supra, 26. Januar 2010 22:37:00 MEZ Abt. Schluss mit Blämbel Jaja, ich weiss, man soll keine Witze machen mit Namen. Und schon gar nicht über Verletzte. Aber egal, es muss gesagt werden: Tanja lässt uns in Frieden! Das heisst: Die Blämbel-Gewinnerin von Turin hängt ihr Snowboard an den Nagel.
Wir wünschen ihr gute Besserung und viel Erfolg auf ihrem weiterem Werdegang als irgendetwas.
fuzzy, 26. Januar 2010 21:25:00 MEZ Abt. Making of ... – heute: TSA-Kickoff-PK
War gar nicht so einfach, zum Medienzentrum des Bundeshauses vorzudringen. Denn die Zufahrt war aufgrund eines Besuches des chinesischen Ministerpräsidenten (oder war es der Vize?) offiziell gesperrt und erst noch von behelmten Polizisten gesäumt. Schlussendlich ging aber alles gut, und mit der Unterstützung von Herrn Bühler hatten der eine und der zweieinhalbte von Die Zwei schliesslich doch noch leichtes Spiel – und am Ende nicht einmal eine Parkbusse. Der Tagesschau von SF war der Aufwand allerdings nur 1:41 wert.
patpatpat, 26. Januar 2010 19:03:00 MEZ Abt. Vollkonvergenz - heute à la RTL 102,5 Wir schreiben den 1.1.11. Die Fusion von SF und Radio DRS zu SFRD ist vollzogen nach dem Prinzip "Jeder Rappen zählt - plus". SFRD startet in die vollkonvergente Zukunft. Es gibt nur noch ein Studio mit einen runden Tisch mit 3 fixen Kameras, unter denen alle 4 Sekunden ein Automat weiterschaltet. Zwischen den Wortstrecken laufen Musikvideos. Die Musikvideos sind das "plus" im Konvergenz-Prinzip. Das Personal besteht noch aus Urs Musfeld (Musikredaktion), Mona Vetsch & Sven Epiney (Moderation) und Franz Fischlin (alle Nachrichten). Die anderen 1'645 Stellen fielen dem Rotstift zum Opfer. Dabei wurde auch gleich der Name geändert in RTL 102.5 und der Studiostandort - aus Kostengründen - nach Mailand verlegt. Konzessionsgebühren sind abgeschafft. Alle sind zufrieden. Nur die SVP reklamiert. Sie fordert die sofortige Wiedereinführung der Arena.
So heftig, wie im Moment bei der SRG hinter den Kulissen die Karten unter dem Obertitel "Konvergenz" neu gemischt werden, würd ich nicht die Hand dafür ins Feuer legen, dass dieses Szenario NICHT realisiert wird. Bei RTL 102.5 geht's ja auch...
supra, 26. Januar 2010 14:17:00 MEZ Abt. Hach, welch eine Überraschung! Über 57 Prozent der Abstimmenden in der Schweiz haben bekanntlich für die Verankerung eines Minarettverbots in der Schweizerischen Bundesverfassung gestimmt. Das gfs-Forschungsinstitut hatte ein diametral anderes Resultat vorhergesagt, was nun das Institut für Politikwissenschaft der Uni Bern nicht davon abhielt, die Umfrage für die traditionelle Vox-Analyse eben durch dieses Institut durchführen zu lassen. Mit der Vox-Analyse will man jeweils die Beweggründe der Abstimmenden genauer ergründen. Die laut der besten aller Basler Tageszeitungen überraschenden Resultate:
Mit dem Ja zur Minarettverbots-Initiative wollten die Stimmbürger ein symbolisches Zeichen gegen die Verbreitung des Islams in der Schweiz setzen.
Hach, wie überraschend. Aber buddeln wir weiter in den Vox-Ergründungen ...
Das Stimmverhalten zur Minarettinitiative war stark vom Links-Rechts-Gegensatz geprägt: Die Linke lehnte sie mit über 80 Prozent Nein-Stimmen deutlich ab; die Rechte stimmte ihr fast ebenso klar zu. Entscheidend für den Ausgang der Volksabstimmung war deshalb das Verhalten der politischen Mitte.
... und wir können vor lauter Überraschung kaum mehr Luft holen. Bei einem Ja-Stimmen-Anteil von 57 Prozent sollen nicht nur die Rechten und Rechtsextremen den Ausschlag gegeben haben?
Wirklich Überraschendes lesen wir nun aber bei den Beweggründen, die zum generellen Verbot des Baus von Minaretten geführt haben sollen:
Konkrete Kritik an den in der Schweiz lebenden Muslimen gaben nur 15 Prozent der Ja-Stimmenden als Entscheidmotiv an. Die Zustimmung zum Minarettverbot kann damit nicht als generelle Ablehnung der in der Schweiz lebenden Muslime interpretiert werden.
Aha? Also waren es doch mehrheitlich ästhetische Bedenken, denn ...
