis zum Mittag die mir dereinst in Böckten aufgesetzte Schwarzbubenkappe und enthalte mich ebensolang weiterer Postings. Ehräwösch!
muller, 29. Januar 2010 10:13:00 MEZ Abt. der unverlinkbare quote:• Fahndungsaufruf: Gesucht wird Unbekannter, 165-170 cm gross, runde Kopfform, braune, kurze Haare, breite Nase, 3-Tage-Bart. Trug einen schwarz/blauen Kapuzenpullover, Blue Jeans und sprach mit einem südosteuropäischen Akzent.
unquote: Was bitte ist ein südosteuropäischer Akzent?
bagger, 29. Januar 2010 09:58:00 MEZ Abt. 4.Gewältchen SDA kauft sich AP-Schweiz und damit das Agentur-Monopol für die Schweiz. Das ist aber nur das Ende einer langen Einkaufstour. Abgehakt wurden in letzter Zeit bereits die Wirtschaftsagentur AWP sowie die Fotoagentur Keystone (inkl. AP- und EQ-Images). Grossaktionäre der SDA sind übrigens die Verleger sowie die SRG.
Die 16 AP-Mitarbeiter in der Schweiz erfuhren übrigens via SDA-Meldung davon, dass sie ab Montag quasi überflüssig sind. So geht das.
patpatpat, 29. Januar 2010 09:55:00 MEZ Abt. Vorteile von Kindern - heute: Schlafapnoe Was ist eigentlich der Vorteil davon, Kinder zu haben? Eine immer wieder gestellte Frage in den infamy-Foren. Um hier Unklarheiten und weitverbreitete Irrtümer zu beseitigen, starten wir heute eine lose Artikelserie zu dieser Thematik, die ganz viele Menschen im Lande beschäftigt. Auch für Fachleute überraschend, ist einer der grossen Vorteile von Kindern: dass sie einem nachts beim Schnarchen aufzeichnen können. Das sieht in Audacity dann so aus:
Und hört sich so an:
Warum das ein Vorteil ist? Zum einen musst Du danach nie mehr behaupten: "Schnarchen? Ich? Nein!" zum anderen lernst Du Dich selber von einer Dir bisher unzugänglichen, neuen Seite kennen und zum Dritten kannst Du den Freunden von der Lungenliga zurufen: "Schlafapnoe? Ich? Keine Spur! Schaut doch, wie kontinuierlich und regelmässig ich schnarche! Nix von Aussetzern!"
In der nächsten Folge über die unbekannten Vorteile von Kindern beschäftigen wir uns mit ihrer massiv unterschätzten innerfamiliären Rolle als Gastrokritiker.
Und, Nein!, das wird hier keine Konkurrenz zum Mamablog der unübertroffenen Damen Binswanger und Althaus!
patpatpat, 29. Januar 2010 08:49:00 MEZ Abt. Richtigstellung - heute: Barbara Burtscher Ja, es gab bis vor kurzem hier auf infamy 2 Postings über die wohl ambitionierteste Physiklehrerin im Lande, die vom Blick überschwenglich als "unsere Frau bei der Nasa" bezeichnete Barbara Burtscher. Die beiden Postings beschäftigten sich auf die infamy-typische zuspitzende, ironisch-kritische Art mit ihren öffentlichen Auftritten und dem Brimborium, das von den Medien darum gemacht wird. Frau Burtscher liess uns daraufhin per Mail umgehend wissen, ihr "Rechtsschutz" habe sie auf das erste Posting aufmerksam gemacht und sie wünsche sich daran einige Aenderungen. Andernfalls würde sie die Angelegenheit ihrem "Rechtsschutz" übergeben. Ihre Aenderungswünsche verstanden wir als Forderung nach einer Gegendarstellung und machten daraus das zweite Posting, plus kurze Duplik darauf. Das wiederum war Frau Burtscher ebenfalls nicht recht, weshalb sie wieder mit dem Rechtsschutz drohte, falls wir das Ursprungsposting nicht in ihrem Sinne ändern und das Gegendarstellungs-Posting nicht entfernen würden. Das führte schliesslich gestern Abend spät zu folgendem Mail an sie, das wir, als vorläufigen Abschluss unserer entsprechenden Berichterstattung, hier publizieren:
Sehr geehrte Frau Burtscher
Sagen wir so: Ich verstehe Ihre Begeisterung für die Astrophysik und Ihren Wunsch, zum Mars zu fliegen, rate Ihnen aber, künftig präziser zu kommunizieren, was Ihre Verbindung zur NASA ist.
2 Beispiele:
Wenn Sie sich auf dem Plakat für die Benefiz-Veranstaltung in Bern am 2.2. präsentieren als "Astrophysikerin, NASA-Mitarbeiterin, Organisatorin Schweizer Astronomietag", entnimmt der uniformierte Leser dem nicht, dass mit "NASA-Mitarbeiterin" 5 Wochen Tätigkeit im Sommerkurs der Lehrerfortbildung gemeint sind, sondern das klingt als ob Sie hauptberuflich für die NASA arbeiten würden.