Zudem erklärte sich eine Mehrheit von 64 Prozent aller Stimmenden voll oder ziemlich davon überzeugt, dass sich die schweizerische und die islamische Lebensweise gut vertragen. Auf das Stimmverhalten wirkte sich diese positive Einschätzung aber nicht aus. Auch diejenigen, welche von einer sehr guten Verträglichkeit ausgehen, stimmten dem Verbot des Baus neuer Minarette mit einem Ja-Anteil von 56 Prozent zu.
Also wenn eine grosse Mehrheit findet, dass sich die islamische und schweizerische Lebensweise gut vertragen würden, gegen was wollten diese denn gleichzeitig ein symbolisches Zeichen setzen?
Die Antwort auf diese Frage hätte uns doch vielleicht sogar wirklich überraschen können.
patpatpat, 26. Januar 2010 10:10:00 MEZ Abt. Hormonaktive - heute: in der Haut Weil ich hier schon länger nerve mit Mutmassungen über die Hormonaktivität von Inhaltsstoffen des Thermopapiers, erlaube ich mir kurz auf das Resultat der diesbezüglichen Recherchen zu verlinken. Immerhin habt ihr, die ihr Gebühren zahlt, die finanziert. Merci!
fuzzy, 26. Januar 2010 09:52:00 MEZ Abt. Kleider machen Leute
Das Orchester der Gessler Zwillinge, die gegenwärtig durch die Schweiz touren, trägt Guayaberas von – na wem wohl? – Lacoba. Wenn ihr jetzt auch gleich welche bestellen wollt, seid gewarnt: Der Webshop ist ausser Betrieb. Die Restposten gibt's zum Sonderpreis, aber nur gegen persönliche Vorsprache.
Willkommen bei dieser kurzen Tour durch infamy! Zuerst mal der Disclaimer:
infamy ist das mehr oder weniger offizielle Weblog des in.f.a.m. Medienbüro in Basel (Schweiz). Es dokumentiert und karikiert den Alltag journalistischen Schaffens (insbesondere, aber nicht ausschliesslich) in der deutschschweizerischen Medienwelt und zeichnet sich neben einem Höchstmass an News- und Nutzwert durch seinen hohen Satire-Gehalt aus.
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Meine Güte, was koch ich denn bloss? Look no further! Von der preisgünstigen und schnellen Hausmannsküche bis zum exotischen Leckerbissen hält das infamy Kochstudio stets eine Inspiration zum Nachkochen bereit. Unbestrittener Star im Studio ist Supra, der nicht nur mit jedem Küchenwerkzeug umzugehen, sondern auch aus den teuersten Zutaten einen schmackhaften Schnellimbiss zuzubereiten weiss.
Schnüffis, das weiss jeder Boulevard-Redaktor, ziehen immer. Und nirgends sind die Schnüffis schnüffiger als bei infamy. Nicht das verkitschte, überzüchtete und degenerierte Haustier allein steht hier im Focus, sondern ebenso das eigenwillige, bisweilen gar absonderliche Biest, das mitunter völlig zu Unrecht des Menschen bester Freund genannt wird. Namensgeber der Rubrik "Jööö, Schnüffi!™" ist übrigens der singende Hund Schnüffi, der einst in der infamy-Zentrale vorübergehend um Asyl ersucht hatte. Gott hab ihn selig!
Was dem Tierfreund das Schnüffi, ist dem Autonarr die Karre. Ob Oldtimer-Liebhaber bis oder drehzahlengeiler Technik-Fetischist – die infamy-Rubrik "Geili Kääre" hält für jeden etwas bereit. Angucken und abfahren!
Alles was kaputt geht oder schon ist, aber woran wir nicht schuld sind, wird bei infamy in der Rubrik "It's not my fault!" dokumentiert und gleichsam versorgt. Sie ahnen ja nicht, wie viele Seiten des Internets zeitweise unerreichbar sind. Würde man die nicht funktionierenden Teile abziehen, wäre das Internet viel kleiner als man uns weismachen will.
Viagra ohne Rezept, Frauen aus Osteuropa, Schwarzgeld aus Namibia: Was wäre das Internet ohne die vielen Schnäppchenangebote, die uns jeden Tag per E-Mail zugeschickt werden? Die schönsten Beispiele werden in der infamy-Rubrik "Spam of the day" verewigt. Langjährige Erfahrung zeigt: Längst nicht aller Scheiss, der einem unaufgefordert zugeschickt wird, kommt aus anonymer Quelle.
Damische Schreibfehler, hanebüchene Redewendungen, wahnwitzige Metaphern: Die beste aller Basler Tageszeitungen (es gibt ja nur eine!) ist für infamy eine nie versiegende Pointenquelle. Zu finden sind die Trouvaillen unter der Rubrik "bazille des Tages"!
Das war die Tour – aber längst nicht alles, was infamy zu bieten hat. Schauen Sie sich um, kommen Sie wieder, bleiben Sie uns treu! Weiter geht's mit einem Klick aufs Häuschen oben rechts an diesem Rahmen. Viel Spass auf infamy!