Wenn Sie im Gespräch mit Hannes Hug bei Minute 7, als er das Wüstencamp in Utah als "Camp der NASA" bezeichnet, lediglich anfügen, es laufe "in Zusammenarbeit mit der Mars Society", und nicht transparent machen, dass das Mars-Lager eine private Angelegenheit ist, mit der die NASA, wohlmeinend interpretiert, nur ganz am Rande zu tun hat.
Diese Sorte Unklarheit ist gemeint mit "haarscharf an der Hochstapelei vorbeischrammt".
Und jetzt nehm ich die beiden von Ihnen beanstandeten Einträge wieder vom Netz. Denn ich hab Besseres zu tun, als mich mit ihrem "Rechtsschutz" rumzustreiten. Nutzen Sie die Zeit, die der dadurch gewinnt, um sich von ihm beraten zu lassen, was die oben erwähnten Unklarheiten für mögliche juristischen Folgen haben können! Sonst landen Sie eventuell dereinst nicht auf dem Mars, sondern auf der Nase.
patpatpat, 29. Januar 2010 08:30:00 MEZ Abt. Guete Morge, Basel! heute: Pendlerinnen und -aussen
Willkommen auf dem Arbeitsweg, liebe Pendlerinnen und -aussen aus dem Elsass! Wir lieben euch an und für sich ja heiss, aber eure Stinkrocheln, die hasse ich als Anwohner leidenschaftlich!
Willkommen bei dieser kurzen Tour durch infamy! Zuerst mal der Disclaimer:
infamy ist das mehr oder weniger offizielle Weblog des in.f.a.m. Medienbüro in Basel (Schweiz). Es dokumentiert und karikiert den Alltag journalistischen Schaffens (insbesondere, aber nicht ausschliesslich) in der deutschschweizerischen Medienwelt und zeichnet sich neben einem Höchstmass an News- und Nutzwert durch seinen hohen Satire-Gehalt aus.
Allfällige Ehrverletzungen wären in jedem Fall unbeabsichtigt. Wenn möglich, nennt infamy die Quellen seiner Meldungen. Wo es vergessen geht, ist auch dies unbeabsichtigt. infamy ist kostenlos und für jedermann frei zugänglich. Für Kommentare oder von Lesern gepostete Beiträge übernimmt die Redaktion keine Haftung.
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Schauen Sie sich um!
Meine Güte, was koch ich denn bloss? Look no further! Von der preisgünstigen und schnellen Hausmannsküche bis zum exotischen Leckerbissen hält das infamy Kochstudio stets eine Inspiration zum Nachkochen bereit. Unbestrittener Star im Studio ist Supra, der nicht nur mit jedem Küchenwerkzeug umzugehen, sondern auch aus den teuersten Zutaten einen schmackhaften Schnellimbiss zuzubereiten weiss.
Schnüffis, das weiss jeder Boulevard-Redaktor, ziehen immer. Und nirgends sind die Schnüffis schnüffiger als bei infamy. Nicht das verkitschte, überzüchtete und degenerierte Haustier allein steht hier im Focus, sondern ebenso das eigenwillige, bisweilen gar absonderliche Biest, das mitunter völlig zu Unrecht des Menschen bester Freund genannt wird. Namensgeber der Rubrik "Jööö, Schnüffi!™" ist übrigens der singende Hund Schnüffi, der einst in der infamy-Zentrale vorübergehend um Asyl ersucht hatte. Gott hab ihn selig!
Was dem Tierfreund das Schnüffi, ist dem Autonarr die Karre. Ob Oldtimer-Liebhaber bis oder drehzahlengeiler Technik-Fetischist – die infamy-Rubrik "Geili Kääre" hält für jeden etwas bereit. Angucken und abfahren!
Alles was kaputt geht oder schon ist, aber woran wir nicht schuld sind, wird bei infamy in der Rubrik "It's not my fault!" dokumentiert und gleichsam versorgt. Sie ahnen ja nicht, wie viele Seiten des Internets zeitweise unerreichbar sind. Würde man die nicht funktionierenden Teile abziehen, wäre das Internet viel kleiner als man uns weismachen will.
Viagra ohne Rezept, Frauen aus Osteuropa, Schwarzgeld aus Namibia: Was wäre das Internet ohne die vielen Schnäppchenangebote, die uns jeden Tag per E-Mail zugeschickt werden? Die schönsten Beispiele werden in der infamy-Rubrik "Spam of the day" verewigt. Langjährige Erfahrung zeigt: Längst nicht aller Scheiss, der einem unaufgefordert zugeschickt wird, kommt aus anonymer Quelle.
Damische Schreibfehler, hanebüchene Redewendungen, wahnwitzige Metaphern: Die beste aller Basler Tageszeitungen (es gibt ja nur eine!) ist für infamy eine nie versiegende Pointenquelle. Zu finden sind die Trouvaillen unter der Rubrik "bazille des Tages"!
Das war die Tour – aber längst nicht alles, was infamy zu bieten hat. Schauen Sie sich um, kommen Sie wieder, bleiben Sie uns treu! Weiter geht's mit einem Klick aufs Häuschen oben rechts an diesem Rahmen. Viel Spass auf infamy!